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Fahrraddilemma mit Pfirsich-Basilikum-Limonade

Pfirsich-Basilikum-Limo_Rezept-3

Ich habe das Fahrradfahren verlernt. Kennt ihr den Spruch „… das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nie!“? Ich bin der lebende Beweis, dass das sehr wohl geht! Schuld daran sind 15 fahrradfreie Jahre, davon acht Jahre in einer fahrradunfreundlichen Stadt (viele Berge!), und – ich gebe es ja zu – eine nicht zu unterschätzende Portion Faulheit. Der Umzug in die Großstadt erweckte dann mit einem Mal das dringliche Bedürfnis nach einem eigenen Rad, mit dem man wahlweise an lauen Sommerabenden an der Isar entlangradeln oder mal eben samstags zum Markt düsen könnte, um dort das schnieke Fahrradkörbchen mit frischem Gemüse vollzupacken. Noch mehr romantisierter Fahrradkitsch? Kein Problem, ich hätte da noch mehr auf Lager …

Könnt ihr euch denken, wie oft ich das dann in die Tat umgesetzt habe? Nicht ein einziges Mal. Nach der ersten Testfahrt durch die sicheren Hallen der Tiefgarage musste ich nämlich mit Schrecken feststellen, dass das mit dem Geradeausfahren nur bedingt klappte und Kurven erst recht ein Problem darstellten. Erst ein sommerlicher Sonntag vor ein paar Wochen brachte neuen Mut; das Fahrrad und ich wagten uns in die Öffentlichkeit und in den Park. Dass stärkender Proviant bei einem so abenteuerlichen Ausflug natürlich nicht fehlen durfte, ist ohnehin klar. Der Fahrradkorb wurde also endlich gefüllt: eine Picknickdecke, zwei kleine Flaschen erfrischende Pfirsich-Basilikum-Limonade, etwas Obst und ein Buch – genug für einen sonnigen Fahrradnachmittag im Park.

Pfirsich-Basilikum-Limo_Rezept-1

Pfirsich-Basilikum-Limonade (für 1 Liter; inspiriert von diesem Rezept):

80 g Zucker
100 ml Wasser
5-8 Basilikumzweige
120 ml Pfirsichsaft
100 ml frisch gepresster Zitronensaft
580 ml Mineralwasser

1. Zucker, Wasser und Basilikumzweige in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und abgedeckt ca. 4-6 Std. ziehen lassen.

2. Die Basilikumzweige entnehmen, das Basilikum-Zuckerwasser mit Pfirsich- und Zitronensaft in eine Karaffe füllen, gut verrühren und mit kaltem Mineralwasser aufgießen.

Pfirsich-Basilikum-Limo_Rezept-2

Nach mehreren Runden durch den Park klappt das Geradeausfahren mittlerweile schon wieder ganz gut (die leckere Pfirsich-Basilikum-Limonade hat dabei geholfen, ich bin mir sicher!). Beim nächsten Mal wird an den Feinheiten gearbeitet, denn – peinlich, peinlich – enge Kurven kann ich immer noch nicht fahren. Aber ich bin zuversichtlich und werde den Sommer über ein wenig an meiner Technik feilen. Dann werde ich vielleicht auch nicht mehr von Vierjährigen auf ihren Dreirädchen überholt …

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18 Kommentare

  • Reply Krisi

    Oh wie lecker, das klingt wirklich toll.
    Viel Erfolg beim weiteren Fahrrad fahren, bei so einer langen Pause ist es keine Schande wieder etwas Unsicher am Anfang zu sein…Toll das du es wieder probierst, dass ist das Wichtigste=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

    19. Juli 2014 at 14:07
    • Reply Kitty Wu

      Danke für die Ermutigung, liebe Krisi! Man kommt sich anfangs schon ein wenig deppert vor, aber da muss ich jetzt wohl einfach durch. 😉

