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    Gemixt, Getestet

    Von Grapefruit Rosé und Neuzugängen in der Hausbar

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    Wenn ich an meine ersten Erfahrungen mit Cocktails zurückdenke, kommt mir neben einer Silvesterparty, für die wir einfach alles gekauft haben, was das Spirituosen- und Sirupregal so hergab, vor allem Caipirinha in den Sinn. Genau, Caipirinha. Neben Piña Colada der wohl abgenudelste Drink überhaupt. Und ihr merkt, ich bin schon etwas älter, denn ich habe den „Caipi-Boom“ der 90er und 00er Jahre voll miterlebt. Damals gab es kaum einen Geburtstag im Familienkreis, an dem nicht mit braunem Zucker, Holzstößel und Limetten hantiert wurde. Gleichzeitig war das für mich aber auch die erste Begegnung mit eigenen Cocktailgläsern. Denn zum üblichen Caipirinha-Starterpack gehörte neben Stößel und Schnaps immer mindestens ein Glas (üblicherweise mit hässlichem Aufdruck). Lange Jahre waren solche dickwandigen, uneleganten Gläser die einzigen Cocktailgläser in unserem Küchenschrank. Sie hatten durchaus auch ihre Vorteile, denn sie gingen wenigstens nicht sofort kaputt, wenn sie im Eifer besagter Silvesterpartys auch mal auf dem Boden landeten.

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    Aber die Jahre gingen ins Land, der Cocktailgeschmack wurde ausgefeilter und irgendwann fanden sich im Küchenschrank auch einige Tumbler, Martinigläser, zwei, drei Longdrinkgläser und ein paar einzelne Whiskygläser. Alles recht unschön zusammengewürfelt. Doch seit Kurzem sind wir in Sachen Cocktails bestens ausgestattet, denn die neue Perfect Serve Collection von Spiegelau wohnt nun bei uns und lässt unsere verstaubten Cocktailgläser ziemlich alt aussehen. Die neue Gläserserie wurde von Spiegelau gemeinsam mit dem preisgekrönten Barkeeper Stephan Hinz (Little Link, Köln) entwickelt – man kann sich also sicher sein, dass sie den Anforderungen zeitgemäßer Trinkkultur gerecht wird. Beim Design der zehnteiligen Serie hat man sich an den Traditionen klassischer Barkultur orientiert. Die geschliffenen Formen lassen mich an schummrige Sitzecken, leise Klaviermusik und kompetente Barkeeper_innen denken. Angenehm schwer liegen die Tumbler und Mixing Glasses in der Hand, während die feinen Martinigläser mit den dünn geschliffenen Rändern ganz elegant und mondän daherkommen. Ihr merkt schon, die hochwertige Kollektion hat es uns ziemlich angetan.

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    Natürlich müssen neue Gläser auch entsprechend gut „eingetrunken“ werden. Spiegelau hat den Gläsern der Perfect Serve Collection ein kleines Booklet beigelegt, für das Stephan Hinz passende Cocktailklassiker zu den entsprechenden Gläsern beigesteuert hat. So kamen wir in den Genuss zahlreicher klassischer Must-drinks wie Martini, Americano oder Negroni und konnten gleichzeitig unsere Mix- und Rührfertigkeiten etwas schärfen. Unser persönliches Lieblingsstück der Kollektion kam dabei besonders oft zum Einsatz: Das wunderbar elegante Coupette-Glas. Für dieses an klassische Champagnerschalen angelehnte Glas eigenen sich vor allem Drinks ohne Eis. Das Glas sollte vorher also im Eisschrank gekühlt (was alle Gläser der Kollektion gut aushalten) und der Shaker voller Eis gepackt werden, um die Zutaten richtig runterzukühlen. Ein feines Barsieb ist ebenfalls vonnöten, um kleinere Eisstücke rauszufiltern, die sich beim Shaken gelöst haben.

    Ein Drink, der nach dieser Form der Zubereitung verlangt, ist z.B. die herrliche Mischung aus Lillet Rosé, Gin und Pink-Grapefruit-Sirup. Die drei Zutaten verschmelzen zu einem frischen Mix aus herben und süßen Aromen mit ordentlicher Zitrusnote. Die schöne Farbe rundet den ausgewogenen Geschmack dann auch noch optisch ab. Wer jetzt allerdings aufgrund der Farbe und Blumendeko „Mädchendrink“ schreit, bekommt ordentlich eins mit der Shaker übergezogen. Das hier ist viel zu lecker, um sich in Sachen Geschlechterrollen in die 50er Jahre zurückzubeamen. Cheers!

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    Grapefruit Rosé (für ein Coupette-Glas):

    6 cl Lillet Rosé
    3 cl Gin (am besten eine Ginsorte mit ausgeprägten Zitrusaromen, z.B. Gin Sul, Windspiel oder Feel!)
    6 cl Pink-Grapefruit-Sirup*
    Eis
    Eine essbare Blüte

    Lillet Rosé, Gin und Sirup mit viel Eis in einen Shaker geben und 15-20 Sekunden gründlich shaken. Doppelt abseihen in ein vorgekühltes Coupette-Glas. Mit einer essbaren Blüte dekorieren und sofort servieren.

    *Für den Pink-Grapefruit-Sirup 100 ml Pink-Grapefruit-Saft mit 60 g Zucker in einem Topf erhitzen und köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und beim Abfüllen durch ein feines Sieb gießen, um das Fruchtfleisch zu entfernen.

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    Werbung: Vielen Dank an Spiegelau, die uns die Perfect Serve Collection zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Getestet, Getrunken

    Ein Craft-Beer-Glas für alle Fälle: IPA, Wheat & Stout

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    Es gibt Dinge, von denen man gar nicht ahnt, dass man sie braucht. Craft-Beer-Gläser stehen auf dieser Liste bei den meisten Leuten vermutlich ganz weit oben. So auch bei uns. Wenn man nicht direkt die Flasche ansetzen möchte, gibt es in München z.B. eigentlich nur drei Varianten, sein Bier zu trinken: aus dem typischen 0,5-l-Lagerglas fürs Helle, dem hohen Weizen- oder Weißbierglas und natürlich dem Bierkrug (nur echt in der 1-l-Ausfertigung). Höchstens in einer spezialisierten Bar wie dem Tap-House trifft man auch mal auf ein besonderes Tasting-Glas. Doch der Craft-Beer-Boom schafft neue Wünsche, und die Frage, ob ein tiefschwarzes Imperial Stout eigentlich aus dem gleichen Glas getrunken werden sollte wie ein klares, fruchtiges IPA, wird plötzlich virulent. So ist es nicht verwunderlich, dass ein globaler Konzern wie der Glashersteller Spiegelau die Zeichen der Zeit erkannt und sein Sortiment um drei Gläser erweitert hat. Wie es dazu kam, worin die Unterschiede zwischen einem Witbier aus der Flasche und aus einem Spiegelau-Glas bestehen und was ein Rollrand ist, durften wir vor einiger Zeit zusammen mit einigen anderen Food- und BierbloggerInnen ausführlich erfahren (und ertrinken).

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    Die Craft-Beer-Gläser wurden von Spiegelau allerdings nicht in Zusammenarbeit mit deutschen Brauereien entwickelt, sondern dort, wo Craft Beer in jedem noch so kleinen Kaff ein Ding ist: in den USA. Gemeinsam mit Branchengrößen wie Dogfish Head, Sierra Nevada, Rogue und Bell’s sind in durchdachten Workshops die drei etwas ungewöhnlich aussehenden Gläserformen entstanden. In mehreren Runden wurden Dutzende Glasformen getestet, bis am Ende das Glas feststand, das den Charakter des jeweiligen Biertyps am besten zur Geltung kommen lässt. Alle drei Gläser haben einen sehr dünnen, lasergeschliffenen Rand, der dafür sorgt, dass das Bier genau dort im Mund landet, wo die BrauerInnen es haben wollen. Also kein dicker Rollrand, der die meisten günstigen Biergläser aus Massenproduktion auszeichnet. Überhaupt sind die Gläser unglaublich dünn geblasen und dadurch sehr leicht. Der Gedanke dahinter ist, dass so der Wärmeaustausch zwischen Glas und Flüssigkeit so weit wie möglich reduziert werden kann – das Bier bleibt also länger kalt. So viel zur Theorie – doch lässt sich da wirklich ein Unterschied erschmecken? Und wie!! Der Direktvergleich beim Blogger-Workshop entlockt allen gehörige „aaahs“ und „oohhs“ – wir hatten nicht geahnt, dass die Beschaffenheit eines Glases wirklich so starken Einfluss auf den Geschmack nehmen kann!

