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Selbstgemacht

    Gebacken, Gekocht, Geteilt, Getrunken

    PAMK liegt in der Luft

    Düdelüü … in der Weihnachtsschickerei gibt es manche Leckerei … Vorbildlich und früher denn je sind wir der kulinarischen Weihnachtsproduktion verfallen. Schuld daran sind die drei netten Weihnachtselfen von Post aus meiner Küche. Nach 3 verpassten Runden haben wir es auch endlich geschafft, uns rechtzeitig anzumelden. Yay! Und dann noch zu so einem tollen Thema: in der Weihnachtsschickerei. Da liefen gleich alle Geschmacksnerven Amok und am liebsten hätten wir 20 verschiedene Küchengeschenke in unser Päckchen gequetscht. Gut, dass die Vorweihnachtszeit noch etwas anhält und genügend Zeit für weitere Adventsexperimente lässt.

    Da die PAMK-Tauschwoche mit unserem Berlin-Trip kollidierte,  wurde die feed me up-Küche bereits letzte Woche in eine Weihnachtsbraterei, -mixerei , -einkocherei und –bäckerei verwandelt. Manches ging zwar schief (bye-bye Du leckerer Himbeer-Marshmallow-Auflauf – Du hättest Dich aber auch wenigstens mal anstrengen können, fest zu werden!), aber auf die allerletzte Minute machte sich vergangenen Freitag schließlich doch noch ein winterlich gefülltes Paket auf den Weg zu unserer Tauschpartnerin nach Bautzen. Da es dort mittlerweile (sogar unversehrt) angekommen ist und die liebe Janina beglücken konnte, ist es Zeit für eine erste Sneak Peek in unsere Weihnachtsschickerei. In den kommenden Posts werden wir euch den Inhalt samt Rezepten genauer vorstellen – heute aber erst mal ein kleiner Überblick.

    Ins Päckchen geschafft haben es:

    White Chocolate Almond Cookies

    Christmas Punch Jam

    Gebrannte Zimtmandeln

    Home made Baileys (Yvette van Boven-Style)

    Da der Weg in die große weite Welt (= Berlin) so lang war, haben wir uns die Fahrt dorthin mit den Überbleibsel unserer Kreationen versüßt und kurzerhand etwas Weihnachtsmarktstimmung im Zugabteil verbreitet.

    Gestern kam die Nachricht, dass das Paket für uns auf dem Weg sei – wahrscheinlich werden wir den ganzen Tag hüpfend vor der Tür verbringen und warten, bis es endlich klingelt. Hui-ui-ui, sind wir gespannt!

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    Gebacken, Gekocht, Getestet

    Fruchtig durch den Winter mit Maronensalat und Himbeer-Vanille-Waffeln + Give-Away

    Um auf dem hartumkämpften Lebensmittelmarkt zu bestehen, muss man sich – gerade als junges Unternehmen – ganz schön was ausdenken. Der Trend geht zwar zu lokal produzierten Produkten, am besten noch mit dem halben Acker an der Wurzel, aber es hat ja nicht jeder einen Bauernhof geerbt. Die Berliner von Spice for Life haben deswegen beschlossen, Obst zu Pulver zu verarbeiten. Fruchtpulver nennt sich das dann, kommt in stylischen, quadratischen Päckchen daher und soll uns auch im Winter mit dem Geschmack von Himbeeren, Maracujas oder Mangos versorgen. Die Früchte werden dazu gefriergetrocknet, vom lästigen Wasser befreit und dann fein gemahlen. Herauskommt laut Waschzettel ein „Maximum“ an „natürlichem Geschmack“.

    Das macht natürlich neugierig, denn wer möchte nicht auch im Dezember Himbeergeschmack in seine Gerichte integrieren? Entdeckt haben wir das Bio-Fruchtpulver auf der eat&style – dort hat uns auch der nette junge Herr von Spice for Life drei Packungen des brandneuen, magischen Pülverchen zur Verfügung gestellt (nochmals vielen Dank!!). Eine haben wir für einen ausführlichen Test genutzt, die beiden anderen geben wir im Rahmen unseres Bloggeburtstags an euch weiter! Mit ein wenig Glück könnt ihr also auch bald in der Küche stehen und euer Leben etwas fruchtiger gestalten.

