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Vegetarisch

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    Saisonfutter: Bärlauch-Pizza mit Tomaten, Rucola, Burrata und Haselnüssen

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-5

    Seit ein paar Jahren bewegen wir uns ab März häufig gebückt durch Wälder und Auen (oder die entsprechenden urbanen Äquivalente). Schuld ist nicht etwa ein jährlich wiederkehrender Hexenschuss, sondern die grünen Bärlauchblätter, die zwischen März und Mai ganze Waldstücke in ihren herrlichen Knoblauchduft einhüllen. Wir haben das Glück, nur ein paar Schritte von einer kleinen Bärlauchoase entfernt zu wohnen, die uns jeden Frühling mit üppigem Vorrat versorgt, sodass wir mit unseren Rezeptideen kaum hinterherkommen. Doch das Bärlauchsammeln bringt so seine Tücken mit sich, spielt man doch auch ein bisschen russisches Roulette mit der Natur. Auch wenn wir mittlerweile recht geübt sind in der Bestimmung des wilden Knoblauchs, bleibt dennoch ab und an ein mulmiges Gefühl, das erst weicht, wenn der zweite Teller Bärlauch-Pasta oder -Pizza gegessen ist und langsam die Gewissheit eintritt, kein Blättchen der giftigen Bärlauch-Doppelgänger erwischt zu haben. Völlig zu Unrecht natürlich, denn beachtet man beim Bärlauchsammeln ein paar Punkte, kann man sich sicher sein, die Nacht nicht in der Notaufnahme verbringen zu müssen.

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-1

    Tipps fürs Bärlauchsammeln:

    • Folgt eurer Nase. Der Bärlauch macht allein schon durch seinen ausgeprägten Knoblauchduft auf sich aufmerksam.
    • Oft wächst er in der Nähe von Flüssen und Bächen, meist in schattigen Gebieten mit feuchtem Boden.
    • Typisch ist auch, dass er in großen Mengen wächst und oft den ganzen Waldboden dicht bedeckt.
    • Achtung! Bloß nicht mit den giftigen Blättern von Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln! Bärlauch erkennt ihr zum einen am Knoblauchgeruch, wenn ihr die Blätter zerreibt, zum anderen wächst er an einzelnen Stängeln aus dem Boden mit jeweils nur einem Blatt (findet ihr eine Pflanze mit zwei Blättern am Stiel, lasst sie unbedingt dort!). Schaut euch vor dem Sammeln noch einmal Fotos von Bärlauch-, Maiglöckchen- und Herbstzeitlosenblättern an. Sie ähneln einander zwar, besitzen aber einige Merkmale, die sie gut voneinander unterscheiden lassen. So ist das Bärlauchblatt z.B. deutlich flacher, weicher und matter als die seiner giftigen Mitstreiter.
    • Sammelt Bärlauch nur, wenn er noch nicht blüht, denn dann schmeckt er einfach viel besser. Die weißen Blüten kündigen schon das bevorstehende Ende der Bärlauchsaison an.
    • Sammelt etwas abseits der Wege, da die Blätter dort weniger Kontakt zu Hunden oder Füchsen haben.
    • Um die Pflanzen nicht zu beschädigen, solltet ihr die Blätter abschneiden, nicht ausreißen, und nur ein bis zwei Blätter pro Einzelpflanze mitnehmen. Dadurch schont ihr den Bestand und die Pflanze kann sich weiterhin vermehren.
    • Falls ihr nicht wisst, wo ihr in eurer Nähe Bärlauch frei pflücken könnt, sucht doch mal bei Mundraub nach eurer Stadt. Dort werden zahlreiche Fundorte aufgelistet.
    • Wascht zu Hause die gesammelten Blätter sorgfältig, am besten mehrmals.
    • Am besten hält sich gesammelter Bärlauch im Kühlschrank in einer Tüte frisch, in die ihr ein paar Spritzer Wasser gebt, sie dann aufpustet und verschließt.

    Wenn ihr jetzt mit den Händen voller Bärlauch in der Küche steht, stellt sich die Frage: Was tun damit? Eines unserer Lieblingsgerichte ist eine ganz simple Pasta mit Bärlauch, grünem Spargel und etwas Schmand. Oder die Kombination mit Kartoffeln, z.B. als Aufstrich oder Paratha. Und ein Glas Bärlauchpesto findet sich im Frühjahr sowieso immer im Kühlschrank. Seit ein paar Wochen essen wir unser Bärlauchpesto am liebsten auf Pizza (oder ist es doch eine Focaccia? Vielleicht Focizza??). Dazu ein cremiger Burrata, ein paar Tomaten, gehackte Haselnüsse und Rucola. Mhhhh! Also, raus vor die Tür und auf zur Bärlauchjagd, bevor die Erntezeit schon wieder vorüber ist (wobei die Pizza bestimmt auch mit einem anderen grünen Pesto gut funktioniert).

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-2

    Bärlauchpesto (für ca. 2 Gläser):

    160 g Bärlauch
    60 g Mandeln
    70 g Parmesan
    ca. 250 ml Olivenöl
    ein paar Spritzer Zitronensaft
    Salz, Pfeffer

    Bärlauch gut waschen, trocken schütteln und grob schneiden. Die Mandeln grob hacken, den Parmesan grob reiben. Bärlauch, Mandeln, Parmesan, Zitronensaft und die Hälfte des Olivenöls in einem Mixer mittelfein pürieren. Das restliche Öl und den Parmesan hinzufügen und noch einmal kurz mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Bärlauchpesto hält sich mit Olivenöl bedeckt und gut verschlossen mindestens drei Wochen im Kühlschrank.

