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    ++ Breaking: Mensch, der in einen Riesenburger beißt ++ Der Elvis-Burger

    Elvis-Burger mit Erdnussbutter, Banane und Bacon Rezept Feed me up before you go-go-1

    Vor gut drei Wochen sind wir in die dritte Runde unseres Blog-Events Blogg den Suchbegriff gestartet und freuen uns sehr, dass uns schon die ersten Beiträge erreicht haben. Wie ihr sicher mitbekommen habt, suchen wir im Rahmen des Events eure skurrilsten, lustigsten oder einfach nur schönsten Suchbegriffe, die in eurer Blogstatistik auftauchen. Ihr könnt übrigens noch bis zum 10. April teilnehmen und zu gewinnen gibt es auch ein paar schöne Kleinigkeiten.

    Natürlich haben auch wir tief in der webseitenanalytischen Truhe gekramt und wissen nun, was unsere Leser_innen wirklich wollen: riesige Burger, die auch Elvis gefallen hätten. Um genau zu sein, interessiert man sich für „Mensch, der in einen Riesenburger beißt“, „Peanuts und Kühe“ und  „The Presley Big Burger“. Vermutlich landen die sich nach fettigem Essen gelüstenden Menschen auf unserer Seite, weil wir vor Urzeiten (so urzeitig, dass wir uns gar nicht trauen, den Artikel hier zu verlinken) mal auf einen Elvis-Burger verlinkt haben. Zwar ist mit dieser fiesen Kombination aus süß, fettig und salzig seitdem mehrfach experimentiert worden (u.a. beim Burger-Workshop im Hard Rock Cafe), aber verbloggenswert erschien uns das Burgermonster bisher nicht. Da das Suchbegrifforakel nun aber dringend danach verlangt, haben wir uns noch einmal überlegt, wie ein richtig guter Elvis-Burger eigentlich aussehen und schmecken müsste.

    Elvis-Burger mit Erdnussbutter, Banane und Bacon Rezept Feed me up before you go-go-2

    Dazu haben wir uns auf die Suche nach den Ursprüngen der Verbindung Elvis und der Erdnussbutter-Bacon-Banane-Kombi gemacht und sind u.a. auf die „Colorado Mine Company“ gestoßen, ein Restaurant in Denver, in dem in den 1970er Jahren ein Sandwich mit Bacon, Marmelade und Erdnussbutter gefüllt wurde. Für die ganze Geschichte, in der die nächtliche Lieferung von 22 dieser 8000-Kalorien-Monster und Elvis‘ Privatflugzeug eine wichtige Rolle spielen, lest am besten den Artikel zum „Fool’s Gold Loaf“ (ja, dieses Sandwich hat einen eigenen Wikipedia-Artikel), und ich verspreche, danach gibt es keine Fragen mehr zur Figur des Entertainers in seinen späten Jahren. Im Laufe der Jahre hat sich aus der Vorliebe des Sängers eine eigene kulinarische Nische entwickelt, sodass man heute fast überall in den USA ein Elvis-Sandwich oder schlicht „The Elvis“ auf vielen Speisekarten findet. Die Zutaten variieren dabei jedoch und auch in der Literatur zu Elvis‘ kulinarischen Vorlieben (jupp, auch das gibt es) ist man sich nicht ganz einig, wann was in welcher Kombination von ihm verschlungen wurde. Wichtig scheinen aber gebratene Bananen, Bacon und Erdnussbutter zu sein und so haben wir ein wenig experimentiert, bis wir die perfekte Kombi dieser Zutaten zwischen zwei Brötchenhälften gefunden haben. Für etwas Frische und Abwechslung in der Textur sorgen rote Zwiebeln und Rucola. Die gebratenen Bananen wurden zudem karamellisiert und stilecht mit einem Schuss Bourbon abgelöscht. Wir sind uns sicher, Elvis hätte das gefallen!

    Elvis-Burger mit Erdnussbutter, Banane und Bacon Rezept Feed me up before you go-go-3

    Elvis-Burger (für 4 Burger):

    4 Burger-Buns (wir haben dieses Rezept genommen und den Sesam durch gehackte, ungesalzene Erdnüsse ersetzt)

    Für die Soße

    6 EL (stückige) Erdnussbutter
    7-9 EL Kokosmilch
    Ein Spritzer Sojasoße

    Für die Bourbon-Bananen

    2 Bananen
    4 TL brauner Zucker
    2 TL Butter
    Guter Bourbon

    Für den restlichen Belag

    8 Scheiben Bacon
    500 g Rinderhack
    4 Handvoll Rucola (gewaschen und trocken geschüttelt)
    1 große rote Zwiebel (in Ringe geschnitten)
    Salz, Pfeffer

    1. Für die Soße Erdnussbutter, Kokosmilch und Sojasoße in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze verrühren. Falls euch die Konsistenz zu fest ist, verlängert die Soße ruhig mit ein paar EL Wasser. Ggf. noch mal mit Sojasoße abschmecken, dann warm halten.