      20. Juli 2014 at 23:24
  • Reply Becky

    Wenn es dich beruhigt: Mir ging es genauso! Durch verschiedenste Umstände bin ich mehrere Jahre kein Rad gefahren und meine ersten Versuche waren dann eine Gefahr für mich und alle anderen! Nach einigen Malen klappte es dann einigermaßen und dabei fällt mir ein: Schon seit einiger Zeit saß ich wieder nicht auf dem Fahrrad, beim nächsten Versuch werde ich deine Limo einpacken, damit es dann schneller klappt. 😉
    Liebe Grüße, Becky

    19. Juli 2014 at 18:53
    • Reply Kitty Wu

      Puuh, das beruhigt mich ja ein wenig! 😉 Dann ist ja hoffentlich bald Besserung in Sicht; ich bleibe jedenfalls dran! Und ja, ich bin mir sicher, dass es mit der Limo besser klappt! 😉

      20. Juli 2014 at 23:27
  • Reply Julia

    Ohgott, diese Bedenken hatte ich nach drei fahrradfreien Jahren auch! Es radelt sich aber doch noch sicher, ich bin ganz glücklich 😉 Lass Dich als von den engen Kurven nicht ins Boxhorn jagen, steig halt ab und schieb, dabei kann man auch total elegant an der Limo nippen, die so klingt, als sei sie eine gute Belohnung, sich den Widrigkeiten des Radl-Lebens zu stellen 😉

    20. Juli 2014 at 22:21
    • Reply Kitty Wu

      Also, sicher radelt sich hier leider noch gar nix, aber es wird besser. Immerhin! 🙂 Und du hast recht – vor den schwierigen Kurven lasse ich mich dann einfach elegant vom Rad plumpsen, um an meiner Limo zu schlürfen. Immer schön ablenken von den Peinlichkeiten!

      20. Juli 2014 at 23:32
  • Reply frauknusper

    Oh ja, der Berggrund ist ein guter. 😀 Ich bin ja sooo froh wieder im „flachen“ Land zu sein, das Fahrradfahren macht wieder Spaß und irgendwie gibt es hier auch 10 Mal so viele Radwege – woran das nur liegt. 😀 Okay, Faulheit spielte bei mir auch eine Rolle, aber der Berg direkt vor der Haustür hat diese zu 100% bestärkt. Deine Limo klingt super erfrischend und wird ganz bestimmt in den nächsten Tagen ausprobiert.

    Liebe Grüße
    Sarah

    21. Juli 2014 at 7:49
    • Reply Kitty Wu

      Jaa, die hügelige Stadt war definitiv eine gute Ausrede, warum ich jahrelang nicht aufs Fahrrad gestiegen bin, aber jetzt bin ich seit vier Jahren wieder im Flachland und wage mich trotzdem nicht aufs Rad. Aber ich habe noch Hoffnung! 😉

      23. Juli 2014 at 21:27
  • Reply Der Klang von Zuckerwatte

    Yeah! Ich bin also nicht alleine mit meinen Wackel-Fahrrad-Touren nach 15 Jahren Abstinenz. Und ich dachte schon, nur mir geht es so: pöhse Kurven, pöhses Fahrrad und noch pöhsere Hügel! *hihi

    So eine feine Limo hilft da aber sowas von gewiss. Mit leckerer Stärkung radelt es sich doch gleich besser und der Zuckerschock lässt einen schneller reagieren… oder so 😉 Wo bekommt Ihr denn den Pfirsichsaft dafür her? Gibt’s den zu kaufen? Hab ich bisher noch nicht gesehen, aber da muss ich wohl mal besser die Augen offen halten 🙂

    Liebe Grüße und frohes Radeln!
    Ylva

    21. Juli 2014 at 20:44
    • Reply Kitty Wu

      Hach, ich dachte ja auch, dass das niemand sonst nachvollziehen kann und ich mich einfach nur ganz besonders blöd anstelle, aber offensichtlich gibts noch mehr von unserer Sorte … 😉
      Klaaar, mit dem Zuckerschock radelts sich quasi wie von selbst (nur leider eben nicht um die Kurve, ähem …). Den Pfirsichsaft bekommt man eigentlich in fast jedem Supermarkt oder Bioladen. 😉