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-6

    Bärlauch-Pizza mit Tomaten, Rucola, Burrata und Haselnüssen (für 2 Personen):

    Für den Teig

    250 g Mehl (Type 405)
    100 ml kaltes Wasser
    60 ml dunkles Weizenbier
    10 g Salz
    3 g frische Hefe

    Für den Belag

    10 Cocktailtomaten
    20 g Haselnüsse
    6 TL Bärlauchpesto
    250 g Burrata
    2 Handvoll Rucola
    Salz, Pfeffer

    1. Da uns der Teig der Sauerkrautpizza mit Bierteig so gut schmeckt, kommt er auch hier wieder zum Einsatz. Dazu 150 g Mehl mit kaltem Wasser, Weizenbier, Salz und der fein zerbröckelten Hefe zu einem glatten, leicht zähen Teig verkneten. 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Anschließend 2 Minuten mit dem Knethaken verrühren und dann nach und nach das restliche Mehl unterkneten. Weitere 2-3 Minuten verkneten und anschließend nochmals 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Danach den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einer Kugeln formen. Die Teigkugel in einen luftdichten Behälter füllen (mindestens doppelt so groß, wie die Teigmenge) und im Kühlschrank 20-24 Stunden gehen lassen.

    2. Am nächsten Tag den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Cocktailtomaten waschen und halbieren, die Haselnüsse grob hacken.

    3. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, halbieren und daraus auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen je einen Pizzafladen formen. Jeweils einen Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Jede Pizza mit je 3 TL Bärlauchpesto bestreichen, sodass der Boden gut bedeckt ist. Die Tomaten mit Schnittfläche nach oben auf dem Boden verteilen. Die gehackten Haselnüsse über den Boden streuen. Ca. 100 g des Burratas abzupfen und auf der Pizza verteilen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Pizzen im Ofen ca. 10-12 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und der Pizzaboden an den Rändern leicht gebräunt ist.

    4. Den Rucola in der Zwischenzeit waschen und trocken schütteln. Sobald die Pizza aus dem Ofen kommt, den restlichen Burrata zerzupfen und sofort mit dem Rucola darauf verteilen.

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    Ziegenkäse-Zitronen-Ravioli mit Ofentomaten und Basilikumschaum

    Ziegenkäse-Zitronen-Ravioli mit Ofentomaten und Basilikumschaum Rezept Feed me up before you go-go-2

    Besitzt ihr auch Küchengeräte, deren Existenz ihr bisweilen völlig vergesst? Tief im hintersten Eckchen der Abstellkammer, irgendwo zwischen Popcornmaschine und Mini-Donutmaker, fristete sie ein eher klägliches Schattendasein – unsere Nudelmaschine. Aus den Augen, aus dem Sinn – daher gab es bei uns seit gut eineinhalb Jahren keine frisch gemachte Pasta mehr. Eine Schande! Glücklicherweise fiel uns Anfang des Jahres ihr wohlbehütetes Versteck wieder ein und wir kurbeln seitdem wieder fleißiger. Zwar sind selbst gemachte Nudeln natürlich nicht ganz unaufwendig, aber der Geschmack entschädigt einfach jedes Mal für die Zeit, die man an der Nudelmaschine verbringt. Und wem das Teigkneten und Plattenausrollen noch nicht aufwendig genug ist, füllt die Pasta einfach noch und bastelt daraus Ravioli oder Tortellini. Passend zu den ersten Frühlingstagen kommen bei uns Ziegenkäse-Zitronen-Ravioli mit Ofentomaten und Basilikumschaum auf den Teller. Die kräuterige Soße und die würzig-süßlichen Ofentomaten ergänzen die säuerlichen Noten der Zitronen-Ziegenkäse-Füllung perfekt und ergeben am Ende ein Gericht, von dem man sich gerne noch eine zweite (oder dritte) Portion holt. Und falls ihr von gefüllten Nudeln sowieso nie genug kriegen könnt – das nächste Tortellini-Rezept steht schon in den Startlöchern.

    Ziegenkäse-Zitronen-Ravioli mit Ofentomaten und Basilikumschaum Rezept Feed me up before you go-go-1

    Ziegenkäse-Zitronen-Ravioli mit Ofentomaten und Basilikumschaum (für ca. 4 Personen):

    Für die Ofentomaten

    400 g Kirschtomaten
    2 Knoblauchzehen
    1 Prise gemahlene Vanille oder Vanillemark
    Schale von 1/3 Bio-Zitrone, fein gerieben
    Pfeffer
    1/2 TL Meersalz
    3 EL Olivenöl

    1. Den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Tomaten waschen und in eine kleine Auflaufform geben. Die Knoblauchzehen ungeschält andrücken und zusammen mit den anderen Zutaten zu den Tomaten geben. Alles gut vermischen und 20-30 Minuten im Ofen garen. Die Tomaten sollten leicht aufgeplatzt sein. Bis zum Servieren warm halten.