    2. Eine Pfanne aufstellen (am besten eine Gußeiserne) und darin den Bacon fast knusprig braten. Währenddessen das Hackfleisch in vier Portionen teilen und zu Burgerpatties formen. Den Bacon aus der Pfanne holen, dann die Burgerpatties im Baconfett anbraten*. Kurz vor Schluss den Bacon noch einmal in die Pfanne geben und ganz kross braten. Die Patties aus der Pfanne holen und kurz ruhen lassen und jetzt erst salzen und pfeffern.

    3. Parallel dazu eine große beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze aufstellen. Die Bananen schälen, halbieren und längs teilen. Den braunen Zucker in die Pfanne geben. Sobald dieser zu schmelzen beginnt, die Bananenscheiben und die Butter hinzufügen und unter vorsichtigem Rühren und Wenden dafür sorgen, dass sich aus Butter und Zucker eine leckere Karamellschicht rund um die Bananen bildet. Zum Schluss mit einem ordentlichen Schuss Bourbon ablöschen, die Bananen darin wenden und wenn die Flüssigkeit verdampft bzw. aufgesogen ist, die Pfanne vom Herd nehmen.

    4. Die Burger-Buns aufschneiden und jeweils Ober- und Unterseite mit Erdnusssoße bestreichen. Dann folgendermaßen schichten: je Brötchen zwei Bananenscheiben, Fleisch, zwei Scheiben Bacon, Zwiebeln, Rucola, dann die obere Brötchenhälfte draufsetzen.

    5. Aufs Sofa legen und komatös vor sich hin singen.

    *Bei der Zubereitung meiner Burger orientiere ich mich immer noch an den Grundsätzen von A Hamburger Today. Das bedeutete in diesem Fall: Fleisch kalt stellen und erst kurz vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen und die Fleischmenge wiegen (damit alle Patties gleichmäßig garen). Das Fleisch in einer Pfanne (oder noch besser auf dem Grill) in Öl oder z.B. Schweineschmalz anbraten. Dabei häufiger wenden, nicht mit dem Pfannenwender anpressen und mit dem Thermometer die Temperatur im Inneren des Burgers kontrollieren. Die Temperatur sollte 55°C nicht übersteigen, um eine rosa Mitte zu garantieren.

    Elvis-Burger mit Erdnussbutter, Banane und Bacon Rezept Feed me up before you go-go-4

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)

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    Deutschland, Gegessen, Gereist, Getestet, Getrunken, München

    München im Burgerfieber: Taste my Burger

    Wenn 2014 in China das Jahr des Pferdes ist, dann ist es in München wohl endgültig das Jahr des Burgers. Wo 2012 noch Bubble-Tea-Läden an jeder Ecke emporschossen, kann man heute keinen Schritt mehr gehen, ohne über ein neues Burgerrestaurant zu stolpern. Alleine von der Burgerkette „Hans im Glück“ gibt es mittlerweile gefühlte 15 Filialen in der Stadt. Inzwischen haben wir einen guten Teil der Restaurants besucht und werden 2014 unser Bestes geben, die bestehenden Lücken zu schließen. Immerhin einen Besuch haben wir auch im Dezember noch reinquetschen können und uns kurz vor Jahresende in die Maxvorstadt begeben, um „Taste my Burger“ einen Besuch abzustatten. Der Laden existiert schon eine Weile, liegt aber etwas außerhalb unserer üblichen Ausgehrouten und wurde deshalb übersehen. Höchste Zeit also, das Versäumnis nachzuholen. Der Silvesterbesuch wurde mitgeschleift und auf gings zu „Taste my Burger“.