    Ausprobiert haben wir das Himbeerpulver in verschiedenen Variationen: In Form eines Salatdressings, als Vanille-Himbeer-Waffeln und in einem Smoothie. Ganz schön viel Aufregung für so ein junges Ding, aber wir wollten euch ja ausführlich über die Verwendungsmöglichkeiten informieren.

    Winterlicher Salat mit Maronen und Himbeerdressing (für zwei Personen):

    1 Packung Feldsalat
    10 Maronen
    eine Handvoll Pilze
    3 Frühlingszwiebeln

    Für das Dressing:
    6 EL Walnussöl
    2 EL Weißweinessig
    1 TL Senf
    2 TL Honig (oder 1 TL brauner Zucker)
    3 EL Joghurt
    2 TL Himbeerpulver + 1 TL zum Bestreuen
    Salz, Pfeffer

    1. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Salat waschen, die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden, die Pilze säubern und vierteln. Die Maronen kreuzförmig einschneiden und im Ofen ca. 20 Min. garen.

    2. Für das Dressing alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    3. Die Maronen aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen, danach schälen und grob hacken. Die Pilze in einer Pfanne kurz anbraten und salzen und pfeffern. Den Salat auf zwei Tellern verteilen. Pilze, Zwiebeln und Maronen darauf anrichten und das Dressing darüber geben. Mit dem restlichen Himbeerpulver bestreuen und servieren.

    Vanille-Himbeer-Waffeln mit Himbeer-Mascarpone-Topping (für 10 Waffeln ⌀ 18 cm):

    150 g weiche Butter
    80 g Zucker
    1 TL Vanillearoma
    3 Eier
    200 g Mehl
    ½ TL Backpulver
    250 ml Milch
    3 TL Himbeerpulver

    100 g Mascarpone
    2-3 EL Milch
    1 Päckchen Vanillezucker
    2 TL Himbeerpulver

    1. Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren, Vanillearoma dazugeben.

    2. Mehl, Backpulver und Himbeerpulver vermischen und abwechselnd mit der Milch einarbeiten. Den Teig danach etwa 20 Min. gehen lassen.

    3. Mascarpone mit etwas Milch glatt rühren, Vanillezucker und Himbeerpulver einrühren.

    4. Ein Waffeleisen vorheizen und mit Öl bestreichen. 3-4 EL Teig auf die Backfläche geben und goldgelb backen.

    5. Die warmen Waffeln mit der Himbeermascarpone servieren.

    Die Verarbeitung des Fruchtpulvers hat prima geklappt – gerade für den Salat war so ein Himbeer-Frische-Boost genau richtig. Beim Verbacken muss man allerdings schon eine ordentliche Menge des Pülverchens untermischen, damit der Geschmack gut durchkommt. Zu den Waffeln hat die leichte Himbeernote perfekt gepasst, sicherlich lassen sich auch Kekse, Glasuren und Frostings prima mit dem Pulver aufpimpen. Wir werden auf jeden Fall damit noch weiter in der Küche experimentieren!

    Das Bio-Fruchtpulver könnt ihr online auf der Spice for Life-Website bestellen (bis Ende 2012 sogar versandkostenfrei!). Ein Päckchen mit 40 g gibt es zum Preis von 6,90 bzw. 7,90€.

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    Gekocht, Gelesen

    Irischer Winter: Ofenrisotto à la Yvette van Boven + Give-Away

    Im Moment stapeln sich die neuen Kochbücher im Hause feed me up. Als ob wir nicht schon genug davon hätten und Platz im Bücherregal ist ohnehin schon längst nicht mehr. Aber an gewissen Werken kann man irgendwie nicht vorbeigehen. So auch bei Yvette van Bovens Kochbuch „Winter. Home Made„. Das Cover hatte uns auf der Frankfurter Buchmesse sofort angezogen und der erste Eindruck beim Durchblättern war „da würde ich gerne mal länger drin lesen“! Passend zum kommenden Wintereinbruch hat uns der DuMont Verlag netterweise ein Exemplar für die dunkle Jahreszeit zur Verfügung gestellt, und bei unserem Geburtstagsgewinnspiel könnt ihr ebenfalls eins abstauben.