    Für den Basilikumschaum

    1 kleine Zwiebel
    4 Wacholderbeeren
    7 Pfefferkörner
    1 TL Olivenöl
    1 großer Schuss Noilly Prat
    1 1/2 TL Zucker
    350 ml Gemüsebrühe
    150 g Frischkäse
    Salz, Pfeffer
    Blätter von einem großen Bund Basilikum

    1. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, die Gewürze leicht andrücken (z.B. mit dem Messerrücken). Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Mit Noilly Prat ablöschen, kurz aufkochen, dann Zucker und Gemüsebrühe hinzugeben. Alles bei mittlerer Hitze 20-25 Minuten auf die Hälfte einkochen lassen. Anschließend kurz abkühlen lassen und durch ein feines Sieb gießen, um die Zwiebel und die Gewürze herauszufiltern. Die Soße zurück in den Topf geben, abdecken und zur Seite stellen.

    2. Kurz vor dem Servieren den Topf noch einmal bei mittlerer Hitze erwärmen und den Frischkäse in die Soße einrühren. Mit Salz, Pfeffer und ggf. Noilly Prat abschmecken und vom Herd nehmen. Den Basilikum waschen und trocken schütteln, dann in die warme Soße geben und mit einem Stabmixer pürieren und schaumig aufschlagen.

    Für die Ravioli

    (Die Ravioli sind angelehnt an ein Rezept vom Kleinen Kuriositätenladen)

    Für den Teig

    300 g Mehl (Type 405) + etwas zum Bemehlen
    3 Eier
    etwas Olivenöl
    Schale von 1/2 Bio-Zitrone, fein gerieben
    Salz

    Für die Füllung

    400 g Ziegenfrischkäse
    1 Schuss Milch oder Sahne
    Schale von 1/2 Bio-Zitrone, fein gerieben
    1 ordentliche Prise Piment d’Espelette
    Salz

    Außerdem

    25 g Pinienkerne
    grob geriebener Parmesan
    etwas Abrieb einer Bio-Zitrone

    1. Für den Teig alle Zutaten zu einem glatten, festen Teig verkneten. Falls noch mehr Flüssigkeit benötigt wird, teelöffelweise Wasser hinzufügen. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank 30-40 Minuten ruhen lassen.

    2. Für die Füllung den Ziegenfrischkäse mit etwas Milch oder Sahne glatt rühren und mit Zitronenabrieb, Piment d’Espelette und Salz kräftig abschmecken. Am besten in einen Spritzbeutel füllen und bis zur Verwendung kalt stellen.

    3. Den Teig mit der Nudelmaschine bis Stufe 6 zu Bahnen ausrollen. Darauf jeweils mit genügend Abstand einen guten Klecks Frischkäsemasse geben. Mit einer zweiten Teigbahn bedecken, Luft ausstreichen und mit einem Ausstecher eurer Wahl Ravioli ausstechen. Die ausgestochenen Ravioli auf einem leicht bemehlten Backpapier aufbewahren.

    4. Einen großen Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Die Ravioli darin portionsweise ca. 4 Minuten garen. In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Öl anrösten.

    5. Auf einem Teller Ravioli, Ofentomaten und Basilikumschaum anrichten. Mit etwas übrigem Tomatenöl, Parmesan, gerösteten Pinienkernen und Zitronenabrieb bestreut servieren.

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    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-1

    Wenn ich ein Gericht heiraten dürfte, wäre es dieses! Eventuell habe ich das schon zu anderen gesagt (zu ihm ganz bestimmt und auch bei ihm war es Liebe auf den ersten Bissen). Doch diesmal meine ich es ernst! Merkwürdigerweise sind es fast immer Salate, in die ich mich phasenweise festbeiße – am liebsten gleich mehrmals die Woche. Kennengelernt haben wir uns vor etwa neun Monaten in Boston. Im völlig zurecht gehypten asiatischen Indie-Diner Myers + Chang stand er vor mir, ein kleiner unschuldiger Traum in Hellgrün, der eine wahre Geschmacksexplosion auslöste: Edamame, Fenchel, Sellerie, Petersilie, kandierte Zitrone, schwarzer Sesam. Wumms! Auch wenn die einzelnen Zutaten auf den ersten Blick vielleicht nicht wahnsinnig außergewöhnlich erscheinen, schmeckt deren Kombination so anders und überraschend, dass uns das kleine Wunderwerk der amerikanischen Köchin und Pâtissière Joanne Chang seitdem nicht mehr aus dem Kopf ging. Wie es der Zufall wollte, reisten wir drei Wochen durch die USA, ohne zu wissen, dass wir das Rezept des Edamame-Salats längst in der Tasche hatten. Bereits am Morgen zuvor hatte uns eine Mandel-Brioche im ebenfalls von Joanne Chang geführten Café Flour derart begeistert, dass wir gleich das passende Buch mitnahmen, um schließlich erst zu Hause festzustellen, dass das Rezept des besagten Salats sich auch darin befand. Ein Glückstreffer! Umso mehr hoffen wir, dass die Euphorie für diesen asiatisch angehauchten Salat auch auf euch überspringen wird. Verheiratet ist er jetzt allerdings schon.

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen Rezept Feed me up before you go-go-2

    Edamame-Fenchel-Salat mit Sellerie und kandierten Zitronen (für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptspeise):

    Für das Dressing*

    (*Natürlich könnt ihr auch gleich die doppelte Menge vom Dressing zubereiten, es hält sich verschlossen im Kühlschrank mindestens zwei Wochen)

    1 Bio-Zitrone
    100 g Zucker
    200 ml Wasser
    30 ml Reisessig
    25 ml Sojasoße
    1 EL Zucker
    1/2 EL Sesamöl
    Einige Spritzer Tabasco (oder eine andere Hot Sauce)
    Salz, Pfeffer

    1. Die Zitrone waschen, dann mit Schale in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Zitronenscheiben, Zucker und Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze ca. 1 Stunde ohne Deckel simmern lassen. Dabei ab und an umrühren. Die Zitronenscheiben sollten am Ende leicht glasig sein. Anschließend im Sirup erkalten lassen und alles bis zur Zubereitung des Dressings im Kühlschrank aufbewahren.