    Taste My Burger München-2

    Von Außen wirkt das Restaurant eher unscheinbar, aber im Dunkeln kündet immerhin ein Neonschriftzug von den hier angebotenen Spezialitäten. Drinnen setzte sich das Unscheinbare fort, die Einrichtung wirkt konzeptlos zusammengewürfelt und überhaupt etwas unterkühlt. Gemütlich geht anders, gerade auch weil für einen Samstagabend nicht unbedingt viel Betrieb herrschte. Umso wärmer dann aber der Empfang durch den Besitzer, der unserer Vierergruppe gleich zwei Tische zusammenstellte und sich den ganzen Abend über mehr als freundlich zeigte. Beim Blick auf die nett gestaltete Speisekarte dann gleich die nächste Überraschung: es gibt nur alkoholfreie Getränke, vermutlich fehlt dem Wirt die entsprechende Ausschankgenehmigung. Macht aber nichts, wir sind ja wegen der Burger gekommen. 19 verschiedene Kreationen stehen zur Auswahl, wobei die Zusammenstellung durchaus Kreativität beweist und man einiges findet, was so nicht in den anderen Burgerbratereien der Stadt zu bekommen wäre. Allerdings hätte sich diese Kreativität auch ruhig etwas mehr an den vegetarischen Burgern austoben können, denn davon findet sich leider nur einer auf der Karte. Die Entscheidung dürfte VegetarierInnen dementsprechend leichtfallen.

    Taste My Burger München-3

    Ich habe mich für einen Hula Hula Burger mit gegrillter Ananas und Sweet Chili Relish (7€) mit extra Fleisch (+1€) entschieden und bestellte mein Patty ganz selbstverständlich medium-rare, was allerdings für leichte Probleme sorgte und vom Wirt nur etwas widerwillig akzeptiert wurde. Sabrina wählte den vegetarischen Vleisch-Burger mit gegrilltem Gemüse und Räuchertofu (8,50€), dazu kam jeweils eine Portion Pommes (2,50€). Warum es Probleme mit den Pattys gab, erklärte sich, als die Burger geliefert wurden. Es handelte sich nicht um pures (Rind)Fleisch, sondern um eine Annäherung an die gute alte Frikadelle. Im Fleisch fanden sich Gewürze, Zwiebeln und wahrscheinlich auch Ei und Semmelbrösel. Damit wird es natürlich deutlich schwieriger, den Burger rosa zu braten, da die zusätzlichen Zutaten eine längere Garzeit benötigen. Die Aufgabe war aber trotzdem gut gelöst und die Mischung sehr lecker und auch schön locker. Die Buns kommen aus einer Bäckerei und sind ebenfalls gut gelungen. Etwas fest vielleicht, aber immerhin können sie die saftigen Zutaten gut bändigen. Insgesamt passte die Zusammenstellung der Zutaten auf dem Burger und auch die Soße war schön würzig. Auch unserer Mitesser, die sich für Gorgonzola und Bacon Cheese Special entschieden hatten, waren mit der Wahl zufrieden.

    Taste My Burger München-4

    Der vegetarische Burger konnte dagegen nicht ganz so gut mithalten. Das gegrillte Gemüse kam zu ölig daher, die Soße etwas zu fad, hier wäre es wünschenswert, wenn an der Gesamtkonzeption noch etwas gefeilt würde. Die Größe der Beilagen-Pommes fiel recht übersichtlich aus – hier hätte man für den Preis schon eine größere Portion erwartet. Geschmeckt haben die TK-Kartoffelschnitze trotzdem, allerdings habe ich an diesem Abend gemerkt, dass man von Läden wie „Hans im Glück“ oder „Rotkäppchen“ schon ziemlich verwöhnt ist, was die Soßenauswahl betrifft. Ketchup und Majo sind zwar ok, aber man gewöhnt sich schnell an Besonderheiten wie Sweet Chili-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße for free.

    Taste My Burger München-1

    Alles in allem ein netter Abend, auch wenn der Laden etwas roher und unfertiger wirkt, als man das von den hippen Burgertempeln Münchens sonst gewohnt ist. Dazu passt dann auch, dass die Toiletten nur über die Küche erreichbar sind und die Getränke auf der Kühltruhe eingeschenkt werden (ja genau, so etwas sehen die Gäste dann nämlich …). Das kann durchaus auch seinen Charme haben, kommt irgendwie sympathisch rüber und man merkt dem Besitzer (einem ehemaligen Taxifahrer) auch an, dass er mit Herzblut bei der Sache ist. Ich würde den Fleischburgern deswegen auch noch eine zweite Chance geben, wenn ich in der Gegend bin, aber in Anbetracht der großen Anzahl an durchgestylten und gut konzipierten Burgerläden in München ist zu befürchten, dass sich diese Möglichkeit nicht ewig halten wird.

    Fazit

    Wer also mal keine Lust auf das Studenten-/Yuppie-Publikum aus dem „Hans im Glück“ hat und nach einem Pinakotheken-Besuch Burgerhunger verspürt, kann durchaus mal den Weg zur Augustenstraße auf sich nehmen, um sich selbst ein Bild von den kreativen Burgerangeboten zu machen. 3 von 5 Hamburgerpatties.