    Yvette van Boven ist eine zwischen Paris und Amsterdam (wo sie ein Restaurant betreibt) pendelnde Köchin, Designerin und eben auch Kochbuchautorin. Aufgewachsen ist sie allerdings in Irland und ihre Wurzeln hat sie in diesem Kochbuch kulinarisch verarbeitet. Dem etwas kühleren Klima Irlands ist es auch geschuldet, dass sie das Buch dem Winter gewidmet hat (ein weiteres Buch zum Sommer wird folgen). Ich hatte mir ehrlich gesagt noch nie großartig Gedanken darüber gemacht, was man in Irland so konsumiert. Vielleicht Whisky mit Kerrygold-Butter? Schafsköpfe sind ja eher eine schottische Spezialität, glaube ich. Wenn man die Rezepte des 250 Seiten dicken Werkes als Anhaltspunkt nimmt, bestimmen deftige Gerichte, heiße Getränke, weihnachtliche Kekse und viele Suppen und Eintöpfe die irischen Esstische. Einiges scheint wirklich der traditionellen irischen Küche zu entstammen, aber viele Gerichte kommen mit einem modernen Kniff, man merkt der Autorin ihr Jetset-Leben definitiv an.

    Impressionen aus dem Inneren: Nusscreme, Baileys, Salat mit Feigen und flambierter Plumpudding.

    Besonders gut gefallen an der Aufmachung des Buches haben mir die vielen Zeichnungen. Yvette van Boven kann – im Gegensatz zu mir – nicht nur kochen, sondern auch zeichnen. Neid! Sie kann das sogar ziemlich gut und so sind manche Rezepte nicht klassisch getippt, sondern handgeschrieben und -gezeichnet. Überhaupt merkt man, dass sie sich viel Mühe mit der Gestaltung des Buches gegeben hat. Auch der Verlag hat sich nicht lumpen lassen und dem Buch einen dicken Einband, festes und griffiges Papier und ein Lesebändchen spendiert. Neben vielen großformatigen Rezeptfotos (ab und zu gibt es auch mal Step-Fotos) finden sich im ganzen Buch Aufnahmen, die die Winterstimmung gut vermitteln. Leider haben alle Bilder diesen gewissen Instagram-Charme, sehen also aus wie die vergilbten Fotos aus den Fotoalben meiner Eltern. Bei den Nicht-Food-Fotos mag das noch ganz schön sein, die Farben passen ja auch gut zum Winterthema. Beim Essen geht diese Konsistenz im Design manchmal leider zulasten der Appetitlichkeit, manches ist einfach zu dunkel und sieht zu sehr nach Handykamera aus. Aber wie schon gesagt, es passt natürlich zum Gesamtkonzept des Buches. Und wie schreibt Yvette selbst im Vorwort: „Ein Kochbuch sollte nämlich meiner Meinung nach […] eine bestimmte Stimmung ausstrahlen, durch die Sie Lust bekommen, sich in der Küche an die Arbeit zu machen.“ Die Stimmung ist bei mir auf jeden Fall angekommen und Lust aufs Kochen habe ich trotz dunkler Fotos auch bekommen. Mission erfüllt würde ich sagen!

    Frisch aus dem Ofen.

    Nun aber zum wirklich Wichtigen, den Rezepten. Bisher habe ich das Ofenrisotto mit Gruyère und knuspriger Brotkruste nachgekocht. Da ich keinen Blumenkohl bekommen habe, kaufte ich notgedrungen Brokkoli. Egal, den essen wir sowieso lieber. Geschmeckt hat es auch trotz reduzierter Käsemenge (ich habe nur 100 g genommen, das war immer noch käsig genug) und die Zubereitung im Ofen ist wirklich total einfach. Zwar ist es nicht ganz so cremig wie ein liebevoll gerührtes Risotto, aber dafür hat man nebenbei viel Zeit. Die kann man nutzen, um noch schnell einen selbst gemachten Baileys zu mischen. Dann flutscht auch der Käse besser.

    Ofenrisotto mit Gruyère und knuspriger Brotkruste (für zwei Personen):

    1 Kopf Brokkoli (500 g)
    1 EL Olivenöl
    1 Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    200 g Risottoreis
    125 ml Weißwein
    500 ml Gemüsebrühe
    200 g geriebener Gruyère (Emmentaler oder Bergkäse gehen auch)
    2-3 Scheiben trockenes Weißbrot

    1. Brokkoli putzen und in gleichmäßige Röschen teilen. In kochendem Wasser 2-3 Min. vorkochen und abgießen. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

    2. Das Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten, den Knoblauch dazu und 1 Min. mitbraten. Dann den Risottoreis 2 Min. unter ständigem Rühren andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und die Brühe hinzufügen. Brokkoli und Käse unterrühren, mit einem Deckel abdecken und für 25 Min. in den Ofen stellen.