    2. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren, dann die kandierten Zitronen klein schneiden, inkl. des Großteils des gelierten Sirups hinzugeben und gut verrühren. Nach Geschmack mit Tabasco, Salz und Pfeffer würzen. Wer es süßer mag, gibt noch den Rest des Sirups hinzu.

    Für den Salat

    300 g TK-Edamame
    1 große Fenchelknolle
    6 Stangen Sellerie
    2 Schalotten
    1 Handvoll Petersilie
    2 TL Sesamsamen

    1. Die Edamame in Salzwasser ca. 5 Minuten kochen, dann mit kaltem Wasser abschrecken und aus der Schote lösen. Den Fenchel waschen, vierteln, vom Strunk befreien und in dünne Streifen schneiden. Den Sellerie ebenfalls waschen, dünn schneiden, dann die Schalotten schälen, halbieren und ebenso verfahren. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten.

    2. Bis auf den Sesam alles in einer Schüssel vermengen, das Dressing darübergießen, gut durchmischen und sofort mit Sesamsamen betreut servieren.

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    Wachmacher aus dem Ofen: Matcha-Mohn-Hefezopf

    Matcha-Mohn-Hefezopf_Aiya_Rezept_Feed me up before you go-go-4

    Wenn man uns fragen würde, was wir in den letzten Monaten am häufigsten gebacken haben, wäre das wohl dieser Matcha-Mohn-Zopf. Nach einem (noch etwas skeptischen) Probebacken, eroberte das hübsche Geflecht in Zartgrün unsere Herzen und Mägen im Sturm. Die unserer Kolleginnen und Kollegen dann ein paar Wochen später. Die Kombination aus luftigem Hefeteig und einer beschwipsten Mohn-Vanille-Füllung macht es einem aber auch leicht. Dazu der feinherbe Geschmack von grünem Tee und – ich bilde mir ein, dass er beim Backen nicht gänzlich verfliegt – der kleine Wachmachkick des Matchas.

    Matcha-Mohn-Hefezopf_Aiya_Rezept_Feed me up before you go-go-3

    Für diejenigen (wie mich!), die zwar gerne mal mit Matcha kochen oder backen wollen, aber dafür nicht unbedingt ihren wertvollsten Grüntee opfern möchten (kostet ja schließlich ein kleines Vermögen), gibt es von Aiya einen Matcha, der extra für den kulinarischen Einsatz gedacht ist: den Bio-Premium Matcha for Cooking Fuku. Ist der Teig beim Kneten noch intensiv grün, verliert er während des Backens ein wenig an Farbigkeit und der Hefezopf erhält ein zartes Pistaziengrün. Doch eine leichte Matcha-Note schmeckt man auch nach dem Backen noch gut heraus. Wer den japanischen grünen Tee doch lieber in flüssiger Form zu sich nehmen möchte, aber bei der Fülle an unterschiedlichen Matcha-Sorten nicht mehr durchblickt, ist als Einsteiger_in sicherlich mit dem Aiya Bio-Ceremonial Matcha Hikari glücklich zu stimmen. Der intensiv grüne Hikari hat eine recht milde, fruchtige Note mit leichter Süße, die dennoch den typischen herb-grasigen Matcha-Geschmack durchblicken lässt. Am liebsten mag ich ihn als Matcha Latte.

    Habt ihr auch schon mal mit Matcha gebacken? Dann her mit euren Lieblingsrezepten!

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    Matcha-Mohn-Hefezopf (für eine Kastenform):

    Für den Teig

    1/2 Hefewürfel
    120 ml lauwarme Milch
    400 g Mehl + etwas Mehl zum Ausrollen
    75 g Zucker
    1-2 TL Matcha
    1 Prise Salz
    1 Ei
    70 g weiche Butter

    Für die Füllung

    80 g Mohn
    140 g Milch
    30 g Zucker
    20 g Honig
    20 g Butter
    20 g Hartweizengrieß
    1 kleines Ei
    Mark einer Vanilleschote
    1 guter Schuss Amaretto

    1. Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Matcha und Salz vermischen. Ei und Butter dazugeben und die Milch mit der Hefe eingießen. Alles gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann 1 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

    2. Mohn mit Milch, Zucker, Honig, Butter und Hartweizengrieß in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmen, aber nicht richtig kochen lassen.

    3. Wenn die Masse andickt, vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Dann das Ei einrühren und noch einmal kurz erhitzen. Vom Herd nehmen und das Vanillemark und den Amaretto unterrühren. Die Masse vor der Weiterverwendung etwas abkühlen lassen.