      23. Juli 2014 at 21:39
  • Reply Ela

    Ich glaube hier entwickelt sich gerade eine Selbsthilfegruppe 😉 Ich bin auch geschlagene 14 Jahre kein Rad mehr gefahren und diesen Sommer das erste Mal… Sehr unsicher, sehr motzig (Rad lässt sich nicht so einstellen wie ich das gern hätte). Drama 😉 Aber kriegen wir hoffentlich noch hin!
    Die Limo klingt jedenfalls toll!
    LG
    Ela

    22. Juli 2014 at 18:30
    • Reply Kitty Wu

      Haha, ja, die (nicht mehr ganz so) anonymen Fahrradluschen – willkommen im Club! 😉 Oh ja, das Drama hat sich hier übrigens auch abgespielt – alles nicht so einfach, und dann macht es beim Fahren auch noch ständig so komische Geräusche, als ob gleich irgendwas abfallen würde. Tja, das Fahrrad hat auf mich wohl genauso wenig Bock … 😉

      23. Juli 2014 at 21:43
  • Reply Kiki B

    😀 ohje, das ist sooo süß! ich hoffe, du trägst einen Helm 😉 seit ich hier in der Stadt wohne, traue ich mich auch nicht mehr aufs Radel… aber auf dem Dorf, wenn ich Zuhause besuche, düse ich durch die Feldwege 😉 und beim nächsten Mal darf dann vielleicht auch deine Limonade mit…die sieht nämlich verdammt gut aus 🙂 Liebste Grüße, Kiki

    23. Juli 2014 at 9:38
    • Reply Kitty Wu

      Öhhhm, Helm? Nööö … hüstel. Aber in den „richtigen“ Verkehr habe ich mich auch noch gar nicht gewagt. Der Park ist schon Abenteuer genug, haha. Stimmt, vielleicht sollte ich mir zur Einstimmung wirklich erst mal nen langen Feldweg suchen, sicher ist sicher! 😉

      23. Juli 2014 at 21:46
      • Reply Ulrike

        Helm sollte immer sein, ich habe letztes Jahr den Notarzt rufen müssen, weil ein Kind einfach von der Pedale abgeglitten war und eine fette Platzwunde am Kopf hatte. Ich habe mir zum Motto gemacht, wenn du dich im Auto anschnallst, dann kannst du auch einen Helm tragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Fahrradunfall hat ist sicher nicht größer als mit dem Auto, aber die Folgen selbst bei 20km/h sind viel größer.

        3. August 2014 at 0:31
  • Reply Persis

    Ach, das kenne ich nur zu gut! Als ich mir letztes Jahr mein Rad zulegte (nach zehn Jahren ohne), sah ich mich auch schon mit Strohhut auf der Birne und Sommerkleid am Laib ins Wochenende radeln, im Korb ein frisches Baguette vom Markt. Ist bisher noch nix draus geworden. Vielleicht würde mir ein Schluck Deiner Wunderlimo auf die Sprünge helfen 😉

    23. Juli 2014 at 17:37
    • Reply Persis

      Okay, meine Figur ist vielleicht genauso weiblich-wohlgeformt wie ein Kastenbrot, aber trotzdem heisst es Leib, nicht Laib.

      23. Juli 2014 at 17:41
      • Reply Kitty Wu

        Haha, herrlich, liebe Persis! 🙂 Yes, join the club – so langsam sollten wir uns überlegen, ob wir nicht einfach in ein monströses Tandem investieren, gemeinsam radelt es sich sicher besser. Und man könnte zwischendurch auch viiiiel besser zur Limo greifen …

        23. Juli 2014 at 21:58

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