    3. Das trockene Brot mit einem Messer fein hacken und nach 25 Min. den Deckel abnehmen und das Brot auf dem Risotto verteilen. Für weitere 5-10 Min. im Ofen lassen, bis sich eine knusprige, braune Kruste gebildet hat.

    Fazit: Ein wunderschönes Kochbuch, dem man die persönliche Handschrift der Autorin auf jeder Seite anmerkt. Trotz der etwas zu dunklen Bilder eine klare Empfehlung und auf den 250 Seiten sollten sich genügend Köstlichkeiten finden lassen, die einen durch den fiesen kalten Winter bringen. 4½ von 5 Whiskyflaschen.

    Yvette van Boven: Winter. Home Made DuMont Verlag, Köln 2012.
    € 29,95 / ISBN 978-3-8321-9460-4

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    Gekocht, Gelesen

    Mit Trippelschritten Richtung Winter: Mandelsüppchen mit Milchschaum & Croûtons + Give-Away

    Der Kopf brummt! Und das schon seit Tagen. Vielleicht liegt’s am nass-trüben Herbstwetter, das sich so langsam schon recht winterlich anfühlt? Und dabei sollte ich doch in Anbetracht unserer Geburtstagswoche in Feierlaune sein! Aber da kann bestimmt ein Mandelsüppchen helfen. Was so nett klingt, kann nur guttun und schmecken! Gefunden habe ich es im neuen Dr. Oetker-Kochbuch „Rezepte ohne Fleisch“, das ihr übrigens bei unserer Geburtstagsverlosung noch bis zum 19.11.2012 gewinnen könnt!

    Hinter dem Buch mit dem etwas einfallslosen Titel verbergen sich 70 ansprechend präsentierte vegetarische und teilweise vegane Rezepte, vom Brotaufstrich über Aufläufe bis zum Dessert. Passend zur kalten Jahreszeit findet man auf den 120 Seiten eher deftige Gerichte. Besonders toll ist, dass alle Rezepte bebildert sind und immer eine entsprechende Zubereitungszeit mit angegeben wird. Ausprobiert haben wir bisher die Mandelsuppe, von der wir schwer begeistert waren. Die Zubereitung ging ratzfatz und herauskam ein herrlich cremiges und nussiges Süppchen, das von uns noch mit etwas Milchschaum aufgepimpt wurde.

    Mandelsüppchen mit Milchschaum und Croûtons (für 4 Portionen):

    2 Schalotten
    1 Knoblauchzehe
    2 EL Butter
    125 g gehobelte Mandeln
    1 EL Mehl
    750 ml Gemüsebrühe
    2-3 Schreiben Mehrkorntoast
    4 EL Olivenöl
    2 EL gehackte Mandeln
    2 Stängel Rosmarin
    250 ml ungesüßte Mandelmilch (Reformhaus)
    Salz, Pfeffer
    etwas aufgeschäumte Milch

    1. Schalotten und Knoblauch schälen und grob zerkleinern, Butter in einem Topf zerlassen. Schalotten und Knoblauch darin kurz andünsten. Die gehobelten Mandeln dazugeben und kurz andünsten, mit Mehl bestäuben und unterrühren. Die Gemüsebrühe dazugießen, zum Kochen bringen und mit Salz abschmecken. Alles etwa 10 Min. bei schwacher Hitze köcheln lassen.

    2. Die Toastscheiben entrinden, in Würfel schneiden. 2 EL des Öls in einer Pfanne erhitzen. Die Brotwürfel darin goldgelb braten. Wenn die Brotwürfel anfangen Farbe zu nehmen, die gehackten Mandeln und etwas Rosmarin mitbraten.

    3. Die Mandelmilch in die Suppe geben und kurz mitkochen lassen. Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    4. Die Suppe in Schälchen füllen und etwas von dem restlichen Olivenöl daraufträufeln. Einen Löffel Milchschaum auf die Suppe geben und jeweils einige Croûtons mit den Mandeln und dem restlichen Rosmarin darauf verteilen.