    Was die drei Glasformen so besonders macht und welche dazu passenden Biere uns gerade gut schmecken?

    IPA – India Pale Ale

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    Das India Pale Ale ist der Craft-Beer-Stil schlechthin. Es gibt quasi keine kleine Craft-Brauerei, die nicht irgendeine IPA-Variation im Sortiment hat. IPAs zeichnen sich vor allem durch einen dominanten Hopfenanteil aus, weshalb das Glas die bitteren und fruchtigen Noten des Bieres hervorheben soll. Die lange Glasform und die relativ kleine Öffnung unterstützen nicht nur den Geschmack, sondern sorgen beispielsweise auch dafür, dass die Kohlensäure nicht sofort wuchtig die Zungenspitze trifft (und betäubt), sondern vielmehr fein perlend im Hintergrund bleibt. Das Glasdesign stellt außerdem sicher, dass zuerst die Zungenmitte getroffen wird und so der komplexe Geschmack des Bieres ausgewogen zur Geltung kommt und nicht verflacht. Im Test mit dem Sierra Nevada Pale Ale aus der Flasche und dem Glas bewahrheiten sich diese Überlegungen – das Bier aus dem Glas schmeckt deutlich komplexer.

    Unsere aktuellen IPA-Empfehlungen aus Deutschland:

    Distelhäuser Lucky Hop IPA, 7,7%; Braukunstkeller Mandarina IPA, 6,1%; Crew Republic 7:45 Escalation Double IPA, 8,3%.

    American Wheat Beer / Witbier

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    Eine deutlich größere Glasöffnung als beim IPA braucht es allerdings für amerikanische Weizen- oder belgische Witbiere. Dieser traditionelle Bierstil, bei dem Koriandersamen und Orangenschalen zum festen Bestandteil des Herstellungsprozesses gehören (tschüss Reinheitsgebot), braucht für sein fülliges, würziges Aroma einfach mehr Platz. Durch die offene Gestaltung des Glases, spült die Flüssigkeit den ganzen Mund, das Bier erreicht also alle Geschmacksknospen auf einmal. Die Kohlensäure, die im parallel getesteten Standardlagerglas ganz grob daherkommt, perlt hier wieder ganz fein und unterstützt den frischen Geschmack dieses Stils.

    Gut geschmeckt haben uns in letzter Zeit:

    Blanche De Namur, Belgien, 4,5%; Allagash White, USA, 5%.

    Stout / Porter

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    Die malzbetonten Sorten Stout und Porter haben wieder ganz andere Anforderungen an das passende Gefäß. Etwas größer als das IPA-Glas, aber nicht so bauchig wie die Weizen-Variante, entlockt es dem dunklen Bier die typischen Schokoladen-, Karamell- und Kaffeenoten, ohne jedoch die Bitternoten zu sehr zu betonen. Beim direkten Vergleichsschluck aus dem Lagerglas schleicht sich hier beispielsweise ein leicht verbrannter Geschmack ein, der durch die Lenkfunktion des Spiegelau-Glases vermieden wird. Die Stilform unterstützt außerdem die Schaumbildung.

    Wer es gerne dunkel mag, sollte hier zugreifen:

    Tilmans Die Dunkle, Deutschland, 5%; Evil Twin I Love You With My Stout, USA, 12%; Rogue Chocolate Stout, USA, 6,3%.

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    Alle Gläser zeichnen sich im Übrigen auch dadurch aus, dass sie die Rolle der Nase wertschätzen. Christian Kraus, Vertriebsgeschäftsführer von Spiegelau, erklärt dazu, dass der Geruch zu 80% entscheidend sei, wenn man Bier trinke. Durch die sich nach oben verengende Glasform werden bei diesen Gläsern (wie auch bei Wein- oder Nosing-Gläsern) die Aromen gebündelt und landen direkt dort, wo sie hinsollen. Und wer schon einmal die herrlichen Fruchtaromen eines bis zum Anschlag kalt gehopften IPAs oder den dicklichen Kaffee- und Schokoladenduft eines Stouts in der Nase gehabt hat, glaubt das auf der Stelle.

    In Deutschland sind die Gläser noch nicht so richtig angekommen, aber wenn man überlegt, welche Schwierigkeiten es immer noch bereitet, hier jederzeit ein ordentliches IPA zu kaufen, verwundert das eigentlich nicht. Bier ist für die meisten eben (noch) kein Genussmittel, sondern vielmehr Durstlöscher und Abfüllgetränk. Und das funktioniert mit dem Maßkrug wohl besser. In den USA sind die Gläser dagegen schon recht verbreitet, wie ein Blick auf Instagram zeigt. Wenn man sich dort durch die unzähligen Craft-Beer-Accounts klickt, begegnet man u.a. immer wieder dem geriffelten Hals des IPA-Glases.

    Es wäre Spiegelau zu wünschen, dass der Craft-Beer-Boom auch hierzulande für größeres Interesse an den Produkten sorgt. Für uns ist es nach diesem Tag jedenfalls nicht mehr so einfach, zum Standardglas zurückzukehren. Wir können auch wirklich nur ermutigen, die Sache selbst mal zu testen und zu schauen, ob sich so nicht noch ein Quäntchen mehr an Geschmack aus euren Lieblingsbieren herauskitzeln lässt.

    Wer noch mehr über unseren Tag mit Spiegelau erfahren möchte, sollte mal bei Männerabend vorbeischauen. Die Jungs haben eine tolle Podcast-Reihe zum Thema Bier und waren vor Ort, um mit uns über Bier zu plaudern. Und noch mehr Fotos vom Event findet ihr bei unserer #Alkoblogger-Kollegin von Kalinka’s Kitchen.

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    Werbung: Vielen Dank an Spiegelau und die Zweiblick-Mädels für die Einladung zum Event und die wirklich überraschenden Erkenntnisse in Sachen Bierglas! (Ohne das passende Glas geht hier gar nix mehr!) Unsere Meinung bleibt davon, auch im leicht alkoholisierten Zustand, unberührt.

    Hinweis: Alle Fotos ohne unser Wasserzeichen mit freundlicher Genehmigung von sampics Photographie.

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    Kulinarischen Trends auf der Spur: die AEG Taste Academy

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    Die Art und Weise, wie wir essen und kochen, wie wir mit verschiedenen Zutaten umgehen oder Aromen kombinieren, ändert sich ständig. Die Küche des 19. Jahrhunderts hat nicht mehr viel mit dem zu tun, was heute auf unseren Tellern landet (… worüber wir wohl auch ganz froh sein dürfen). Auch wenn es immer wieder Trends gibt, bei denen den Vorvätern und -müttern verklärt in die Töpfe geschaut wird, so gibt es doch kein Zurück mehr (auch wenn das z.B. in der eigentlich lobenswerten Slow-Food-Bewegung gerne mal vergessen wird). Die schnell fortschreitenden Trends im Blick zu behalten, ist auch für die Profis im Geschäft keine einfache Aufgabe. AEG hat deswegen mit der AEG Taste Academy eine neue Reihe von Kochevents aufgelegt, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen und einen Einblick in das geben, was kulinarisch gesehen gerade der heiße Scheiß ist. Lucki Maurer zeigt unter dem Motto „Nose to tail“, wie verantwortungsbewusster Fleischkonsum aussehen kann, damit Tiere nicht nur fürs Filet gemästet und geschlachtet werden. Bei Heiko Antoniewicz erhält man einen Einblick ins „Flavour Pairing“ und kann miterleben, wie mit modernen Küchentechniken z.B. Grapefruit, Ente und Schokolade zu neuen Geschmacksexplosionen verschmelzen. Der dritte im Bunde, Christian Mittermeier, geht die Sache dagegen etwas allgemeiner an und präsentiert in seinem Kurs verschiedene kulinarische Trends, die eindrucksvoll zeigen, wie moderne Küche aussehen (und schmecken!) kann.

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    An einem der in diesem Sommer nicht gerade raren Tage mit über 30°C geht es also zu den „Culinary Trends“ in ein Küchenstudio in Laim, wo uns der Sternekoch und Winzer Christian Mittermeier bereits mit zwei Kollegen (und glücklicherweise einem schier unerschöpflichen Vorrat an kühlen Getränken) erwartet und alles für ein fünfgängiges Menü vorbereitet hat. Wer will, darf helfen; nur zuschauen, zuhören und ab und an was aus der Pfanne klauen, geht aber auch in Ordnung. Wem es am Herd zu heiß wird, darf aber auch beim Anrichten helfen und bekommt gleich noch einige gute Tipps, wie das Essen ansprechend auf dem Teller landet.