    4. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Jetzt geht’s ans Rollen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den aufgegangenen Hefeteig mit einem Nudelholz möglichst rechteckig ausrollen (ca. 30 x 40 cm). Den Teig mit der Mohnmasse bestreichen, dabei rundherum einen schmalen Rand frei lassen. Den Teig von der kurzen Seite her vorsichtig aufrollen. Von beiden Enden ca. 1 cm abschneiden, damit die Rolle gleichmäßig endet. Dann die Teigrolle in der Mitte der Länge nach halbieren, sodass zwei lange Teigstränge entstehen, die jeweils zur Mitte eine offene Seite haben. Die offenen Seiten nach oben drehen und beide Stränge kompakt miteinander verflechten. Den Hefezopf vorsichtig in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform heben und auf mittlerer Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Matcha-Mohn-Zopf mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Den Zopf aus dem Ofen holen und mitsamt des Backpapiers aus der Form heben. Erst wenn er vollständig abgekühlt ist, lässt sich der Zopf problemlos in Scheiben schneiden.

    Matcha-Mohn-Hefezopf_Aiya_Rezept_Feed me up before you go-go_neu-1

    Werbung: Vielen Dank an Aiya, die uns verschiedene Matcha-Sorten freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    #Synchronburger: Vegetarischer Winterburger mit Kürbis-Maronen-Haselnuss-Patty, Cranberry-Birnen-Chutney und Camembert

    Vegetarischer Winterburger Kürbis-Maronen-Patty Cranberry-Chutney Camembert Rezept Feed me up before you go-go-1

    Etwas Schreckliches ist passiert! Unwiderruflich und nicht wiedergutzumachen. Und auch ein bisschen peinlich: Beim Blick ins Blogarchiv mussten wir feststellen, dass wir in diesem Jahr erst EIN Burgerrezept gepostet haben. Und das schon im März. Also ganze neun Monate Burgerstille. Warum hat denn niemand was gesagt?? Wir müssen uns wohl aufrichtig bei unseren Leser_innen für unsere Nachlässigkeit in Sachen Burgerentwicklung entschuldigen. Wenn wir es genau nehmen, müssen wir uns eigentlich ganz grundsätzlich für unsere Nachlässigkeit entschuldigen. 2015 war blogtechnisch kein besonders produktives Jahr, wir haben gut ein Drittel Blogartikel weniger veröffentlicht als noch 2014 und es so im Durchschnitt auf nicht einmal einen Post pro Woche gebracht. Urgs. Zwar könnten die Monsterbeiträge zu unseren USAUrlauben gut und gerne jeweils als drei Artikel durchgehen, aber eine gute Ausrede ist das auch nicht. Ganz nüchtern betrachtet kostet es einfach viel Zeit, den Blog aktuell zu halten. Nicht nur das Tippen der Beiträge, sondern auch das Entwickeln neuer Rezepte, diese in mehreren Durchgängen zu perfektionieren und dann auch noch halbwegs fotogen und bei Tageslicht auf den Teller zu bringen. Wenn sich das Jahr dann auch noch jobtechnisch überschlägt – inklusive Jobwechsel und diversen (Dauer-)Stressphasen -, bleiben abends oft weder Zeit noch Lust für den Blog übrig. Wir möchten uns deswegen bedanken, dass ihr uns trotzdem die Treue haltet, hier fleißig kommentiert, unsere Rezepte nachkocht oder uns mit Fragen zu Reisen löchert. Das wissen wir zu schätzen!

    Und weil der letzte Burger nun schon neun Monate zurückliegt, kommt hier das Rezept für unser ultimatives Winter-Wonder-Burger-Land! Gemeinsam mit einigen anderen Foodblogger_innen haben wir letzte Woche zum Thema „Winterburger“ synchrongeburgert (am besten gleich bei Instagram nach #synchronburger suchen, dort findet ihr auch die Beiträge der anderen Teilnehmer_innen) und eine vegetarische Burgervariante kreiert, die perfekt zur Jahreszeit passt. Ein nussiges Patty, fruchtiges Chutney, knackiger Rotkohl und zerfließender Camembert. Wer kann uns denn da noch böse sein?

    Vegetarischer Winterburger Kürbis-Maronen-Patty Cranberry-Chutney Camembert Rezept Feed me up before you go-go-2

    Vegetarischer Winter-Burger mit Kürbis-Maronen-Haselnuss-Patty, Cranberry-Birnen-Chutney und Camembert (für 4 Burger):

    Für 8 Brioche-Buns (nach dem Rezept von Uwe)

    200 ml warmes Wasser
    3 EL warme Milch
    2½ EL Zucker
    2 TL Trockenhefe
    2 Eier
    425 g Mehl Type 550
    60 g Mehl Type 405
    1½ TL Salz
    80 g weiche Butter
    Sesam oder Mohn

    Für das Cranberry-Birnen-Chutney

    1 daumengroßes Stück Ingwer
    1 kleine rote Zwiebel
    200 g Cranberries
    ½ Birne
    1 EL Olivenöl
    170 g Zucker
    120 ml Wasser
    1½ EL Cranberryessig (oder Rotweinessig)
    1 Zimtstange
    Salz, Pfeffer

    Für die Patties

    30 Maronen (= ca. 200 g geschält)
    1 kleine Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    Olivenöl
    50 ml Rotwein
    50 ml kräftige Gemüsebrühe
    200 g Hokkaido-Kürbis
    25 g gehackte Haselnüsse
    1 Möhre
    35 g Haferflocken
    25 g Hartweizengrieß
    2 EL (+ einen Teller voll zum Panieren) Semmelbrösel
    Muskatnuss, Salz, Pfeffer

    Außerdem

    125 g Camembert
    1 große rote Zwiebel
    2 große Handvoll Rotkohl (in feine Streifen geschnitten)
    1 EL Apfelessig (oder einen anderen Fruchtessig)
    1 EL Ahornsirup
    ggf. Senf