    Ich habe mir im Buch schon ein paar Must-cooks für die nächsten Wochen markiert:

    Paprika-Auberginen-Pie, Tofuschnitzel auf Paksoi mit Zitronengrassahne, French-Toast-Auflauf oder Kürbis-Gnocchi mit Pfifferlingen?? … Mhhh, klingt alles sooo gut!

    Fazit: Lasst euch nicht vom Titel abschrecken – im Inneren geht’s kreativer zu! Das Kochbuch kommt zwar ohne persönliche Note eines/r dahinterstehenden Kochs/Köchin und Geschichten rund um die Rezepte aus, überzeugt aber mit einem übersichtlichen Layout und einfallsreichen Rezepten. 4 von 5 Tofusticks!

    Rezepte ohne Fleisch„. Dr. Oetker Verlag, Bielefeld 2012.

    € 12,00 / ISBN 978-3-7670-0852-6

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    Gebacken

    Trick or Treat: Splatter-Cookies und Devil’s Food Cupcakes

    Huch, vor lauter beruflichem Veränderungsstress habe ich doch fast Halloween verpasst. Zum Glück blieb noch Zeit für eine very-last-minute-Backrunde. Herausgekommen sind unschuldige Vanille-Zitronen-Kekse, die ein Blutbad durchlebt haben, und teuflisch gute Schoko-Cupcakes à la Martha Stewart.

    Die Splatter-Cookies, die ich bei Annie entdeckt habe, erweckten sofort den Patrick Bateman in mir! Zack wurde in der Küche eine blutspritzsichere Splatter-Zone errichtet und mit debilem Grinsen im Gesicht und einer Gabel in der Hand losgemordet.

    DIY-Splatter-Zone

    Splatter-Cookies (für ca. 2 Bleche):

    Für den Keksteig:
    115 g Butter (Raumtemperatur)
    110 g Puderzucker
    1 kleines Ei
    2 TL Vanillearoma
    Die abgehobelte Schale einer halben Zitrone
    170 g Mehl
    1 Prise Salz

    Für das Royal Icing:
    1 Eiweiß
    1 + 2 TL Zitronensaft
    170 g + 50 g Puderzucker (gesiebt)
    rote Lebensmittelfarbe

    1. Für den Keksteig die Butter mit dem Puderzucker cremig rühren. Das Ei unterrühren und Vanillearoma und Zitronenschale hinzufügen.

    2. Das Mehl mit dem Salz vermischen, in die Buttermasse einrühren und alles gut verkneten, bis eine formbare Masse entsteht. Falls der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl dazugeben. Eine große Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt ca. 1 Std. im Kühlschrank lagern.

    3. Den Backofen auf 190°C vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen und nach Belieben mit Förmchen ausstechen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im Backofen auf mittlerer Schiene 8 bis 10 Min. backen; die Kekse sollten dabei nicht braun werden. Die Cookies auskühlen lassen.

    4. Für die verschiedenen Icing-Schritte werden drei unterschiedliche Konsistenzen benötigt, die alle leicht aus dem Basisrezept angemischt werden können. Dafür das Eiweiß mit 1 TL Zitronensaft kurz verrühren. 170 g Puderzucker nach und nach auf niedriger Stufe unterrühren. Von der Puderzuckermasse ⅔ zur Seite stellen und mit Folie abdecken.

    5. Das übrige Icing weiter zu einer dickflüssigeren Masse verarbeiten, die für die Umrandung der Kekse eine feste Konsistenz benötigt. Dazu noch einmal 50 g Puderzucker unterrühren, ggf. noch etwas mehr, falls die Masse noch zu flüssig wirkt.

    6. Das Icing für die Umrandung in einen Spritzbeutel mit kleiner Öffnung füllen. Die Kekse dünn umranden und ca. 30 Min. trocknen lassen. Die Umrandung soll als Damm dienen und verhindern, dass das flüssige Icing aus dem nächsten Schritt über den Rand hinausläuft.

    7. Mit einem kleinen Löffel die Kekse mit dem Icing, das zuvor zur Seite gestellt wurde, ausfüllen und am besten über Nacht trocknen lassen. Das übrige Icing abgedeckt für die Weiterverarbeitung zur Seite stellen.