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    Die fünf Gänge repräsentierten unterschiedliche Trends und deren Interpretation durch Mittermeier. Er erklärt uns das jeweilige Konzept hinter den Gängen, beginnend mit dem Schwerpunkt „Glokalisierung“. Dahinter verbirgt sich die (nicht nur beim Essen zu beobachtende) Entwicklung, dass die immer weiter fortschreitende Globalisierung mit einer gleichzeitigen Stärkung des Lokalen einhergeht. Für Mittermeier ergibt sich daraus vor allem die Verbindung vieler neuer Möglichkeiten. So geht es ihm nicht darum, das Rad zurückzudrehen und so zu tun, als würden sich alle Probleme in Luft auflösen, wenn wir nur noch rund um unser Haus einkaufen. Denn regional sei nicht automatisch besser und nur noch kleine Händler für die Versorgung zu haben, wäre zwar ein schöner Gedanke, würde den Welthunger aber auch nicht lösen. Deswegen sollte man kein schlechtes Gewissen haben, wenn ab und an doch mal etwas Exotisches wie eine Mango auf dem Speiseplan steht. Vielmehr sollte ein Bewusstsein für die Komplexität von Ernährung im 21. Jahrhundert entstehen und man könne es doch als positive Entwicklung verstehen, dass man heute einen Fisch innerhalb von 24 bis 36 Stunden in jede Küche bekommen kann und sowohl Informationen als auch Auswahl der zur Verfügung stehenden Waren förmlich explodiert sind. Die Herausforderung für KöchInnen – egal ob Profis oder Privatpersonen – ist allerdings, wie mit diesem Überangebot umgegangen werden kann. Mittermeiers Vorschlag, den er im ersten Gang toll umsetzt, ist, das Globale mit dem Lokalen zu verbinden. Zu schauen, was ich in meiner Umgebung bekomme, hier die Augen nach dem Unbekannten, dem Vergessenen offen zu halten und es dann mit Zutaten aus anderen Ländern zu kombinieren. Dass man dabei trotzdem auf faire Produktionsbedingungen, Nachhaltigkeit und ökologische Fragen achtet, ist für ihn selbstverständlich. Wie sich am Abend der AEG Taste Academy zeigt, geht diese Philosophie voll auf, denn die Kombination aus 18 Jahre altem Ochsenschinken aus Spanien, Musmehl von der Schwäbischen Alb (eine in Vergessenheit geratene Zutat aus gedarrten Dinkel- und Weizenkörnern, aus der die Landbevölkerung früher den sogenannten „Schwarzen Brei“ herstellte) und dem kräftigen Weislacker-Käse aus dem Allgäu passt perfekt. „Ein schwäbisches Risotto“, scherzt Mittermeier, bevor er sich schon dem nächsten Gang widmet.

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    Das bestimmende Thema des zweiten Gangs ist „DIY“: Do it yourself. Wer die aktuelle globale Foodie-Szene ein wenig verfolgt, sollte den Trend längst mitbekommen haben. Da wird Ketchup selbst zusammengerührt, in der Garage Craft Beer gebraut und stolz erzählt, wie sehr das eigene Brot dem vom Großbäcker überlegen ist. Auch wenn man hier wohl erneut realistisch bleiben sollte und ich nicht glaube, dass früher, als noch das meiste selbst hergestellt wurde, alles besser war, so ist das doch eine begrüßenswerte Entwicklung. Selbst Senfgurken einzulegen, wie Christian Mittermeier es für sein zweites Gericht getan hat, schärft den Blick für die Einfachheit der Zubereitung und lässt uns beim nächsten Gang in den Supermarkt vielleicht etwas kritischer auf die Zutatenlisten schauen. Wenn es dann auch noch derartig gut schmeckt, wie das von ihm zubereitete Senfgurkentartar mit Salzzitronen, das von einem Stück Lachs gekrönt und von Senfsoße begleitet wird, bekommt man sofort Lust, sich selbst in die Küche zu stellen.

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    Ein weiterer Trend, der in der aktuellen Sterneküche und insbesondere in Skandinavien am Durchstarten ist, lautet „Fermentation“. Also, chemische Prozesse, die durch Mikroorganismen hervorgerufen werden und bei denen es an allen Ecken kräftig brodelt, blubbert und zischt. Gärungsprozesse seien laut Mittermeier eine gute Option, um Textur und Geschmack von bekannten Lebensmitteln zu verändern. Obwohl die Fermentation aus Haltbarkeitsgründen ganz alltäglich sei – man denke nur an Sauerkraut -, muss darüber hinaus noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden (ganz vorne mit dabei ist übrigens Heimo, der zu unseren dirtyXbreaks auch gerne mal mit einem riesigen Tontopf mit fermentiertem Gemüse anrückt). An diesem Abend gibt es eine Variante von fermentiertem Kohl, die inzwischen auch in Deutschland ziemlich bekannt sein sollte: koreanisches Kimchi, das mit Salz, Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebel oft wochen- oder monatelang fermentiert wird. Dazu werden wieder regionale (Bamberger Hörnla) und globale (Garnelen) Spezialitäten gereicht, die das Kimchi zu einem köstlichen dritten Gang ergänzen.

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    „Hybrid Food“ lautet das Stichwort für Gang vier, bei dem ich einen alten Bekannten wiedertreffe: den Ramen Burger. Die Burgervariation, bei der das Brötchen durch asiatische Nudeln ersetzt wird, hatte ich im letzten Jahr bereits mutig in Brooklyn probiert, doch Christian Mittermeier bringt uns eine noch wildere Mischung auf den Teller. Statt Rindfleisch verwendet er Pulled Pork, das nach mehreren Stunden im Sous-vide-Bad und im Ofen zur Perfektion gegart wurde und mit einem Mango Relish garniert ist (wer Mango auf dem Burger für eine tolle Idee hält, wird übrigens auch bei uns fündig).

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    Kaum zu glauben, dass nach diesen vier Gängen noch Platz für Nachtisch ist. Doch gerade für das Finale hat sich Mittermeier einen richtigen Knaller überlegt. Unter dem Motto „Misfits“ – Gemüse oder allgemein Produkte, die nicht dem vom Konsumenten gewünschten perfekten Zustand entsprechen -, nehmen er und seine Kollegen sich der Möhre an. Möhre zum Nachtisch? Geht das? Jupp, geht sogar supergut! Die Möhre finden wir in verschiedenen Texturen auf dem Teller: als Panna Cotta, mit Vanille Sous-vide gegart und als Emulsion mit Maracuja. Ganz schön ungewöhnlich und ein toller Abschluss, der zeigt, wie aufregend Kochen sein kann, wenn man mal ein wenig über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausschaut. Wenn die aktuell schon sehr fleisch- und fischlastig ausgerichteten Kurse jetzt noch etwas mehr Alternativen für VegetarierInnen und VeganerInnen anbieten würden, wären wir sicher bald wieder dabei!

    Wer nun auch Lust auf einen solchen Kurs bekommen hat, schaut einfach bei AEG nach, ob die Taste Academy irgendwo in der Nähe haltmacht und darf sich dann auf einen tollen Abend freuen. Und wer noch mehr über die Reihe und das Thema „Culinary Trends“ im Speziellen erfahren möchte, klickt am besten mal rüber zu Stefan oder Tina.

    Werbung: Vielen Dank an AEG für die Einladung zur Taste Academy – wir hatten einen wirklich spannenden und leckeren (wenn auch sehr schweißtreibenden) Abend! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Deutschland, Gegessen, Gereist, Getestet, München

    Wenn der Burgerlieferdienst 3 x klingelt …

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    Ihr kennt das bestimmt: Da sitzt man abends zu Hause, der Magen knurrt und ganz plötzlich überkommen einen unstillbare Gelüste. Doch der Kühlschrank ist leer (oder nur gelüsteunlustig befüllt). Außerdem wohnt man in Bayern und hat die Rechnung ohne die Ladenöffnungszeiten gemacht. Vielleicht regnet es draußen aber auch in Strömen oder man ist nach einem anstrengenden Tag einfach nicht mehr in der Lage, sich vom Sofa zu erheben.

    Der beste Zeitpunkt also, die Essenszubereitung auszulagern und einen Lieferdienst zu bemühen. In der Regel fällt unsere Wahl dann auf Pizza – doch was ist, wenn der Heißhunger nach Burgern verlangt? Aber Burger vom Lieferdienst – ob das so eine gute Idee ist?? Bis vor Kurzem hatten wir diesen Schritt noch nicht gewagt, doch für Lieferheld haben wir drei Burgerlieferdienste in München getestet und nach strengen Kriterien bewertet.

