Sandwiches gehören meiner Meinung nach zu den unterschätzteren Gerichten. Wo Burgerden Sprung zum Hipster-Food mit Läden bis in die hinterletzte Kleinstadt geschafft haben, ist den kleinen Geschwistern der ganz große Durchbruch bislang verwehrt geblieben. Höchstens die vietnamesische Variante Bánh mì hat es zu gewissem Ansehen gebracht. Ich muss zugeben, auch in unserer Küche sind Sandwiches mehr Notfalllösung als bewusste Kochentscheidung, bei der die Überbleibsel aus Kühlschrank und Speisekammer zusammengeschmissen werden – glücklicherweise sind die Ergebnisse dennoch meist recht ansehnlich. Dabei kann ein einfaches Sandwich doch so gut sein! Wir denken heute noch mit Freude an einen Abend in Fort Myers Beach, Florida, zurück, an dem uns der nicht aufhörende Regen an die Theke eines kleinen Restaurants gespült hat. Dort verbrachten wir mit einer Handvoll anderer Gäste, einem redseligen Koch mit Stand-up-Qualitäten und dem wohl besten Grilled Cheese Sandwich der Welt wunderbare Stunden – dem Sandwichgott sei Dank! Weiterlesen: Mehr als zwei Scheiben Brot: Antipasti-Sandwich mit Zitronen-Basilikum-Aioli
Sich im Büro vernünftig zu ernähren, ist keine einfache Aufgabe. Auch wenn viele Kantinen beteuern, auf ausgewogene Ernährung achten zu wollen, ist es vor allem für Vegetarier_innen schwierig, dort dauerhaft glücklich zu werden. Sinnvoller erscheint da die Alternative, etwas von zu Hause mitzubringen oder vielleicht sogar im Büro zu kochen. Letzteres versuche ich regelmäßig gemeinsam mit meinen Kolleginnen, aber auch dabei gibt es einige Hindernisse zu überwinden. Die Gerichte müssen bei uns auf einer einzigen Kochplatte zubereitet werden, die Auswahl der Küchengeräte ist beschränkt und außerdem kann die Mittagspause ja auch nicht immer zwei Stunden dauern. So kommt es, dass unser übliches Mittagessen aus Salatoder Nudeln mit Pestobesteht. Soll es etwas Aufwendigeres sein, muss jemand früh genug ein Gericht aussuchen, den Einkauf koordinieren und einen Tag wählen, an dem keine Besprechungen die Mittagspause zerstören könnten.
Dementsprechend bin ich seit einiger Zeit am Tüfteln, wie das Mittagessen im Büro etwas einfacher gelöst werden kann; beispielsweise indem ich etwas von zu Hause mitbringe. Als sich kürzlich das ZDF meldete und fragte, ob ich Lust hätte, nach meinem Herbstburger noch einmal einen Beitrag für die Küchenträume in der Drehscheibe zu drehen, diesmal zum Thema gesundes, schnelles Mittagessen fürs Büro, war das ein willkommener Anlass, um nach ein paar Lösungen für mein Mittagspausendilemma zu suchen. Salat im Glas sollte es werden, denn diese Idee schlummerte schon etwas länger in meinem Kopf, und Gläser, um den Salat unbeschadet ins Büro zu bringen, haben wir ohnehin mehr als genug im Haus. Herausgekommen ist ein Antipasti-Brotsalat im Glas mit Aubergine und Paprika aus dem Ofen, Granatapfelkernen, Mozzarella und knusprigen Ciabatta-Würfeln. Wichtig ist – wie bei allen Salaten im Glas –, dass die feuchten Zutaten zuerst ins Glas geschichtet und die, die frisch und knackig bleiben sollen (z.B. Salat und Brotwürfel), ganz nach oben gepackt werden. So hält sich der ganze Salat fest verschlossen auch einige Tage im Kühlschrank. Weiterlesen: Lunch to go: Antipasti-Brotsalat im Glas fürs ZDF
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