    1. Für die Buns das warme Wasser, die warme Milch und den Zucker mit der Hefe in einer Schüssel vermischen. Etwa 15 Min. gehen lassen. In der Zwischenzeit ein Ei leicht aufschlagen. Die beiden Mehlsorten mit dem Salz in einer zweiten Schüssel vermischen. Die weiche Butter zufügen und die Masse mit den Fingern verkneten, bis sich kleine Krumen gebildet haben. Anschließend die Hefe-Mischung und das Ei untermischen, bis die Masse klumpt. Den Teig 10 Min. kräftig kneten, bis er seidig glänzt, dann etwa eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

    2. Aus dem Teig acht Brötchen formen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und nochmals eine Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 200°C vorheizen, eine ofenfeste Schüssel Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Das zweite Ei mit 1 EL Wasser vermischen, die Buns damit bestreichen und mit Sesam oder Mohn bestreuen. Die Burger-Buns etwa 15 Min. im Ofen backen, bis sie goldbraun sind. Auskühlen lassen. Wenn ihr nicht alle Buns gleich verwenden möchtet, könnt ihr sie auch super einfrieren. Nach dem Auftauen sind sie noch genauso fluffig wie die frischen aus dem Ofen.

    3. Für das Chutney den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Zwiebel häuten und in feine Ringe oder Stücke schneiden. Die Cranberries waschen, die Birnenhälfte schälen und in Stückchen schneiden. Das Öl in einen Topf geben und erhitzen. Darin Ingwer und Zwiebel anschwitzen, dann Cranberries hinzufügen und kurz mitbraten. Zucker, Wasser, Essig und Zimtstange dazugeben und alles gut verrühren. Bei niedriger Hitze in ca. 15 Min. zu einer eingedickten Soße einkochen. Nach der Hälfte der Einkochzeit die Birnenstückchen unterrühren. Die Zimtstange herausnehmen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    4. Für die Patties den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Maronen an der Oberseite kreuzweise einschneiden, auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Min. rösten, bis sich die eingeschnittenen Spitzen öffnen und leicht nach außen biegen. Noch heiß schälen, dabei verdorbene oder steinharte Exemplare aussortieren (in der Mengenangabe sind schon ca. 20% berücksichtigt).

    5. Zwiebel und Knoblauch schälen, die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch hacken. Reichlich Olivenöl in einen kleinen Topf geben und Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze einige Minuten braten, bis sie Farbe angenommen haben. Mit ½ TL Salz bestreuen, mit Rotwein und Gemüsebrühe ablöschen. Etwa 10 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sämig eingekocht ist. Währenddessen den Kürbis waschen, entkernen und mitsamt der Schale grob reiben. Die Kürbisraspel zum eingekochten Zwiebelsud geben, die Hitze wieder etwas erhöhen und unter Rühren ca. 5 Min. weich kochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

    6. Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die Möhre schälen und grob raspeln. Die geschälten Maronen hacken. Alles zusammen mit Haferflocken, Hartweizengrieß und Semmelbröseln in eine Schüssel geben und mit den Händen gut durchkneten. Kräftig mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren – kalt lassen sich die Patties besser formen.

    7. Jetzt den Camembert mit einem scharfen Messer in vier runde Scheiben schneiden (das funktioniert am besten, wenn der Käse flach aufliegt). Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden und den Rotkohl in einer Schüssel mit Apfelessig und Ahornsirup vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

    8. Aus der Patty-Masse vier Patties in Größe der Burgerbrötchen formen, in einem Teller mit Semmelbröseln von allen Seiten panieren und vorsichtig abklopfen In einer beschichteten Pfanne ordentlich Olivenöl erhitzen. Die Patties von jeder Seite ca. 3-4 Min. anbraten. Nach dem Wenden mit einer Scheibe Camembert belegen und die Pfanne mit einem Deckel schließen, damit der Käse besser schmelzen kann.

    9. Die Burgerbrötchen aufschneiden, ggf. anrösten. Die untere Hälfte mit Chutney bestreichen, auf die obere Hälfte, je nach persönlichem Geschmack, etwas süßen oder scharfen Senf geben. Dann das Patty mit dem Käse auflegen, darauf noch ein wenig Chutney verteilen und mit Rotkohl und Zwiebelringen abschließen. Guten Appetit!

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    Saisonfutter: Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Ketchup

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go neu-2

    Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber bei uns ist das Kochen stark von den Jahreszeiten beeinflusst. Zum einen versuchen wir, möglichst saisonal einzukaufen (ohne dabei zu dogmatisch zu sein), was uns im Herbst z.B. wöchentlich Kürbisgerichte beschert, weil wir so viel wie möglich mitnehmen möchten, bis die Zeit der gelb-orangen Knubbelgewächse wieder vorbei ist. Zum anderen passen bestimmte Gerichte einfach nicht zu gewissen Temperaturen. Bei 35°C einen dampfenden, deftigen Eintopf zusammenzurühren, gehört nicht gerade zu den attraktivsten Vorstellungen. Gleichzeitig locken mich leichte, frische Salate auch nicht in die Küche, wenn draußen grauer Himmel und Schneematsch dominieren. Ein Gericht, das deswegen bei uns nur in der kälteren Jahreshälfte das Licht der Welt erblickt, sind diese Polenta-Pommes nach einem Rezept von Pete Evans. Es ist einfach nicht besonders angenehm, bei sommerlichen Temperaturen zu frittieren (einzige Ausnahme: die berühmten Freibad-Pommes – aber da muss man ja zum Glück nicht selbst ran …), daher bietet ein kühler Herbsttag, an dem morgens schon der erste Raureif an den Blättern nagt, die ideale Voraussetzung für die knusprigen Polenta-Sticks. Dabei sind die Pommes erstaunlich luftig, und zusammen mit den selbst gemachten Soßen kommt sogar etwas Mittelmeerfeeling auf. So lässt sich auch die Vorstellung leichter ertragen, dass der nächste Sommer noch mehrere Monate entfernt ist (nein, wir sind wahrlich keine Wintermenschen!).

