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Gegessen

Kaffee und Kindheitserinnerungen auf dem Balkon

Manche Gerichte und Lebensmittel assoziiere ich unweigerlich mit meiner Kindheit. Oft sind es Gerichte, die bei meinen Großeltern oder Eltern ab und zu auf den Tisch kamen, die ich aber selbst, obwohl sie damals so lecker waren, noch nie nachgekocht oder -gebacken habe. Das liegt weniger daran, dass ich keinen Appetit darauf hätte oder diese Rezepte besonders aufwendig wären – ganz im Gegenteil sind es eigentlich gerade die besonders einfachen Gerichte, die mir in Erinnerung geblieben sind -, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ich sie im Laufe der Zeit einfach vergessen oder verdrängt habe. Scheinbar tummelt sich in der hintersten Ecke meines Gehirns eine Blase mit solchen Essenserinnerungen, die erst durch ein bestimmtes Erlebnis zum Platzen gebracht werden muss und dann eine Vielzahl von fast vergessenen Leckereien wieder ins Gedächtnis ruft. Diese Blase ist gestern geplatzt und evozierte bei mir einen plötzlichen Heißhunger auf Schokokussbrötchen.

Schokokussbrötchen, Obst und KaffeeMhhh, ewig nicht gegessen, aber immer noch so gut wie früher!

Eigentlich kaum zu glauben, dass mal irgendjemand auf die Idee kam, einen Schokokuss zwischen zwei Brötchenhälften zu quetschen, etwas abartig ist das ja schon. Aber lecker! Neben den Schokokussbrötchen, die ich irgendwie mit meiner Mutter (ich glaube, die Vorliebe dafür habe ich von ihr) und der Schulcafeteria, die die Brötchen in der Pause vertickte, in Verbindung bringe, holte die geplatzte Food-Blase aber auch noch andere Speisen meiner Kindheit in meine Erinnerung zurück: die unglaublich leckeren (und auch wieder etwas merkwürdig klingenden) Nudeln mit Krumen (Nudeln mit angebratenen Semmelbröseln und Apfelmus), das „Pop Orange“-Eis mit dem roten Stiel und dem unverwechselbar orangig-sahnigen Geschmack, die Markklößchensuppe meiner Oma (für mich heute eigentlich unfassbar, dass ich früher so darauf abgefahren bin), den Mattekuchen (Käsekuchen vom Blech) meiner anderen Oma sowie den Lohplatz (Schmandkuchen mit Mohn), mit dem sie immer das halbe Dorf versorgte. Mhhh, davon wird sicherlich bald mal was nachgekocht/-gebacken. Mal sehen, ob meine Erinnerungen mit meinen heutigen Geschmacksnerven übereinstimmen …

Welche Gerichte Eurer Kindheit sind Euch denn besonders in Erinnerung geblieben?

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