    Unsere Voraussetzungen für die Auswahl der Lieferdienste waren: Das Burgerangebot sollte ein zentraler Bestandteil der Speisekarte sein und neben klassischen Burgern auch vegetarische Burger beinhalten. Wir erhofften uns, dadurch die etwas hochwertigeren Angebote zu finden und so Anbieter zu umgehen, bei denen neben Pizza, Döner, Schnitzel, Sushi und Curry auch noch ein Chicken Burger für 3,99€ auf der Karte steht.

    Bewertet haben wir Pünktlichkeit der Lieferung, Temperatur des Essens, Optik, Geschmack sowie Qualität und Frische der verwendeten Zutaten.

    1. Restaurant Bürger’s

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    Bei Bürger’s handelt es sich um ein Restaurant in Sendling, das auch einen Lieferservice betreibt. Schon mal keine so schlechte Voraussetzung. Wir entscheiden uns für den Veggie Chili Cheese Burger mit Wedges (10,20 €) und den Bacon Cheese Burger mit Pommes (10,80 €) und geben unsere Bestellung über die Lieferhelden-App auf. Praktisch ist, dass man bei Bestellungen immer einen Lieferzeitpunkt angeben kann. So kann man die Bestellung schon nachmittags absenden und pünktlich zum Abendessen steht die Lieferung vor der Tür. So auch hier, es klingelt sogar ein paar Minuten früher als vereinbart. Das Essen kommt warm, aber auf den ersten Blick wird klar, dass zumindest die Buns übliche Massenware sind und auch die Patties sehen nicht gerade selbst gemacht aus. Beim Fleisch bestätigt sich der Verdacht, denn das Patty hat die übliche feine, sehr dichte Konsistenz von TK-Ware. Die Soße ist ok, aber kein Highlight, und leider kann auch die Tatsache, dass das Gemüse immerhin frisch und der Bacon krosser als erwartet ist, es dennoch nicht mehr rausreißen. Auch beim vegetarischen Burger sind wir nicht völlig begeistert. An sich ist der Burger gut mit Salat, Gurken und Chilis belegt. Doch das Brötchenproblem bleibt und beim Patty dominiert vor allem der Chilipart. Der Burger ist scharf – richtig, richtig scharf. So scharf sogar, dass alles andere überdeckt wird und wir den Burger nicht aufessen können. Alles in allem erinnern die Burger ein wenig an das, was wir in unserer Studentenzeit verbrochen haben – irgendwie schon ok, aber eben nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügend. Die Wedges sind allerdings gut gelungen – außen knusprig, innen weich und passend gewürzt – und der mitgelieferte Cole Slaw ist auch genießbar.

    2. My Stolz – The Burger Boss

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    Ok, definitiv der Lieferdienst mit dem merkwürdigsten Namen. Wir sind gespannt, ob der Burger Boss wirklich stolz auf seine Burger sein kann. Nachdem wir uns durch die reichhaltige Auswahl geklickt haben (es gibt erfreulicherweise sogar mehr als eine vegetarische Option), klingelt es auch hier zur vereinbarten Zeit an der Tür. Die Lieferung ist warm und schon beim Auspacken wird klar, dass wir heute Abend wohl nicht hungrig ins Bett gehen müssen. Die beiden Burger sind riesig und on top gibt es Cole Slaw und Pommes – das entschädigt für die 2 € Liefergebühr. Im Gegensatz zur ersten Bestellung scheinen Brötchen und Patties tatsächlich selbst gemacht zu sein und auch der Krautsalat schmeckt besser als die übliche Massenware. Beide Burger kommen mit ordentlich Soße und auch bei den übrigen, recht frisch wirkenden Zutaten wurde nicht gespart. Beim Presley Beef Big Burger (11,90 €) ist es sogar etwas zu viel des Guten, denn das eigentlich ganz gute Fleisch geht in der Masse der Zutaten leider etwas unter. Der vegetarische Big Bean BBQ Big Cheeseburger (10,90 €) kommt ganz schön rauchig daher, auch hier ertränkt die Vielzahl der Soßen die übrigen Zutaten ein wenig. Doch Geschmacklich ist der Burger gar nicht mal so schlecht. Das vegetarische Patty recht kross, der Burger mit frischen Zutaten belegt und auch die Pommes sind in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Beide Burger würden wir gerne noch mal ganz frisch aus der Küche probieren.

    3. Munich Burger Service

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    Die letzte Station unserer Reise durch Münchens Burgerlieferdienste ist der Munich Burger Service. Hier bekommen wir am meisten für unser Geld. Für rund 25 € erhalten wir neben zwei Burgern mit Pommes und Cole Slaw auch noch eine kleine Packung Eis und ein Getränk. Wieder kommt alles pünktlich und warm bzw. gekühlt bei uns an. Leider bekommen wir nicht das Eis, das wir bestellt hatten, da die Sorte wohl aus war. Stattdessen wird uns eine Ersatzsorte angeboten, die wir aber nicht annehmen müssen. Wollen wir aber, denn immerhin kommt das Eis trotz Hitzewelle noch gefroren bei uns an und zum Glück mögen wir ja fast alle Ben & Jerry’s-Sorten. Damit endet der positive Eindruck des Munich Burger Service allerdings schon, denn gleich beim Auspacken wir klar, dass die Burger eher spärlich und lieblos belegt sind – ganz flach und eingefallen liegen sie da. Ein Blick unter die (Standardsupermarkt-)Buns bestätigt diesen Eindruck: der Vegetable Burger (9,20 €) besteht lediglich aus zwei labbrigen Salatblättern, einem schlechten Fertigpatty und „Spezialsoße“, die zudem nur sehr bescheiden und lieblos auf dem Burger verteilt wurde. Das macht die Sache zu einer mehr als trockenen Angelegenheit. Pappig, muffig und langweilig lautet hier das Fazit – von frischen Zutaten keine Spur. Der Hot Pepper Burger (9,20 €) legt die Latte ähnlich tief: auch hier ein Fertigpatty, dazu immerhin Tomate, Gurke und Jalapeños (aus dem Glas). Auch dieser Burger ist keine Offenbarung. Wir behaupten mal, dass die Burger der gängigen Fast Food-Ketten sogar die bessere Wahl gewesen wären. Ganz schlimm sind allerdings die Pommes – superpappig und von labbriger Konsistenz; geschmacklich dominiert altes Frittierfett. Da kann auch der wohlwollendste Lieferdienstbonus nichts mehr retten. Der Fertig-Cole-Slaw ist dagegen wirklich ok, aber auch keine Wucht. Neee, das war nix! Hier sollte man wirklich nicht bestellen!

    Fazit

    In München Burger nach Hause zu bestellen, stellt einen vor eine ganz schöne Herausforderung. Man sollte genau auswählen, wo man seine Bestellung aufgibt, denn die Nietenquote scheint recht hoch zu sein. Beim Burger Boss würden wir an einem hungrigen Abend, der nach fettigem Essen, Bier und Actionfilmen schreit, eventuell noch einmal bestellen, die beiden anderen Läden können wir leider nicht empfehlen. Wunderbar funktioniert hat aber die Bestellung über die Lieferhelden-App. Die Bedienung war einfach und übersichtlich und auch bei Zahlung und Lieferung lief alles hervorragend!

    Werbung: Vielen Dank an Lieferheld für die ungewöhnliche Aufgabe und die Unterstützung bei diesem Artikel. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

    PS: Wer eher Lust hat, seine Burger weiterhin selbst zu machen, kann ja mal in einige unserer Rezepte reinschauen: Sherry-Pilz-Burger, Knödel-Burger, Vegetarischer Burger mit Portobellopilzen, Vegetarischer Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa oder North African-style Burger.

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    All you can (m)eat: Dry-Aged-Beef, Hummer und Kalbsbäckchen im grill 93

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    Ein All-you-can-eat-Angebot für Fleisch? In einem Hotelrestaurant? Eigentlich müsste man spätestens jetzt skeptisch werden und sich fragen, ob es sich dafür wirklich lohnt, in den Schwabinger Norden zu fahren. Allerdings ist das grill 93 nicht irgendein Hotelrestaurant, sondern das Steakhouse des Münchner Marriott, in dem mit Küchenchef David Seidel und Souschef Martin Gruß zwei außergewöhnliche Köche hinter Herd und Grill stehen. Vom Können des Teams konnte ich mich schon im letzten Jahr überzeugen, und anlässlich der Neueröffnung des Restaurants wurde ich zusammen mit einigen anderen BloggerInnen und JournalistInnen erneut eingeladen. Einen ganzen Abend lang bekommen wir einen ausführlichen Einblick in das neue Konzept, können uns einmal quer durch die Speisekarte probieren und dürfen sogar einen Blick hinter die Kulissen werfen.