    Taste my Burger
    Augustenstr. 16
    80333 München

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    Gebacken, Geteilt

    Backen nach Noten: Mit Apfel-Zimt-Donuts zu Gast bei Ninas Foodblogger-Charts

    Apfel-Zimt_Donuts-mit-Cidre-Glasur-4

    Vor einigen Wochen startete Nina auf Ninas kleinem Foodblog eine musikalische Gastbeitragsreihe – die Foodblogger-Charts. Verschiedene Foodblogger bekommen von ihr einen Song vorgegeben und sollen daraus ein passendes Rezept kreieren. Als völlige Musiknerds und Fans von Ninas Blog haben wir uns wahnsinnig gefreut, als sie auch uns fragte, ob wir nicht ein durch ein Lied inspiriertes Rezept beisteuern möchten. Und jaaa, wir wollten! Einen kleinen fotografischen Vorgeschmack auf das Resultat unserer musikalischen Backorgie seht ihr hier schon mal. Wenn ihr neugierig seid, welchen Song wir da verbacken haben, dann schaut doch mal auf Ninas Blog vorbei. Dort gibt’s den Artikel in voller Länge, natürlich samt Rezept für oberleckere Apfel-Zimt-Donuts mit Cidre-Glasur. Yum!

    Apfel-Zimt_Donuts-mit-Cidre-Glasur-2

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    Gekocht

    Chorizo con garbanzos

    Vor Kurzem habe ich in der Metro Chorizo, eine scharfe spanische Paprikawurst, im Angebot bekommen und die erste Hälfte letzte Woche schon mit Hackfleisch in einen Hamburger verwandelt. Die beiden übrigen Würste wollte ich in einem meiner spanischen Lieblingsgerichte verwenden und bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen passt das ja ganz gut. Auch wenn es sich eigentlich um einen Eintopf handelt, wie man ihn in vielen spanischen Bars in kleinen Tonschälchen als Tapa vorgesetzt bekommt. In diesem Fall treffen sich süße Kirschtomaten mit der Schärfe der Wurst und einigen Kichererbsen zu einem mediterranen Stelldichein. Dazu passt Baguette zum Auftunken der Soße oder – wie in diesem Fall – auch mal ein Focaccia. Dieses runde Wunder habe ich bei der Bäckerei Kistenpfennig entdeckt (3,50€) und kann es nur weiterempfehlen. Schön fluffig mit leicht öliger Note und kleinen Tomaten, die im Teig Verstecken spielen.

    Für zwei Personen

    2 kleine Chorizowürste (ca. 12 cm)
    1 Dose (400g) Kichererbsen
    250 g Kirschtomaten
    3 Knoblauchzehen
    1-2 EL Limettensaft
    Olivenöl
    Salz, Pfeffer
    Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie oder Basilikum)
    1 Baguette, Focaccia, Ciabatta o.ä.

    1. Die Wurst in Scheiben schneiden und den Knoblauch grob hacken. Die Kichererbsen abgießen. Die Kirschtomaten entweder kurz mit der flachen Seite eines Messers andrücken oder einfach ein wenig anschneiden.

    2. Die Wurst in einer Pfanne mit ein wenig Olivenöl von beiden Seiten knusprig braten, den Knoblauch hinzufügen, kurz durchschwenken. Dann die Tomaten und die Kichererbsen dazugeben und alles 5-10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.

    3. Den Limettensaft einrühren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken. Heiß servieren.

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    Gegessen, Gereist, Getrunken, Miami, Orlando, USA

    Florida Teil 1: Im Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten

    Zwei Wochen Urlaub in Florida sind vorbei und trotz des zwischenzeitlichen Tropensturms „Debby“ (aka „Debby-the-bitch“) hatten wir viel Spaß. Dank Debby und ihren ständigen Regengüssen mussten wir (leider) oft vom Strand in die nahe gelegenen Shoppingoutlets, Supermärkte und Restaurants flüchten und haben dementsprechend viele Foodfotos und -eindrücke mitgebracht. Nachdem ich ein wenig Ordnung in die 1600 Bilder gebracht habe, kommt hier nun der erste Bericht über das Land der unbegrenzten Burgermöglichkeiten. Jede noch so kleine Klitsche, die was auf sich hält, hat diesen amerikanischsten aller Träume im Angebot. Ich musste mich dementsprechend ziemlich zurückhalten und der Versuchung widerstehen, jeden Tag einen anderen Hamburger zu probieren. Zum Schluss sind aber doch einige Burger zusammengekommen, und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

    Shake it, baby!