    8. Let the splatter begin: Zum „Splattern“ das Icing mit roter Lebensmittelfarbe und 2 TL Zitronensaft verrühren, bis eine recht flüssige Konsistenz erreicht ist (ggf. noch etwas Zitronensaft oder Wasser hinzufügen). Jetzt selbst zum Massenmörder werden und die Kekse mit einer Gabel oder einem Pinsel rot bespritzen (am besten vorher die Küche gut abdecken, sonst sieht es tatsächlich aus, als würde man gerade den neuesten „Saw“-Teil drehen). Trocknen lassen und zum Krümelmonster werden!

    Ob Dexter wohl analysieren könnte, dass die Mordwaffe eine Gabel war?

    Und weil’s so schön war, wurde gleich die zweite Backrunde eingeläutet: Devil’s Food Cupcakes.

    Devil’s Food Cupcakes (ca. 15 Stück):

    Teig:
    45 g ungesüßtes Kakaopulver
    100 ml heißes Wasser
    170 g Mehl
    ½ TL Backpulver
    ½ TL Natron
    ½ TL Salz
    170 g Butter
    225 g Zucker
    2 große Eier
    1 TL Vanillearoma
    110 g Schmand

    Frosting:
    100 g Butter (Raumtemperatur)
    100 g Puderzucker
    175 g Frischkäse
    1 TL Vanillearoma
    rote Lebensmittelfarbe

    1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Kakaopulver mit heißem Wasser verrühren. In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen.

    2. Die Butter mit dem Zucker in einem Topf zum Schmelzen bringen. In eine andere Schüssel geben und mit dem Handrührer so lange rühren, bis die Butter abgekühlt ist (ca. 5 Min.). Die Eier nacheinander zur die Buttermasse geben und verrühren. Vanillearoma, dann Kakaomasse dazugeben und verrühren. Auf niedriger Stufe das Mehl abwechselnd mit dem Schmand unterrühren.

    3. Cupcake-Förmchen zu ⅔ mit dem Teig befüllen und auf mittlerer Schiene ca. 20 Min. im Ofen backen, dann abkühlen lassen.

    4. Für das Frosting die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker cremig rühren. Den Frischkäse und das Vanillearoma dazugeben und alles gut vermischen. Zum Schluß die rote Lebensmittelfarbe einrühren und die Masse mit einem Spritzbeutel auf den Cupcakes verzieren.

    Mit Gebäck bewaffnet lauere ich jetzt an der Tür und warte, bis sich ein paar Kinder trauen, auf die Klingel zu drücken … muahahaha! Happy Halloween!

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    Gekocht

    Kürbis-Mango-Curry mit Basilikum

    Irgendwie kommen wir von unserem derzeitigen Kürbis-Trip nicht runter. Es ist aber momentan auch schwer, das Thema Kürbis zu umgehen. Wieso auch, wenn’s so lecker ist? Diesmal trifft Kürbis auf Mango und vereint sich zu einem fruchtigen Curry. Das hilft auch gut gegen die aktuelle Stimmungslage. Draußen wird es immer dunkler, ich stehe morgens frierend auf dem Bahnsteig und am Wochenende soll es sogar schneien (hallooo?!). Was kann es also Besseres geben, als mit einem Teller dampfenden Curry auf dem Sofa zu sitzen und sich auftauen zu lassen? Schnell zubereitet ist es ebenfalls, das kriege ich auch beim derzeitigen Stresslevel noch hin. Irgendwie scheint sich zum Ende des Jahres im Büro alles zu stauen. Da will ein internationales Projekt vorbereitet werden, freie Mitarbeiter stehen im Minutentakt mit Fragen in der Tür und in einem Anfall von Übermut habe ich mir letzten Sommer einen Vortrag für Anfang November in den Kalender gepackt. Kein Wunder, dass nur wenig Zeit zum Kochen bleibt und keine filigranen Drei-Gänge-Menüs auf dem Tisch landen. Dafür aber indisch Angehauchtes: schön scharf, mit viel Ingwer und dazu duftender Reis. Die Gewürzangaben sind eher Richtwerte, ich rate zur Experimentierfreude, bis man die eigenen Geschmacksnerven zufriedengestellt hat.