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    Im Hotel angekommen, gibt es zum Einstieg einen Prime Time – einen Drink mit Amaretto, Orangensaft und einem ordentlichen Schluck Slyrs Whisky. Entsprechend gut ist die Laune, als wir alle gemeinsam in die Küche geführt werden und dort eine Überraschung auf uns wartet: Um das Anrichten der Vorspeise „dürfen“ wir uns nämlich selbst kümmern. Dummerweise besteht der Teller nicht aus zwei bis drei, sondern eher 15 bis 20 Komponenten, die wir gemäß eines Beispieltellers anrichten sollen. Wenige Minuten braucht der Souschef normalerweise für eine Portion, bei uns dauert es etwas länger, bis wir in Teamarbeit inmitten des laufenden Betriebs (zum Glück hat keiner was dagegen, dass wir heimlich Süßkartoffelpommes klauen …) die Teller hergerichtet haben. Zur Belohnung dürfen wir in den Gastraum und uns an Ente mit Rhabarber und Wurzelgemüse gütlich tun. Das Gericht ist Teil des saisonalen Angebots, das immer wieder wechselt und nicht unbedingt dem klassischen Steakhouse-Klischee entspricht.

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    Copyright: Vicky Klieber / www.thegoldenbun.com

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    Wer dagegen die volle Ladung vom Grill serviert bekommen möchte, greift lieber zum zweiten Bestandteil des kulinarischen Konzepts: Prime Time nennt sich das Angebot, das hochwertige – und entsprechend nicht ganz günstige – Grillgerichte bietet. Dry-Aged-Steak, Hummer und Fisch stehen zur Auswahl und werden jeweils mit Gemüse und einer Beilage serviert (23-50€). Mehr als gelungen ist die Forelle, die butterzart von den Gräten fällt und mit Kräutern gefüllt ist. Von den Beilagen finden bei uns am Tisch insbesondere die mit geschmorten Zwiebeln verfeinerten Rosmarinkartoffeln großen Anklang.

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    Da man im Marriott aber auch andere Gäste ansprechen möchte, gibt es als dritten Bestandteil der neuen Karte das „All you can (m)eat“-Menu. Hier kommen etwas günstigere, aber dennoch hochqualitative Fleischsorten auf den Tisch und werden auch mal ganz unprätentiös als Schmorgericht zubereitet. Für ca. 25€ kann man dann essen, bis die Hose platzt, und Kinder bis zwölf Jahre essen sogar kostenfrei. Die Idee dahinter ist, dass man als Gruppe kommt, jede/r ein anderes Gericht bestellt und diese dann in der Mitte des Tisches serviert werden. So kann man überall probieren und der Restaurantbesuch wird zur großen Potluck-Party. Da sich David Seidel und sein Team natürlich auch hier voll reinhängen, steht die Qualität der Zubereitung dem Prime-Time-Angebot in nichts nach. Zudem findet sich auch mal Ungewöhnliches auf der Karte, wie die geschmorten Kalbsbäckchen – ein echtes Soulfood und besondere Leibspeise von Souschef Martin Gruß. Kann ich gut verstehen, denn das perfekt gegarte Fleisch zerfällt praktisch im Mund.

    Marriott Grill 93 Steak-Restaurant München-8

    Marriott Grill 93 Steak-Restaurant München-6

    Marriott Grill 93 Steak-Restaurant München-9

    Abgerundet werden alle Gerichte durch eine Salz- und Kräuterstation. Dort haben alle Gäste die Möglichkeit, sich mit einem kleinen Mörser eine eigene Salzmischung zusammenzustellen. Es stehen verschiedene Salze, Kräuter und Gewürze zur Auswahl, mit denen man seinem Stück Fleisch die ganz persönliche Note verleihen kann. Solche Kleinigkeiten zeigen ganz gut, dass hier nicht einfach nur auf den aktuellen High-Price-Fleischzug aufgesprungen werden soll, sondern vielmehr mit Liebe gegrillt und bewirtet wird.

    Marriott Grill 93 Steak-Restaurant München-7

    Fazit: Wer Lust auf gutes Fleisch hat, aber von der Sehen-und-gesehen-werden-Atmosphäre der zahlreichen Grillrestaurants der Münchner Innenstadt abgeschreckt wird, sollte den Weg nach Schwabing auf sich nehmen. Das Team um David Seidel kocht auf einem hohen Niveau und das nicht nur zu abgehobenen Preisen. 5 von 5 gegrillten Hummern.

    grill 93 im Marriott Hotel
    Berliner Strasse 93
    80805 München

    Vielen Dank an das Team vom Marriott München, die mich zu diesem informativen und leckeren Abend eingeladen haben. Meine Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Deutschland, Getestet, Getrunken, München

    München im Whisky-Fieber: ein Rückblick auf die Finest Spirits 2015

    Finest Spirits 2015 München Whisky-3

    Jedes Jahr Ende Februar lassen sich im Münchner MVG Museum, zwischen alten Straßenbahnen und einem Bussimulator, die aktuellen Spirituosentrends erkunden. Unzählige Aussteller aus der ganzen Welt präsentieren auf der Finest Spirits ihre neuesten Kreationen und geben einen Einblick in alles, was derzeit angesagt ist. Wie auch schon 2014 habe ich mich der harten Aufgabe gestellt, mich am Eröffnungstag durchs Sortiment zu probieren. Dabei haben sich einige interessante Entwicklungen herauskristallisiert, die ich euch zusammen mit den spannendsten Neuentdeckungen präsentieren möchte:

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    Whisky – alterslose Weltbürger

    Ganz deutlich zeigt sich, dass die Tendenz der letzten zwei bis drei Jahre, immer mehr Whiskys ohne Altersangabe – also mit No-age-Statement – auf den Mark zu bringen, auch zukünftig bestimmend sein wird. Der Whisky-Boom der letzten 15-20 Jahre hat die Lagerhäuser deutlich geleert und bis sich die inzwischen wieder gesteigerte Produktion der letzten Jahre bemerkbar macht, wird es wohl noch eine Weile dauern. Also verzichten viele neue Whiskys auf eine Altersangabe (so auch die auf den Fotos oben zu sehenden Neuvorstellungen von Glenlivet und Glenmorangie), was aufgrund des Fetisches um möglichst lange Lagerzeiten eigentlich auch ganz gut ist. Gleichzeitig zeigt sich, dass guter Single Malt nicht mehr nur aus Schottland kommen muss. Immer mehr Brennereien aus Europa oder auch Asien drängen mit neuen, aufregenden Flaschen auf den Markt, und diese jungen Marken werden mit jedem Jahr besser. Meine Highlights kamen diesmal aus Schweden, der Schweiz und Taiwan.

    Finest Spirits 2015 München Whisky-9

    In Schweden wird seit 1999 unter dem Namen Mackmyra Whisky produziert, der inzwischen eine hervorragende Qualität erreicht hat. Die Abfüllungen besitzen einen ganz eigenen Geschmack, den ich nicht ganz verorten kann, der aber wohl auf die Lagerung in schwedischen Eichenfässern zurückzuführen ist. Das sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert, trotz der vielen Varianten, die bei Mackmyra inzwischen verfügbar sind. Man zeigt sich dabei deutlich experimenteller als in Schottland, hat Lagerhäuser in verschiedenen Landesteilen und Klimazonen und es gibt sogar Drams, denen am Ende noch ein Finish mit Kaffeebohnen oder Maulbeeren verpasst wird. Dem Puristen rollen sich da vermutlich die Zehennägel hoch; ich finde es toll!

