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Fotografie

    Gekauft, Geteilt

    Food-o-grafie 2013

    Zorra vom Kochtopf-Blog hat ein altes Blogevent wiederbelebt und möchte gerne wissen, mit was wir Foodblogger unsere Fotos schießen. Das ursprüngliche Event liegt schon fünf Jahre zurück und bei der rasanten Entwicklung, die der digitale Fotomarkt so durchmacht, könnte das auch genauso gut 20 Jahre her sein. Es ist also allerhöchste Zeit für eine aktuelle Bestandsaufnahme.

    Ende der 90er haben Frau Wu und ich angefangen zu fotografieren – damals natürlich noch analog, mit Nikon und Pentax. Zu dieser Zeit etwa haben wir auch gemeinsam einen Fotokurs an der VHS besucht und danach in der eigenen Dunkelkammer Fotos abgezogen. Kann man sich heute wahrscheinlich kaum noch vorstellen. Dank meines technikverrückten Vaters war zwar seit ca. 1997 immer eine Digitalkamera zur Hand, aber bis 2006/07 haben wir eigentlich noch regelmäßig analog fotografiert. Im Sommer 2007 habe ich mir dann endlich eine digitale Spiegelreflexkamera zugelegt und mit meiner Canon 400D fotografieren wir heute noch immer.

    Poison The Well-1Ein frühes Konzertfoto, das ich noch selbst in der Dunkelkammer abgezogen habe (Poison the Well, Frankfurt 2003)

    Warum ich mich damals für Canon entschieden habe? Ich glaube vor allem auf Rat mehrerer semiprofessionell fotografierender Freunde und aufgrund eines passenden Angebots. Bis heute habe ich diese Entscheidung auch nie bereut. Die Kamera hat unzählige Urlaube und Auslandsreisen durchgemacht und der Auslöser wurde inzwischen bestimmt 30.000-40.000-mal betätigt. Haltbarkeit ist also kein Thema. Nervig ist das Rauschverhalten (wie auch Ela bemängelt), das haben aktuelle Kameras mittlerweile deutlich besser im Griff. Die ganzen technischen Daten zur Kamera gibt es bei Canon.

    Ich habe bei der Anschaffung der passenden Objektive ehrlich gesagt noch nicht an Food-Fotografie gedacht. Im Vordergrund stand für mich vielmehr die Konzertfotografie. Da ich vor allem Konzerte in kleinen, schlecht beleuchteten Venues besucht habe, sollte es also ein lichtstarkes Zoomobjektiv mit genügend Weitwinkel sein. Meine Wahl fiel deswegen auf das Tamron 17-50 mm 1:2,8, mit dem ich bis heute eigentlich ganz zufrieden bin. Es ist zwar nicht so lichtstark wie eine Festbrennweite, aber für die meisten Situationen ausreichend. Das ist auch mein „immer-drauf“-Objektiv.

    Pasta mit Mascarpone-Cognac-Sauce und Zitronen-Nuss-GremolataPasta mit Mascarpone-Cognac-Soße und Zitronen-Nuss-Gremolata (Tamron 17-50 mm 1:2,8, Iso 800, 1/60s, Blende 5,6, externer Blitz)

    New YorkBlick vom Empire State Building in New York, bei dem das Weitwinkelobjektiv zur Geltung kommt (Tamron 17-50 mm 1:2,8, Iso 200, 1/250s, Blende 6,3)

    Außerdem besitzen wir noch ein günstiges Tele, das Canon 55-250 mm 1:4,5-5,6. Dem merkt man seinen niedrigen Preis schon an, vom Plastikbajonett bis zum deutlich hörbaren Motorgeräusch beim Fokussieren. Für unsere Blogfotos verwenden wir beide Objektive, wobei Frau Wu eine Vorliebe für das Tele hat und ich lieber mit dem Weitwinkel nah herangehe. Mit dem 55-250 mm bekommt man schöne Unschärfeeffekte hin, braucht aber auch etwas Abstand zum Objekt.