    Welches Gericht steht bei euch denn gerade hoch im Kurs?

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Soße Rezept Feed me up before you go-go-3

    Polenta-Pommes mit Aioli und Tomaten-Apfel-Ketchup (für 4 Personen):

    Für die Polenta:

    20 g Butter
    225 g Polenta
    100 g fein geriebener Parmesan
    ca. 1 l Pflanzenöl
    75 g Mehl
    Eine Handvoll frische Petersilie
    Salz, Pfeffer

    1. Für die Polenta 1,5 l Wasser mit der Butter in einem Topf erhitzen, bis es ganz leicht köchelt. 250 g Polentagrieß unter ständigem Rühren ins Wasser geben und die Masse dann 6-8 Min. bei niedriger Hitze garen. Der Brei sollte sich am Ende leicht vom Topfrand lösen. Vom Herd nehmen und 50 g geriebenen Parmesan unterrühren sowie mit Salz und Pfeffer würzen.

    2. Eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) mit Alufolie auslegen, die Polenta einfüllen und glatt streichen. Ca. 1 Std. lang vollständig auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Soßen zubereiten.

    3. Die feste Polentamasse auf ein Schneidebrett stürzen, die Alufolie entfernen und in ca. 5 x 2 cm große Pommes schneiden.

    4. Das Öl in einer Fritteuse oder einem Topf auf 180°C erhitzen (als Test einen Holzkochlöffel in den Topf halten, wenn das Öl Blasen wirft, ist die passende Temperatur erreicht). Das Mehl und die restlichen 75 g Polentagrieß in einer Schüssel vermengen und die Polentapommes vorsichtig darin wenden. Anschließend portionsweise im heißen Öl 2-3 Min. goldgelb ausbacken und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    5. Die Petersilie waschen und fein hacken und gemeinsam mit dem restlichen Parmesan über die fertigen Pommes streuen. Sofort mit den beiden Soßen servieren.

    Für die Aioli:

    2 Knoblauchzehen
    30 ml gutes Olivenöl
    4 frische Eigelbe
    1 TL Dijonsenf oder süßen Senf (je nach Vorliebe)
    1 EL Zitronensaft
    170 ml Pflanzenöl
    Salz, Pfeffer

    1. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin anrösten, bis er leicht angebräunt ist. Die Knoblauchscheiben aus der Pfanne holen, das Öl aufbewahren und abkühlen lassen.

    2. Eigelbe, Knoblauchscheiben, Senf, Zitronensaft und eine Prise Salz in einen hohen Becher geben und mit dem Stabmixer durchpürieren. Das Pflanzenöl mit dem Olivenöl aus der Pfanne mischen. Dann bei laufendem Mixer das Öl in einem dünnen stetigen Strahl hinzugießen, dabei den Mixer ganz langsam nach oben ziehen. Wenn eine cremige Emulsion entstanden ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Für den Tomaten-Apfel-Ketchup:

    1 große Zwiebel
    3 Knoblauchzehen
    6 Zweige Thymian
    3 Zweige Rosmarin
    1 grüner Apfel
    500 g Tomaten
    4 EL Tomatenmark
    180 ml passierte Tomaten
    1 EL Balsamicoessig
    Olivenöl
    Salz, Pfeffer, Zucker

    1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, den Knoblauch schälen und fein hacken, Thymian und Rosmarin ebenfalls fein hacken. Den Apfel mit Schale grob reiben. Die Tomaten in grobe Stücke schneiden.

    2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter darin bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie Farbe angenommen haben. Dann Tomaten und Apfel hinzufügen und einige Minuten einköcheln lassen. Anschließend Tomatenmark, passierte Tomaten und Balsamicoessig hinzufügen, aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze ca. 20 Min. einkochen lassen.

    3. Die Soße etwas abkühlen lassen, mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Wenn der Ketchup besonders fein sein soll, abschließend noch durch ein Sieb passieren. In saubere Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren (hält sich ca. 1-2 Wochen).

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    Kochen in Orange: Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce und Kürbiskernen

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-1

    Waaas, schon 26 Tage Oktober und noch kein Kürbisrezept gepostet? Die Suchanfragen auf dem Blog quellen über vor Kürbis-Content, in unserer Küche befinden sich zur Zeit immer ein oder zwei Notfallkürbisse und es vergeht kaum eine Woche, in der unser Kürbishunger nicht gestillt werden möchte. Kürbisbeschallung von allen Seiten! Bevor wir also von der Foodblog-Polizei eins überkriegen, beugen wir uns dem Kürbisdruck und haben für euch heute ein simples, aber äußerst süchtig machendes Rezept, das wir vor einigen Wochen bei Cookie + Kate entdeckt haben und seitdem in etwas abgewandelter Form regelmäßig auf unserem Teller landet: Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce und gerösteten Kürbiskernen.