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    Nicht ganz so abgedreht, aber auch etwas ab vom Standard-Single-Malt finden sich die Whiskys der von mir schon im letzten Jahr erwähnten Schweizer von Säntis Malt. Hier wird in Bierfässern gelagert (immerhin gehört die Marke zu einer Brauerei) und mit Braumalz gearbeitet. Das Ergebnis sind ausdrucksstarke Spirituosen, die trotz der bisher nur kurzen Lagerzeit eine tolle Tiefe besitzen. Spezialabfüllungen erhalten zudem auch mal ein mutiges Finish im Kirschweinfass. Seit Neuestem wird Säntis Malt in Deutschland von Caminneci vertrieben, daher gibt es auch gleich eine Limited Edition für den deutschen Markt. Die Germany Edition II (2015) kommt mit ordentlichen 48% daher und wurde nach drei Jahren in den üblichen Bierfässern weitere zwei Jahre in frischen Sherryfässern gelagert. Die Sherryaromen landen auch als Erstes in der Nase – es riecht toll nach Rosinen und getrockneten Früchten. Im Geschmack findet sich eine ganz leichte Rauchnote, eine dezente Schärfe (die 48% sind gut eingebunden) und leichte Holznoten. Der Whisky ist längst nicht so süß, wie der Geruch vermuten lässt, sondern schön würzig und füllt sofort den ganzen Mund aus. Ein komplexer, nicht zu gefälliger Whisky, der einen angenehmen Nachgeschmack hinterlässt. Wenn ihr eine von den wenigen Flaschen seht: zugreifen!

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    Ganz weit weg von allen Whisky-Klischees geht es mit meiner dritten Entdeckung: nach Taiwan. Dabei ist es nur logisch, dass auf der Insel hervorragender Whisky produziert wird, gehört das Land doch zu den Hauptabnehmern von Whisky weltweit. So verwundert es auch nicht, dass die Brennerei Kavalan aktuell 6 Millionen Flaschen im Jahr produziert. Derzeit sind acht Whiskys im Angebot, alle von hervorragender Qualität. Dabei sollte man sich auch nicht vom jungen Alter in die Irre führen lassen, denn das Klima in dem asiatischen Land sorgt dafür, dass der Reifeprozess etwa drei- bis viermal so schnell abläuft, wie in Schottland. Ein gerade einmal dreieinhalb Jahre alter Single Malt, wie der bei der Masterclass zuerst verkostete Kavalan Concertmaster, entspräche also eher einem zwölfjährigen Schotten. Sechs Monate verbrachte er zudem in Portweinfässern, was für eine tolle, schwere Süße sorgt. Mein Favorit der vier verkosteten Whiskys ist leider auch gleich die teuerste Flasche im Angebot. Der mit 56% ordentlich starke Kavalan Solist (Ex-Bourbon, Cask Strength) kommt auf stolze 120€, ist aber auch ein extremst toastiger, kräftiger und vollmundiger Dram. Mit Wasser wird er noch etwas komplexer und hinterlässt einen langen Abgang. Wer mir also eine Freude machen will … *hust*.

    In Anbetracht der aktuellen Preisentwicklungen ist es begrüßenswert, dass immer mehr Player auf den Markt drängen und die Anzahl der hochwertigen Abfüllungen, die außerhalb Schottlands produziert werden, ansteigt. Ich bin gespannt, was die kommenden Jahre bringen werden.

    Gin – der Boom hält an

    Die Zahl der Ginsorten ist kaum noch zu überblicken. Inzwischen sind Gin-LiebhaberInnen auch schon Zielscheibe des allgemeinen Spotts geworden (z.B. bei jetzt oder Vice – eine Replik gibt es bei Mixology) und alle warten gespannt auf die nächste Sau, die durchs Dorf bzw. die Bar getrieben werden kann. Noch hält der Boom jedoch an und auch wenn 2015 Rum im Fokus der Finest Spirits stand, war Gin dennoch an allen Ecken und Enden zu finden. Eigentlich kaum zu glauben, dass immer noch neue Sorten auf den Markt kommen.

    Nicht ganz neu – aber von mir bisher noch nicht getestet – ist z.B. der Granit Gin aus der bayrischen Brennerei Penninger. Der mit Zutaten aus dem Bayerischen Wald verfeinerte Gin ist allerdings nicht ganz mein Fall, fehlt ihm für meinen Geschmack doch das Besondere, das ihn von anderen Sorten unterscheidet (und den Preis von über 30€ rechtfertigt).

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    Interessant war dagegen eine ganz neue Kreation aus Brandenburg, die ich im Vorfeld schon auf Instagram entdeckt hatte: Tonka-Gin. Auch wenn es den Puristen vielleicht gruseln mag – das ist zumindest eine Zutat, die ich bisher noch in keinem Gin gefunden habe. Der Geschmack ist dementsprechend auch schön vanillig, ohne zu sehr ins Süße abzudriften. Ein interessantes Nischenprodukt, mit dem man bestimmt auch toll mixen kann.

    Ebenfalls ganz neu auf dem Markt ist der G=in³, den die Brennerei Ziegler herstellt. Vielleicht war es schon zu spät am Abend, aber auch hier war ich nicht zu 100% überzeugt. Schlecht schmeckt der Wachholderschnaps allerdings nicht, denn er ist angenehm leicht im Geschmack, ohne eine angemessene Härte beim Alkohol vermissen zu lassen.

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    Meine ganz persönliche Entdeckung kam allerdings vom Bodensee. Dort brennt die Familie Senft seit einigen Jahren schon ganz hervorragende Obstbrände und Liköre (der Williams und der Haselnusslikör sind göttlich!) und hat inzwischen neben einem eigenen Whisky auch einen Gin im Angebot. In der schlichten Flasche verbirgt sich ein kräftiger Gin mit klaren Zitrusnoten, der mich so überzeugt hat, dass eine Flasche mit nach Hause musste. Ich bin gespannt, wie er sich im Gin Tonic und anderen Drinks so anstellt.

    Finest Spirits 2015 München -1

    Natürlich gab es auch 2015 noch viele andere Getränke zu verkosten (z.B. leckeren Orangen-Hopfen-Likör), aber das würde an dieser Stelle wohl den Platz sprengen. Die Finest Spirits hat auf jeden Fall gezeigt, dass es im Spirituosenbereich spannend bleibt und es auch abseits der bekannten Marken noch einiges zu entdecken gibt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das kommende Jahr! Bis dahin habe ich jetzt ja erst mal genügend Vorräte angesammelt.

    Vielen Dank an storykitchen für die Einladung zur Messe und das Probefläschchen Säntis Malt vorab. Meine Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Gegessen, Gekauft, Gereist, Geteilt, Getestet, Getrunken, New York, USA

    If I can’t eat it here, I won’t eat it anywhere: New York kulinarisch II {Manhattan}

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    Das Jahr ist noch jung und so auch die Planung der Reisen, die uns 2015 erwarten. Die Ruhe der ersten Januartage eignet sich besonders gut für das Sprudelnlassen von Gedanken und das erste Ausformulieren halb garer Ideen. Noch ist Zeit, blickt man doch einem ganzen Jahr entgegen, das mit vielen Eindrücken befüllt werden will. Habt ihr schon Ideen, wohin es euch 2015 treiben wird? Falls New York eines eurer Reiseziele werden soll, sei euch Teil 1 unseres Food-Guides zu New York wärmstens ans Herz gelegt: No eat till Brooklyn: New York kulinarisch I {Brooklyn}. Da wir uns natürlich nicht nur durch Brooklyn, sondern auch einmal quer durch Manhattan gefuttert haben, folgt hier unser zweiter Teil mit kulinarischen Empfehlungen, denen ihr unbedingt nachgehen solltet, wenn ihr mal in New York seid.

    Unsere kulinarischen Tipps für Manhattan:

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    {The Butcher’s Daughter}

    Frühstück – Lunch – Brunch – you name it. Den Vormittag solltet ihr jedenfalls bei der Metzgerstochter verbringen. Das hippe Café, das sich selbst als „vegetable slaughter house“ bezeichnet, serviert ausgefallene und köstliche vegetarische und vegane Speisen, natürlich alles in Bio-Qualität und von Bauern aus der Region bezogen. Ein Platz auf der gut besuchten Straßenterrasse eignet sich zudem hervorragend, um vorbeieilende Großstädter und New Yorker „cool Kids“ am Nachbartisch zu beobachten. Serviert wird neben kostenfreiem Minz-Wasser ein für amerikanische Verhältnisse extrem guter Kaffee und ein Knaller-Frühstück: Nach einer Scheibe Smashed Avocado Toast mit Avocado, Apfel, Curry, Senfsamen und Limette (7$) und einem Egg Sandwich mit Rührei, Cashew-Käse, Grünkohl und Tomatenmarmelade (10$) wünschen wir uns, hier jeden Morgen frühstücken zu können. Zum Mitnehmen gibt es noch einen Ananas-Basilikum-Smoothie-Popsicle (4$). Ein dickes YUM und Dankeschön an Dani von Flowers on my plate, die uns das Café empfohlen hat! The Butcher’s Daughter // 19 Kenmare Street, New York.