    Als eifriger Leser von A Hamburger Today (ja, das ist eine Seite, die sich ausschließlich mit Hamburgern beschäftigt) hatte ich schon oft Lobeshymnen auf die aus New York stammende Kette „Shake Shack“ gelesen. Neben den kalifornischen „In-N-Out“-Läden sollte dies der Heilige Gral des Fast-Food-Burgers sein. Zum Glück expandiert Shake Shack gerade unaufhaltsam und hat auch Miami schon erreicht (die Filiale in South Beach hatte ich bereits Wochen vor dem Urlaub auf Google Maps markiert). Schon der erste Eindruck macht klar, dass man es nicht mit einem Burger-King-Abklatsch zu tun hat. Die ganze Einrichtung ist liebevoll und detailverliebt, es gibt viel Holz, eine übersichtliche Karte und auf Bestellung frisch zubereitete Burger. Ich entschied mich für den Single ShackBurger mit Salat, Tomate, Käse und der berühmten Shacksoße (4,80$). Dazu eine Portion French Fries (2,70$) für Frau Wu und zwei riesige Becher Zitronenlimonade mit viel Eis (3,05$). Nach einem halben Tag Art-Deco-Gebäude bewundern in South Beach, war das auch dringend notwendig.

    hamburgerflorida2012-3Ich kriege schon wieder Hunger…

    Nachdem man seine Bestellung aufgegeben hat, bekommt man einen „Shaker“ in die Hand gedrückt, der zu vibrieren anfängt, wenn man seinen Burger an der Theke abholen kann. Schließlich vibrierte und zitterte es in unseren Händen und wir konnten das Tablett frisch zubereiteter Köstlichkeiten in Empfang nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Der Burger war sehr gut, aber am Ende eben auch nur ein Fast-Food-Burger. Aber wahrscheinlich der beste, den ich je gegessen habe. Das Brötchen war schön knatschig, die Zutaten reichlich und frisch und die Soße (erinnert etwas an Thousand Island Dressing) super lecker. Das Fleisch kam mit einer ordentlichen Kruste, war aber leider zu gar für meinen Geschmack und dadurch etwas trocken. Es hat leider bis zum Ende des Urlaubs gedauert, bis ich raus hatte, dass ich meine Burger wirklich „rare“ bestellen muss, damit das Patty in der Mitte noch etwas rosa ist. Die Pommes kamen geriffelt, heiß und knusprig. Die Limo kalt, riesig, nicht zu süß, value for money sagt man wohl dazu. Lustig ist außerdem, dass es auf der Speisekarte eine Rubrik „For Dogs“ gibt und als Merchandise Babystrampler mit der Aufschrift „If crying … insert Burger“ angeboten werden. Mein Fazit? Gäbe es in München qualitativ ähnlich hochwertige Fast-Food-Burger, würde es um meine Figur wohl endgültig düster bestellt sein!

    In der Folge habe ich zahlreiche Burger gegessen oder zumindest bei anderen probiert. Aber meine hohen Erwartungen konnten ehrlich gesagt nie so richtig erfüllt werden. Der Burger, dessen Resten ich mich bei „Bubba Gump“ erbarmt hatte, war eigentlich ganz gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Dagegen war ich dort von meinem Salat mit Himbeeren, Schafskäse und Gambas ziemlich überrascht. Der war richtig gut und eine willkommenen Abwechslung zur sonst recht fleischlastigen Ernährung während dieser zwei Wochen. Im schon von der New York Times gefeaturten „Red Light Little River“ in Miami dagegen saß man auf einer bezaubernden Terrasse, konnte vorbeischwimmende Manatees beobachten, sich von der hauseigenen Katze die Beine umschmusen lassen und sich wie am Mississippi fühlen. Der Burger (9$) war jedoch etwas enttäuschend. Zu trocken, ein komisches Brötchen, zu wenig Soße. Dafür aber sehr leckere Beilagen (Bratkartoffeln, Pilze mit Speck sowie leicht säuerliche Linsen) und herrlich erfrischende Apfel-Ingwer-Limonade. Solange man nicht den Burger bestellt, ist dieses kleine Restaurant also eine absolute Empfehlung, denn die River Smoked Ribs (12 Stück für 21$), die einer meiner Mitesser bestellt hatte, waren zum Dahinschmelzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Fleisch war so zart, dass es fast von den Kochen fiel, und auch die das Fleisch umhüllende Marinade war himmlisch. Zum Glück war die Portion riesig und ich durfte mehr als nur probieren.