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-2

    Und falls euer Kürbisjieper nach weiteren Rezepten verlangt, sei euch unser Kürbisarchiv ans Herz gelegt:

    Pumpkin Spice Latte

    Pumpkin Spice Martini

    Salat mit Belugalinsen, Ofenkürbis, Schafskäse und Orangendressing

    Kürbis-Zwiebel-Kuchen

    Ricotta-Kürbis-Cannelloni

    Kürbis-Mango-Curry mit Basilikum

    Kürbisrisotto mit Ricotta und gerösteten Maronen

    Zitronenrisotto mit Ofenkürbis

    Kürbis-Buttermilch-Cupcakes mit Vanille-Frosting

    Kürbis-Walnuss-Cupcakes mit Zimt-Frosting

    Kürbishappen

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-3

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Sauce und gerösteten Kürbiskernen (für zwei Personen):

    350 g Butternut-Kürbis (geschält)
    1 kleine Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    3 TL Olivenöl
    200 ml Gemüsebrühe
    260 g Pasta
    2 EL Kürbiskerne
    1 große Handvoll frische Salbeiblätter
    1 TL Schmand
    ¼ TL Piment d’Espelette
    Salz, Pfeffer
    Etwas frischer Parmesan

    1. Den geschälten Kürbis in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und jeweils fein würfeln. 2 TL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zuerst die Zwiebel kurz darin anbraten, dann Kürbis und Knoblauch hinzufügen und ca. 5 Min. unter Rühren anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles 15 Min. köcheln lassen.

    2. In der Zwischenzeit Nudeln in einem Topf Salzwasser gar kochen. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Die Salbeiblätter ebenfalls in einer Pfanne, aber in 1 TL Öl knusprig braten. Kürbiskerne und Salbei beiseitestellen.

    3. Wenn der Kürbis weich gekocht ist, mit dem Pürierstab durchgehen und alles im Topf zu einer homogenen Sauce pürieren. Den Schmand hinzufügen, die Hälfte der Salbeiblätter unterrühren. Alles mit Piment, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer die Sauce nicht ganz so dickflüssig möchte, gibt noch etwas Nudelwasser dazu. Anschließend die Nudeln direkt aus dem Kochwasser in den Topf mit der Kürbisauce geben und alles gut miteinander vermischen.

    4. Die Pasta auf zwei Teller verteilen, mit restlichen Salbeiblättern und den gerösteten Kürbiskernen bestreuen. Zum Schluss noch etwas frischen Parmesan darüberreiben.

    Tipp: Das Gericht lässt sich leicht veganisieren, indem man den Schmand durch einen Schuss Sojasahne ersetzt und den Käse weglässt.

    Pasta mit Kürbis-Salbei-Soße und gerösteten Kürbiskernen Rezept Herbst Feed me up before you go-go-4

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    Auf Vorrat: Rote-Bete-Relish

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-3

    Als meine Kollegin letztens in den Urlaub fuhr, hat sie uns netterweise ihre Kiste vom Kartoffelkombinat überlassen. Dahinter verbirgt sich nicht einfach eine normale Abo-Gemüse-Kiste, sondern vielmehr die Teilhaberschaft an einer Obst- und Gemüse-Genossenschaft. Das bedeutet, dass man keine feste Menge an Obst und Gemüse bekommt, sondern sich der Anteil vielmehr an den Ernteerträgen orientiert. Dementsprechend ist der Inhalt der Kiste noch stärker saisonal ausgerichtet als bei anderen Anbietern und wir hatten plötzlich eine große Menge Rote Bete zu verarbeiten (anscheinend war die Ernte besonders gut verlaufen).

    Wir mögen Rote Bete zwar sehr, verwenden die erdigen Knollen aber eher in Maßen. Nachdem wir also unser Standard-Pastarezept gekocht und Flammkuchen damit belegt hatten (auch sehr zu empfehlen!), war unser Hunger auf Rote Bete vorerst gestillt. In weiser Voraussicht, dass dieser jedoch bald wiederkommen würde, haben wir kurzerhand eingekocht. Dieses Relish ist der perfekte Begleiter durch den Winter; es lässt sich z.B. wunderbar mit Käse auf einer Scheibe Brot kombinieren, für einen winterlichen Burger verwenden oder mit angebratenem Nusstofu in eine kleine Vorspeise verwandeln. Wer kein Fan von Roter Bete ist, sollte das Relish dennoch probieren, denn der erdige Geschmack wird durch die Apfel- und Tomatenaromen gut im Zaum gehalten.

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-2

    Rote-Bete-Relish (für ca. 1 l Relish):

    500 g gekochte und geschälte Rote Bete
    3 kleine Äpfel (ca. 350-400 g)
    130 g Zucker
    150 ml Apfelessig
    100 ml Apfelsaft
    3 EL Tomatenmark
    2 EL Balsamicoessig

    1. Die Rote Bete grob raspeln (dabei am besten Handschuhe anziehen!). Die Äpfel waschen und ebenfalls bis auf das Kerngehäuse raspeln. Äpfel und Rote Bete zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben, verrühren, aufkochen und ca. 20-30 Min. bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Die Masse sollte schön angedickt sein.

    2. Die Rote-Bete-Apfel-Mischung noch heiß in sterilisierte Gläser füllen, Deckel zudrehen, umdrehen und 5 Min. auf dem Kopf stehen lassen. Anschließend abkühlen lassen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

    Rote-Bete-Relish Rezept Feed me up before you go-go-4

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