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    {Ess-a-Bagel}

    Etwas klassischer und traditionsbewusster geht es im Ess-a-Bagel zu. Die beiden Filialen in Manhattan zählen zu den besten Bagel-Shops in ganz New York. Auch wenn man beim Eintritt in den Laden nahe des Rockefeller Centers nicht unbedingt das Gefühl hat, gerade ein kulinarisches Frühstücksparadies betreten zu haben, sollte man sich vom rustikalen Flair des Delis, dem leicht muffigen Geruch und den etwas klebrigen Tischen nicht abschrecken lassen. Seit den 70ern werden hier Bagels in Handarbeit produziert, die lange Schlange von Bagelhungrigen, die einmal quer durch den Laden führt, spricht Bände. Einmal angestellt, hat man so immerhin genügend Zeit, sich durch die Vielzahl an Bagel- und Frischkäsesorten zu lesen, die über der Theke angeschrieben stehen. Erstaunlich viele vegane Aufstriche fallen dabei ins Auge, und wer mutig ist (wie Steffen), kann eine der skurrileren Kombinationen probieren, z.B. einen Cinnamon Raisin Bagel mit Banana Walnut Cream Cheese. Es ist früh, meine Experimentierfreude hält sich noch in Grenzen, daher gibt es für mich einen Everything Bagel mit einem Aufstrich aus getrockneten Tomaten. Das Brot ist perfekt, fest und doch luftig, die Bagels riesig und Steffen fast traurig, dass sein Hunger nicht für einen zweiten reicht. Den Bagel mit Oreo Cream Cheese wird er wohl beim nächsten Besuch probieren müssen. Ess-a-Bagel // 831 3rd Avenue, New York.

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    {Beyond Sushi}

    Kleiner Hunger zwischendurch? Dann lohnt sich ein Zwischenstopp in einer der drei New Yorker Filialen von Beyond Sushi. Der kleine Laden zeigt, wie kreativ, bunt und lecker veganes Sushi sein kann. Die Auswahl ist riesig, die Kombination der Reisröllchen erfrischend ungewöhnlich. Da wird schwarzer Reis mit Gurke, Tofu und Kiwi gepaart oder die Hand Roll mit Kimchi gefüllt. Wir entscheiden uns für zwei California Rolls und ein paar Nigiri – welche Sorten es genau waren, bekommen wir allerdings nicht mehr zusammen. Irgendwas mit Mango und Pfirsich, der Teller war jedenfalls sehr bunt und das Sushi köstlich! Dazu noch eine Watermelon Lemonade und man fühlt sich bestens gestärkt für die 18 Meilen Bücherregale des nahe gelegenen The Strand Book Stores, den man keinesfalls verpassen sollte! Beyond Sushi // u.a. 229 East 14th Street, New York.

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    {Union Square Greenmarket}

    An vier Tagen in der Woche findet direkt am Union Square ein großer Farmers Market statt, bei dem eine Vielzahl an Bauern und Kleinbetrieben aus der Region zusammenkommen, um ihre Bio-Produkte an den/die New YorkerIn zu bringen. Im Gegensatz zum gegenüberliegenden Whole Foods (oder „Whole paycheck market“, wie ihn ein Amerikaner, den wir auf der Reise kennengelernt haben, nannte), bekommt man dort, wie auf fast jedem Farmers Market, für amerikanische Verhältnisse recht günstiges Obst und Gemüse. Die Website zum Greenmarket bietet zudem einen guten Überblick über sämtliche Farmers Markets der Stadt. Union Square Greenmarket // Mo., Mi., Fr. und Sa. am Broadway/17th Street, New York.

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    {Küchengeschäfte}

    Wenn man sich schon in der Union-Square-/Flatiron-Gegend aufhält und sich nur annähernd fürs Kochen und Backen (oder einfach nur fürs Essen) interessiert, gibt es dort einige schöne Läden, denen man unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Allen voran Fishs Eddy, deren Shop uns bereits vor vier Jahren (damals noch ohne Foodblog) in Verzückung versetzte. An jeder Ecke stapeln sich hier Teller, Tassen & Co., hübsche Geschirrtücher und andere Props in allen erdenklichen Farben und Formen. Doch Achtung, Augen und Geldbeutel fühlen sich hinsichtlich der immensen Auswahl augenblicklich überfordert! Fast gegenüber liegt das mehrstöckige ABC Carpet & Home – ausgefallene Küchen- und Wohnaccessoires wohin das Auge blickt (leider allerdings auch recht teuer). Bevor man von dort aus direkt auf das Flatiron Building losstürmt, sollte man zunächst einem kleinen, etwas unscheinbaren Laden seine Aufmerksamkeit schenken. Whisk kommt etwas unprätentiöser daher, dafür aber mit einer tollen Auswahl an Küchen- und Barzubehör. Vor allem die kleine, aber überaus feine Backabteilung muss hier erwähnt werden! Um sich professionell auszustatten und in jeder Großküche bestehen zu können, sollte man auch einen Besuch bei Bowery Kitchen Supplies im Meatpacking District einplanen. Zwischen den eng bepackten Regalen voller Töpfe, Pfannen und Schüsseln fällt es schwer, sich in dem großen Laden im Chelsea Market nicht zu verlaufen. Etwas weiter den Broadway hinunter in Richtung SoHo eröffnet sich mit Sur la Table jedem Foodie ein riesiges Küchenparadies, das einen verfluchen lässt, nicht einen komplett leeren Koffer mitgebracht zu haben. Wir müssen uns schwer zurückhalten, aber der Mason Shaker (und diverse andere Kleinigkeiten) MUSS einfach mit! Fishs Eddy // 889 Broadway at 19th Street; ABC Carpet & Home // 888 Broadway at 19th Street; Whisk // 933 North Broadway;  Bowery Kitchen Supplies // Chelsea Market, 75 Ninth Ave; Sur la table // 75 Spring Street, New York.

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    {Dean & DeLuca + Eataly}

    Zwei riesige Feinkostläden, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben dürfen, sind Dean & DeLuca und Eataly. Dean & DeLuca hungrig zu betreten, würde vermutlich dem finanziellen Ruin gleichkommen. Aus jeder Ecke des riesigen Delikatessenshops strömen einem verführerische Düfte entgegen. Hier stapeln sich köstlichste Backwaren, Cookies und Cupcakes, dort wartet eine riesige Brottheke (inklusive dem besten Olivenbrot überhaupt) darauf, bestaunt zu werden, einen Schritt weiter steht man plötzlich vor der gut bestückten Käsetheke und am hinteren Ende des Ladens wird gerade frisches Sushi gerollt. Am besten startet man mit einem Kaffee im Coffeeshop des Feinkostgeschäfts und gönnt sich dabei eine der feinen hausgemachten Pralinen. Am Madison Square Park verbirgt sich hinter den Toren von Eataly ein riesiger italienischer Feinkosttempel. Von frischer Pasta über Pizza, Wein, Focaccia, Panini, Gelato und Kaffee bis hin zu Kochbüchern und Koch- und Weinkursen findet man hier alles, was das italienische Gourmetherz begehrt. Besonders spannend ist, dass hier auch regionale Spezialitäten aus dem ganzen Land angeboten werden, die man in der Regel nur selten außerhalb Italiens findet. Im Frühjahr soll sogar eine Filiale der italienischen Feinkostkette in München eröffnen. Wir sind gespannt! Dean & DeLuca // u.a. 560 Broadway; Eataly // 200 5th Avenue, New York.