    red-light-miami-LokalEin leider nicht ganz so perfekter Burger in umso tollerer Atmosphäre („Red Light Little River“, Miami)

    Ich musste trotzdem bis Orlando warten, um einen richtig tollen Burger essen zu können. Und dann ausgerechnet noch bei einer Kette in Downtown Disney. Wobei, eigentlich geht es ja schon gar nicht amerikanischer. Gelandet sind wir im „House of Blues„, in dem die Hamburger zu den „Signature Dishes“ gehören und man laut Karte seinen eigenen Burger zusammenstellen konnte. Das habe ich allerdings nicht gemacht, denn der Smoked BBQ Bacon Burger hörte sich so schon gut genug an. Neben dem Bacon waren noch geschmorte Zwiebeln, Käse und natürlich viel Soße auf dem Patty, das ich diesmal „rare“ bestellt hatte, verteilt. Das 15$ teure Monster kam zusätzlich mit reichlich frischem Salat, Zwiebeln, Tomaten, Gurken und noch mehr Soße, sodass man selbst den Burger nach Belieben aufpimpen konnte. Das Fleisch war genau auf dem Punkt gebraten, innen noch saftig, von guter Qualität und köstlich bis zum letzten Bissen. Auch der Bacon war schön knusprig und hatte ein tolles Raucharoma. Dank free refill habe ich bestimmt einen Liter Cola dazu getrunken, und es dauerte am nächsten Tag eine ganze Weile, bis sich mein Hungergefühl wieder meldete. Fazit: Der Preis ist zwar happig, aber ich habe einen perfekt gegarten Burger mit tollen Zutaten bekommen. Was will man mehr?

    Leider nur ein Handyfoto, das den positiven Eindruck nicht ganz korrekt vermitteln kann

    Shake Shack Miami
    1111 Lincoln Rd.
    Miami Beach, FL 33139
    www.shakeshack.com/location/south-beach
     
    Red Light Little River
    7700 Biscayne Blvd,
    Miami, FL 33138
    www.redlightmiami.com
     
    House Of Blues Orlando
    1490 E. Buena Vista Dr.
    Lake Buena Vista, FL 32830
    www.houseofblues.com/venues/clubvenues/orlando
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    Berlin, Deutschland, Gegessen, Gereist, Getrunken

    Burger, Bier und Babys in Berlin

    Burgermeister, Burgeramt, Marienburger, Kreuzburger, Burgerium … liebe Berliner JungunternehmerInnen, ein bisschen mehr Einfallsreichtum wäre schön! Das hier erinnert an die schreckliche Unsitte seinem Lokal einen lustigen Namen zu geben, der mit dem Wort „Bar“ spielt … Kostbar, Wunderbar, Unsichtbar – das ist in erster Linie furchtBAR und nein, nicht im Geringsten kreativ.

    Warum ich mich über so etwas echauffiere? Ich war während meines Berlinaufenthalts vor zwei Wochen zu Besuch bei Freunden, die zu meiner großen Freude vorschlugen, Hamburger essen zu gehen. Glücklicherweise schaltet mein Körper bei der Erwähnung des Wortes Hamburger auf Autopilot, da kann mich dann auch kein noch so dämlicher Name aufhalten; ich wurde wie magisch hin zum Boxhagener Platz gezogen. Gut, dass ich nachmittags den Kuchen ausgelassen hatte und somit trotz des reichlichen Mittagessens (Spargel, Kartoffeln, Putenschnitzel und Sauce Hollandaise) wieder Platz für ein ganzes Menü war.

    Ziel war das Burgeramt in Friedrichshain, das sowohl ein Lokal zum Sitzen als auch einen Imbiss zum Mitnehmen bietet. Wir hatten einen Tisch drinnen bekommen, der sogar genügend Platz für den Kinderwagen bot, aber leider direkt unter den Lautsprecherboxen stand. Zusammen mit den Geräuschen aus der Küche, dem Mixer an der Bar und den anderen Gästen ergab das eine eindrucksvolle Geräuschkulisse, die gegen Ende der Mahlzeit aber zumindest übertönte, dass unsere 9 Monate alte Begleitung lieber ins Bett als ins Burgeramt wollte.