    PS: Dies ist zudem die Gelegenheit, einem Freund aus Studienzeiten zu danken, der mir im Sommer 2005, als wir zusammen Konzerte organisierten, gezeigt hat, dass Curry so viel mehr sein kann, als nur Currypulver und Kokosmilch! Vielen Dank, Patrick!

    Statt Basilikum passt dazu auch frischer Koriander

    Kürbis-Mango-Curry (für 2-3 Personen):

    1 reife Mango
    600 g Kürbis (ungeschält)
    200 ml Gemüsebrühe
    150 ml Kokosmilch
    1 Zwiebel
    2 cm Ingwer
    1 Knoblauchzehe
    1 TL rote Currypaste
    1 TL Currypulver
    1 TL Kurkuma
    etwas Chili
    Salz, Pfeffer, Öl
    ca. 20 Blätter Basilikum
    250 g Reis

    1. Kürbis schälen, von den Kernen befreien und in Würfel schneiden. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern entfernen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls würfeln. Ingwer schälen und in kleine Stücke hacken oder fein reiben. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen. Chili fein schneiden.

    2. Reis in einem Topf gar kochen.

    3. Ordentlich Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig anbraten, dann Knoblauch, Ingwer und Chili dazugeben und kurz mitbraten. Currypaste in die Pfanne, Currypulver und Kurkuma einstreuen, alles kurz anrösten.

    4. Kürbiswürfel hinzufügen und alles mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist. Basilikum waschen und grob hacken.

    5. Mangowürfel und ⅔ vom Basilikum ins Curry einrühren, erhitzen und noch einmal mit Salz, Pfeffer und Currypulver abschmecken.

    6. Reis auf einem Teller anrichten, eine Portion Curry draufgeben und mit Basilikum garnieren.

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    Gebacken

    DELIkates aus dem Ofen: Kürbis-Zwiebel-Kuchen

    Puuuh, die Nachwehen einer anstrengenden Buchmessewoche sind noch immer deutlich zu spüren und wirken sich leider auch auf meine Kochlust aus. Zu müde bin ich, um lange in der Küche zu stehen, zu schwach, um den Kochlöffel in der Hand zu halten. Naja, ok, zumindest bin ich ziemlich kaputt. Da braucht es schon hungrigen Besuch und ein leckeres Rezept aus der neuen Deli (wie toll ist eigentlich diese Zeitschrift???), um mich wieder aus der Selbstmitleidssuhle heraus und in die Nähe des Herds zu locken. Wenn dann auch noch Kürbis und Ziegenkäse mit im Spiel sind, ist die Kochunlust schnell verflogen.

    Das Rezept für diesen oberleckeren, aber auch ganz schön üppigen Kürbis-Zwiebel-Kuchen habe ich leicht abgeändert. Eigentlich gehört noch frischer Salbei auf den Kuchen, den habe ich meinem Besuch zuliebe weggelassen, stattdessen wurden die Zwiebeln von weiß auf rot gepimpt.

    Kürbis-Zwiebel-Kuchen (für 3-4 Personen):

    350 g rote Zwiebeln
    150 ml Öl
    Zucker
    500 g Butternutkürbis
    200 g Schmand (die Schmandmenge habe ich schon etwas reduziert, 150 g reichen aber auch locker)
    150 g Ziegenfrischkäse
    Salz, Pfeffer
    250 g Magerquark
    2 Eier
    400 g Mehl
    2 TL Backpulver

    1. Die Zwiebeln in schmale Streifen schneiden. 3 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anbraten. Mit einer Prise Zucker bestreuen und bei schwacher Hitze 10 Min. weich schmoren lassen.

    2. Den Kürbis schälen und entkernen, danach in dünne Scheiben schneiden. Schmand und Ziegenkäse vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

    3. Quark, 100 ml Öl und Eier in einer Schüssel verrühren. Mehl, Backpulver und 2 TL Salz dazugeben und mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten.

    4. Ein Backblech mit dem restlichen Öl einpinseln. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, das Blech damit auslegen und mit den Händen an den Ecken ins Blech einpassen.

    5. Den Teig mit der Ziegenkäse-Schmand-Mischung bestreichen und mit dem Kürbis und den Zwiebeln belegen. Im Ofen im unteren Drittel etwa 30 bis 40 Min. backen.