    Cheesecake mit BeerenSchärfe meets Unschärfe auf dem White Chocolate Cheesecake mit Beerenhaube mit dem Telezoom bei 194 mm (Canon 55-250 mm 1:4,5-5,6, Iso 400, 1/80s, Blende 5,6)

    Für beide Objektive braucht man ordentlich Licht und ISO 400+ ist Pflicht (wobei damit das starke Rauschen der EOS 400D irgendwann zum Problem wird). Deswegen fotografieren wir sehr viel mit einem externen Blitz, und das ist auch der Teil der Ausrüstung, bei dem ich damals verhältnismäßig viel Geld auf den Tisch gelegt habe. Der Canon Speedlite 580EX II war zu dem Zeitpunkt das Flaggschiff der Blitzreihe und bietet neben unzähligen Einstellungsvarianten eben auch die Möglichkeit, indirekt zu blitzen (das Modell ist nur noch gebraucht zu bekommen, das derzeitige Spitzenmodell mit vergleichbarer Ausstattung und Leitzahl ist der Speedlite 600EX-RT). So können wir auch im Winter und abends einigermaßen gut mit dem Teleobjektiv fotografieren.

    Pfirsich-TrifleDieses Bild vom Pfirsich-Trifle wurde um 20.15 Uhr mit starkem Blitz und Iso 800 aufgenommen, Tageslicht war da natürlich nicht mehr vorhanden (Canon 55-250 mm 1:4,5-5,6, Iso 800, 1/20s, Blende 5,0)

    Außerdem gehört noch ein Batteriegriff zur Ausrüstung, der zwei Akkus Platz bietet, die Kamera griffiger (aber auch größer und schwerer) macht und zusätzliche Bedienelemente für hochformatige Fotos mitbringt. Ich war, ehrlich gesagt, bei mehr als einem Konzert dankbar, dass die Kamera so fest in der Hand lag.

    Zu Weihnachten habe ich gerade eine neue Kameratasche bekommen, von der ich ganz begeistert bin. Sie sieht nämlich nicht im Geringsten nach Kameratasche aus, bietet Platz für die gesamte Ausrüstung und kann auch als ganz normale Messengertasche verwendet werden. Frau Wu träumt derweil noch von einer Shootbag.

    Vielleicht zum Schluss noch ein paar Worte zur Bildbearbeitung. Wir vertrauen seit einiger Zeit auf Adobe Lightroom 3. Sowohl zum Bearbeiten der Fotos als auch für die Verwaltung. Bei über 50.000 Fotos aus über zehn Jahren verliert man auch mit ordentlicher Ordnerstruktur leicht den Überblick. Da Lightroom einen sehr guten RAW-Konverter besitzt, fotografieren wir alle Foodfotos im RAW-Format und taggen, bearbeiten, beschneiden dann jene Fotos, die es in die Artikel schaffen. Die Bedienung ist wirklich einfach und es gibt im Internet auch massig Tutorials und sogar kostenlose Bücher, die einem den Einstieg erleichtern.

    Vögelkeywest-1Dieses Foto aus Key West zeigt, was man mit der Nachbearbeitung in Lightroom noch herausholen kann (Tamron 17-50 mm 1:2,8, Iso 800, 1/250s, Blende 8,0)

    Splatter-Cookies-Devils-Food-4Collagen wie diese erstellen wir übrigens mit Picmonkey, das geht schneller (und idiotensicherer) als mit Photoshop

    Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde wohl die 7D von Canon oder die bald erscheinende 70D im Einkaufskorb landen. Außerdem hätte ich doch noch gerne eine lichtstarke Festbrennweite, wie das Canon 50 mm 1:1,4, wobei mich auch das Canon 60 mm 1:2,8 Macro anlacht. Ansonsten tun es natürlich alle Objektive der L(uxus)-reihe von Canon. Eine dieser neuen kleinen Systemkameras für die Jackentasche, wie die Canon M, Sony Nex-5N oder Fuji X100, wäre natürlich auch schön, damit würde ich gerne mal ausführlicher herumspielen

    Was die Food-Fotografie und insbesondere das -Styling angeht, stecken wir eigentlich noch in den Kinderschuhen. Vieles wird eher intuitiv als wissend abgelichtet, aber wir sind zuversichtlich und lernen mit jedem fotografierten Abendessen dazu. 😉

    Wie sind denn eure Erfahrungen mit Canon? Welches Objektiv könnt ihr uns speziell für die Food-Fotografie empfehlen?

    food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)

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