    Die Karte im Burgeramt bietet auch für den verwöhnten Burgerliebhaber eine breite Palette, man kann aus etwa 20 verschiedenen Varianten wählen. Sowohl mit Fleisch, als auch vegetarisch, z. B. mit Halloumi. Ich entschied mich für den Teriyakiburger, bei dem das Fleisch in der japanischen Soße mariniert sein sollte, zusammen mit Pommes und Krautsalat (ca. 7€). Dazu ein großes Radler, dessen Preis von unter 3€ mir wieder einmal schmerzhaft deutlich machte, wie billig Berlin im Vergleich zu München doch ist. Bis die Hamburger zu uns an den Tisch kamen, verging kaum eine Viertelstunde und angesichts der Portion war ich dann doch nicht mehr so sicher, ob das mit den Pommes eine so gute Idee gewesen war.

    Wenn die Pommes fast vom Teller fallen, hat die Portion die richtige Größe!

    Nun aber zum Burger: Leider wird man in Deutschland fast nie gefragt, wie man sein Fleisch gebraten haben möchte und ich habe auch vergessen von mir aus etwas zu sagen. Ich, zum Beispiel, hätte meine Frikadelle gerne noch etwas rosa gehabt, wohingegen das Fleisch auf diesem Burger komplett durch und deswegen logischerweise leicht trocken war. Zum Glück hielt die Soße kräftig dagegen und gab dem Burger die verlorene Saftigkeit zurück. Als Brötchen dienten durchschnittliche Hamburgerbuns, die aber kross genug waren, um der Soßenflut standzuhalten. Die restlichen Zutaten (Salat, Zwiebeln, Tomaten) waren frisch und passten gut zur Würze der Teriyakisoße. Die Pommes kamen leicht gesalzen und schön knusprig auf den Tisch. Die Krautsalatbeilage wirkte dagegen etwas lächerlich und bestand aus etwa drei Gabeln. Das Kraut hatte die Küche mit getrockneten Cranberries und Erdnüssen gepimpt, was sich zunächst einmal toll anhörte, aber im Mund ziemlich unspektakulär rüberkam. Dann doch lieber eine große Portion triefenden Salats ohne fancy Beilagen. Mein besonderer Dank gilt übrigens der Familie R., die mich an diesem Abend eingeladen hat! 🙂

    Mit genügend Donuts lassen sich auch sechs Stunden Zugfahrt überleben

    Für Nachtisch war nach diesem lukullischen Tag natürlich kein Platz mehr, ich musste sogar die Schokolade von Herrn und Frau R. ablehnen (wirklich!). Aber am nächsten Tag hatte sich mein Magen wieder erholt und glücklicherweise gibt es in Berlin am Hauptbahnhof eine Filiale von Dunkin Donuts. In weiser Voraussicht hatte ich genügend Zeit für den Wechsel von der S-Bahn in den ICE eingeplant. Auch wenn ich inzwischen die Münchner Boogie Donuts besser finde, sind die klebrigen Varianten von Dunkin Donuts immer noch lecker genug, um mich bei jedem Berlinbesuch sabbernd zur nächsten Filiale rennen zu lassen. Diesmal hatte ich mir allerdings einen fiesen Fehlgriff geleistet, denn die Füllung des neuen „Flower Power: Blue Passion“-Donuts (im Bild an den Marshmallows zu erkennen) schmeckte nach einer Mischung aus künstlichem Kaugummi und dem Inhalt eines ganzen Apothekerschranks. Nicht lecker und auf keinen Fall zu empfehlen! Boston Cream, Blueberry und Frosted Coconut dagegen umso mehr!

    Fazit: Auch wenn das Fleisch zu lange auf dem Grill lag, war die Kombination mit Teriyakisoße eine tolle Idee, die ich mit Sicherheit zu Hause mal nachkochen werde. 4 von 5 Burgerpatties.

    Burgeramt
    Krossener Straße 22
    10245 Berlin
    www.burgeramt.com
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    Gebacken

    Breakfast Club: Banane-Walnuss-Pancakes

    Ich kann wirklich nicht verstehen, warum sich viele Leute immer beschweren, dass es beispielsweise in den USA kein vernünftiges Brot zum Frühstück gäbe und sie sich nach dem Urlaub als Erstes ein „ordentliches deutsches“ Schwarzbrot besorgen müssen. Ich liebe nämlich amerikanisches Frühstück: Bagels, Rührei, Breakfastmuffins und natürlich Pancakes! Über meine Liebe zur deutschen Variante habe ich mich ja schon an anderer Stelle ausgelassen und die kleineren amerikanischen Geschwister mag ich ebenso gerne. Der Teig ist eine Mischung aus deutschen Pfannkuchen und französischen Crêpes, und zudem wird noch Backpulver untergerührt. Man bekommt die kleinen Teigfladen in den USA ganz klassisch mit Blaubeeren oder einfach pur in Ahornsirup ertränkt. Ich dagegen habe mich heute morgen für die Restverwertung entschieden und so eine Verwendung für die überreife Banane (ich bin da sehr empfindlich und esse Bananen pur eigentlich nur, wenn sie noch grün sind) gefunden. Ahornsirup war leider keins im Haus, deswegen mussten Dulce de Leche sowie Zucker und Zimt herhalten. Das Ergebnis war dennoch so lecker, dass ich mich nicht beherrschen konnte und mich ganz schön überfressen habe. Das Mittagessen kann muss ich heute wohl ausfallen lassen …