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    Gekocht

    Hallo Herbst: Zeit für Ricotta-Kürbis-Cannelloni

    Der Herbst klopft nicht nur an die Tür, eigentlich hat er sich schon selbst hereingebeten und es sich auf dem Sofa bequem gemacht. Obwohl der September ungewöhnlich warm war, muss ich mich wohl langsam damit abfinden, dass die sonnige Jahreszeit vorbei ist und ich für diesen Herbst leider keine Archivreise nach Spanien geplant habe, die den Sommer verlängern könnte. Die vielen Kürbisrezepte, ohne die im Moment kein Blog auskommt (z.B. in Form von Ravioli, Pesto oder einfach aus dem Ofen), bestätigen diese Erkenntnis. Immerhin lieben wir Kürbis und haben inzwischen schon so einige vernichtet. So hat der Herbst dann doch auch seine guten Seiten. Bisher gab es in der feed me up-Küche Kürbissuppe, –Risotto, -Curry und diesen Auflauf. Gefunden haben wir das Rezept (mal wieder) im goldenen Vegetarisch-Kochbuch von GU! Dieser 500 Seiten schwere Wälzer ist wirklich eine unerschöpfliche Quelle an Rezepten für jeden Tag. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass für die gefüllten Cannelloni etwas mehr Zeit eingeplant werden muss. Wer spätabends hungrig und müde nach Hause kommt, sollte sich vielleicht lieber etwas anderes suchen (z.B. diese leckeren Ricotta-Rucola-Nudeln!). Dem Rest sei gesagt, dass sich der Aufwand lohnt! Diese feinen Röllchen werden wir an kalten Winterabenden bestimmt noch öfter aus dem Ofen holen.

    Wie steht ihr denn zum Herbst? Freut ihr euch auf tolle Herbstgerichte und fiebert schon seit Wochen Halloween entgegen? Oder würdet ihr ab Oktober am liebsten für sechs Monate in den Süden fliehen?

    Wir haben das Rezept minimal verändert, u.a. etwas mehr Gemüsebrühe zum Kürbis hinzugefügt, denn die Füllung hätte ein klein wenig saftiger sein können. Bei der Tomatensoße solltet ihr auch nicht zu sparsam sein, die Nudeln saugen viel Flüssigkeit auf. Für das Befüllen der Cannelloni sucht man sich übrigens besser Unterstützung, das erleichtert die Sache ungemein.

    Ricotta-Kürbis-Cannelloni (für 4 Personen):

    350 g geschälte Kartoffeln
    250 g Ricotta
    2 Eier
    600 g Kürbis (wir haben Butternut genommen)
    Olivenöl, Salz, Pfeffer
    500 ml Gemüsebrühe
    6 EL gehackte Mandeln
    20-25 Cannelloni
    1 Zwiebel
    1½ Dosen gestückelte Tomaten
    ggf. Kräuter für die Tomatensoße
    150 g geriebener Käse (z.B. Gouda oder Parmesan)

    1. Die Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf mit Salzwasser ca. 20 Min. garen lassen. Abgießen und ausdampfen lassen. Zeitgleich den Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und den Kürbis darin zwei Min. scharf anbraten. Salzen und pfeffern und mit 200 ml Brühe ablöschen. Bei halb geschlossenem Topf ca. 15-20 Min. weich kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

    2. Für die Tomatensoße die Zwiebeln fein würfeln und in Olivenöl glasig dünsten. Die Tomaten und 300 ml Gemüsebrühe dazugeben. Aufkochen und 10-15 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen. Salzen und pfeffern, nach Belieben mit Kräutern würzen.

    3. Die Kartoffeln in einer Schüssel zerstampfen und mit dem Ricotta und den Eiern vermischen. Den Kürbis ebenfalls zu Mus zerdrücken und zusammen mit den Mandeln unter die Kartoffelmasse rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    4. Die Masse mit einem Spritzbeutel (oder einem Frischhaltebeutel, von dem man eine Ecke abschneidet) in die Nudeln spritzen. Die gefüllten Cannelloni in eine eingefettete Auflaufform (oder zwei) legen. Die Tomatensoße drüber gießen, mit Käse bestreuen und im Ofen bei 180°C in ca. 30-35 Min. goldbraun überbacken.

    Vegetarisch! Das Goldene von GU: Rezepte zum Glänzen und Genießen. München 2011. 20€

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