    Pancakes mit Banane und Walnüssen

    Für 4 Personen

    175 g Mehl
    1 Prise Salz
    4 EL (Puder)Zucker
    1-2 TL Backpulver
    4 EL Butter
    2 Eier
    200 ml Milch
    1 sehr reife Banane
    70 g Walnüsse
    Pflanzenöl

    Leider werden sie bei mir nie so schön rund wie in einem amerikanischen Diner

    1. Das Mehl mit Salz, Backpulver und Zucker in einer Rührschüssel vermischen. Butter zerlassen, leicht abkühlen lassen und zusammen mit den Eiern und der Milch aufschlagen. Die Milchmischung zum Mehl geben und alles glattrühren. Den Teig im Kühlschrank mindestens 15 Minuten, ruhig auch länger, ruhen lassen. Er sollte am Ende ziemlich dickflüssig sein.

    2. Die Walnüsse grob hacken, die Banane mit einer Gabel zerdrücken und beides unter den Teig rühren.

    3. In einer Pfanne etwas Öl bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Mit einer Schöpfkelle drei Teigportionen in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun backen. Die fertigen Pfannkuchen ggf. im Backofen warm halten.

    4. Wer am Tag vorher zum Beispiel einen Marathon gelaufen ist, kann es sich jetzt richtig dreckig geben und jeweils drei Pfannkuchen auf einen Teller stapeln und Butterflöckchen zwischen die einzelnen Pfannkuchen geben. Alle anderen greifen einfach nur nach dem Ahornsirup.

    Das Grundrezept kann natürlich beliebig variiert werden, beispielsweise mit anderen Früchten.

    Hemingway hätte das bestimmt auch für ein gutes Frühstück nach einer durchsoffenen Nacht gehalten

    Dieses leckere Frühstück ist gleichzeitig auch unser Beitrag zur Initiative Sonntagssüß.

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    Gekocht

    Slider selbstgemacht

    Unter einem Slider versteht man einen Hamburger, der bei relativ niedriger Temperatur auf einem Zwiebelbett gegart wird. Idealerweise benötigt man dafür eine Grillplatte, aber eine normale Pfanne tut es auch. Die Zubereitung ist denkbar simpel. Aus Hackfleisch (oder irgendeiner vegetarischen Masse) einen Burger formen, Zwiebeln in dünne Ringe oder Würfel schneiden, Pfanne vorheizen und den Bratling von einer Seite kurz anbraten. Währenddessen auf die Oberseite die Zwiebeln türmen und etwas in die Masse eindrücken. Dann den Burger wenden, eine Scheibe Käse drauf und ein kleines Hamburgerbrötchen aufgeschnitten auflegen. Dabei die untere Hälfte mit der Schnittfläche auf den Käse legen (ich habe noch einen Klecks Hunts BBQ Soße drauf verteilt)  und die obere Hälfte auch noch auf den Burgerturm. Der Dampf der Zwiebeln durchdringt jetzt den Burger und die Brötchen und sorgt für ein herrliches Aroma (in der ganzen Wohnung…). Ich habe die Pfanne zudem mit Küchentuch abgedeckt, damit der Dampf besser erhalten bleibt. Eine Zwiebelsauna für den Burger. Ein Geschirrhandtuch geht bestimmt auch, aber das würde ich danach nicht mehr für irgendwas anderes benutzen wollen. Wenn die Zwiebeln weich geschmort sind, nimmt man die obere Brötchenhälfte ab, und versucht die Brötchen/Zwiebel/Burger-Masse mit einem Pfannenwender aus der Pfanne zu holen und ohne größere Sauerei darauf zu legen. Ich habe zudem noch Tomaten hinzugefügt. Schmeckt original wie in einem siffigen Diner irgendwo im Mittleren Westen.

    Die Zwiebelringe ruhig dünner schneiden, als hier bei mir geschehen

    hamburgersliderFleisch120g Patties, mit der Hamburgerpresse geformt

    Noch ohne Käse

    Idealerweise sollte das Fleisch in der Mitte noch leicht rosa sein

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