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    {Chelsea Market}

    Ein Pflichttermin für alle essfreudigen Touristen ist auch der Chelsea Market. In der ehemaligen Keksfabrik (hier wurden die Oreo-Kekse erfunden!) im Meatpacking District hat sich eine riesige Markthalle etabliert, die den ehemaligen Industrie- und Rotlichtbezirk in eines der angesagtesten Viertel der Stadt verwandelt hat. Seit 2009 grenzt hier außerdem die High Line an, ein Park, der auf einem Abschnitt der ehemaligen West Side Freight Line – einer Hochbahntrasse, die die verschiedenen Fabriken miteinander verband – angelegt wurde und sich zu einer der beliebtesten Attraktionen der Stadt gemausert hat. Doch bevor man es sich dort auf einer der Holzliegen gemütlich macht oder die Füße in einem der Wasserläufe kühlt, lohnt sich ein ausgiebiger Spazier- und Shoppinggang durch die vielen kleinen Läden des Markets. Bei Foods of New York Tours hatten wir bereits vor der Reise eine Foodtour gebucht, bei der wir nicht nur den Markt, sondern auch Teile des ihn umgebenden Meatpacking Districts kennenlernen durften. Höchst empfehlenswert sind die Touren mit Darrell – ein wahnsinnig lustiger Broadway-Schauspieler, der nicht nur in kürzester Zeit all unsere Namen beherrscht, sondern offensichtlich auch mit allen Händlern im Markt befreundet ist. Dementsprechend kommt er zwischen den regulären Stopps immer wieder mit neuen Kleinigkeiten an, die wir natürlich alle probieren müssen. So kommen wir z.B. in den Genuss von Rindertatar mit Schalotten und Chili (für vegetarische Alternativen wird stets gesorgt), einem köstlichen Kale Salad, kleinen Meat Pies, saftigen Grilled Cheese Sandwiches mit Feigensoße, einer frisch aus dem Ofen kommenden Blätterteigfrittata, köstlichen Cupcakes und selbst gemachten 9$-Bio-Schokoriegeln. Fast alles wird direkt vor Ort produziert, sodass man an vielen Stationen direkt in die Küchen schauen kann und zusieht, wie Fleischstücke zerteilt, riesige Berge Brotteig geknetet oder Süßigkeiten zubereitet werden. Wie schon bei unserer Foodtour in Miami erfahren wir neben all den Köstlichkeiten auch viel zur Geschichte und Kultur des Viertels und fühlen uns nach drei Stunden in jeder Hinsicht glücklich gesättigt. Chelsea Market // 75 9th Avenue, New York.

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    {Magnolia Bakery}

    Ein Geheimtipp ist die kleine Bäckerei im schicken Greenwich Village natürlich längst nicht mehr. Spätestens seit Sex & the City wird die Magnolia Bakery von Cupcakesüchtigen und Serienjunkies überrannt. Doch der Hype um das niedliche Café ist nicht unbegründet. Wir sind nicht die Einzigen, die mit sabberndem offenem Mund die bunte Auslage bestaunen und wie gebannt der Dekoration von Torten und Cupcakes zusehen, die noch immer ganz frisch im hinteren Teil des Geschäfts zubereitet werden. Entgegen Majas dringender Empfehlung, dort den Banana Pudding zu probieren, entscheiden wir uns für einen Peanut Butter Icebox Cake und einen Mini Red Velvet Cheesecake – beide sehen einfach zu gut aus, um sie in der Auslage liegenzulassen. Der Peanut Butter Cake entpuppt sich als pure Dekadenz: Peanut Butter meets Karamell meets unglaubliche Cremigkeit. Ganz schön mächtig, aber auch ganz schön lecker! Und auch der Red Velvet Cheesecake überzeugt, supercremig und einfach perfekt. Eins ist klar: Beim nächsten New-York-Besuch MÜSSEN wir zurückkommen, um den Bananenpudding zu probieren! Magnolia Bakery // 401 Bleecker Street, New York.

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    {Big Gay Ice Cream Shop}

    Wer sich in der Magnolia Bakery zurückhalten kann (wir leider nicht!) und noch etwas Platz im Magen hat, sollte ihn mit einer der spannend klingenden und hoch gelobten Eissorten des Big Gay Ice Cream Shops füllen. Leider können wir uns aufgrund akuter Völleritis nicht selbst von den Eiskreationen des bunten Shops im West Village überzeugen, doch die zufriedenen Gesichter, denen wir beim Vorbeilaufen vor dem Ice Cream Shop begegnen, sprechen Bände. Der Laden wird jedenfalls vorgemerkt für den nächsten New-York-Besuch – Sorten wie „Salty Pimp“ und „Mexcian Affogayto“ wollen schließlich probiert werden! Big Gay Ice Cream Shop // u.a. 61 Grove Street, New York.

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    {Greenwich Village Literary Pub Crawl}

    Wer schon immer mal wissen wollte, wo sich Dylan Thomas zu Tode gesoffen hat oder welcher Pub im Kampf gegen die Diskriminierung Homosexueller eine gewichtige Rolle spielte, liegt mit dem Literary Pub Crawl genau richtig. Die dreistündige Walking Tour führt durch die berühmtesten und berüchtigsten Bars der Künstlerviertel Greenwich Village und East Village. Bei einem (oder zwei oder drei …) Pint(s) erzählen die Tour Guides – zwei junge Theaterschauspieler – von literarischen Persönlichkeiten des Viertels, versteckten Orten und vergessenen Anekdoten. Die perfekte Tour für trinkfeste Literaturnerds und alle, die einen etwas anderen Blick auf New York erhaschen möchten. Greenwich Village Literary Pub Crawl // 20$ pro Person; Treffpunkt: samstags, 13 Uhr, White Horse Tavern, 567 Hudson Street, New York. 

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    Deutschland, Gekocht, Gereist, Geteilt, Getestet, München

    Knödel me up before you go-go oder Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-2

    Wenn man gebeten wird, sich ein Rezept mit Knödelteig zu überlegen, denken bestimmt nicht viele Menschen an Burger. Aber anscheinend ist mein Gehirn inzwischen so gepolt, dass ich einfach IMMER an Burger denken muss. Bleibt nur, das Beste daraus machen, und das ist in diesem Fall ein Knödelburger – eine köstliche Kreation aus Kartoffelknödelteig, süßem Apfelchutney, gepaart mit den kräftig-herben Noten von Gorgonzola und Radicchio. Ein kleines, mächtiges Monster also, das aber definitiv süchtig macht!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-3

    Aber warum überhaupt Knödelteig? Burgi’s, ein bayrischer Knödelteighersteller, hat kürzlich einige FoodbloggerInnen nach München eingeladen, um dort gemeinsam einen Tag zu verbringen und tief in die Welt der Knödel einzutauchen. Im Vorfeld wurden wir außerdem gebeten, uns ein Knödelrezept zu überlegen, das für die Veranstaltung extra auf eine Rezeptkarte gedruckt wurde. Der Knödelburger war also geboren. Die „KnödelexpertInnen“ bei Burgi’s fanden diese Idee wohl ebenfalls ganz spannend und zu unserer Freude wurde der Burger als eines von vier Rezepten zum Nachkochen während des Knödelevents ausgewählt. Denn das war die erste knödelige Herausforderung an diesem Tag: gemeinsam mit den übrigen BloggerInnen fürs Mittagessen sorgen. Während Sabrina sich an den leckeren Kürbisknödeln von Karin von Wallygusto versuchte, machte ich mich mit zwei Foodbloggerkolleginnen daran, mit den Knödelburgern in Massenproduktion zu gehen. Spontan haben wir dafür ein Chutney kreiert und mit Kürbis verfeinert, was super ankam. Am Ende wurden um die 20 Burger produziert, die allerdings schneller verputzt waren, als man Kartoffelknödelteig hätte sagen können. Doch zum Glück gab es ja noch weitere Knödelleckereien und außerdem hatte die Küche vom Wirtshaus in der Au noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet: eine riesige Nachtischplatte, die das Kind am Nachbartisch vor Neid fast zum Weinen gebracht hätte. Tja, FoodbloggerIn müsste man sein. Falle es euch also demnächst mal dorthin verschlagen sollte: lasst unbedingt genügend Platz für den Nachtisch!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-4

    Der Tag endete natürlich nicht beim Nachtisch. Wir erfuhren im Pschorr am Viktualienmarkt einiges über Fleisch und die Vorteile von geeisten Biergläsern, wurden im Gesellschaftsraum mit köstlichen Apfelstrudel-Martinis verwöhnt (das Rezept hätten wir wirklich gerne mitgenommen!) und durften an einer Bierverkostung mit der Biersommelière Sandra Ganzenmüller teilnehmen. Kaum zu glauben, dass noch Platz im Magen war, als wir am Abend noch einmal zum Pschorr zurückkehrten und den Tag ausklingen ließen. Und weil Karin, Petra und wir immer noch nicht genug hatten, ging es noch auf einen Absacker ins Jaded Monkey, eine recht neue kleine Bar hier in München, in der man in (äußerst) schummriger Atmosphäre ausgefallene Cocktails schlürfen kann.

    Falls ihr euch auch ein wenig Knödelglück nach Hause holen möchtet, kommt hier das Rezept für den ultimativen Knödelburger. Die Burger lassen sich übrigens leichter essen, als man denken würde – einfach gut festhalten! 😉

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-1

    Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney (für 4 Burger):

    750 g Burgis Bayerischer Knödelteig original
    Speiseöl
    1 Apfel
    ½ Kopf Radicchio
    4 EL Gorgonzola
    360 g Rinderhack
    4 EL Apfelchutney (Alternativ: Apfelmus oder ein anderes Fruchtchutney)

    1. Die Knödelmasse ½ cm dick ausrollen und mit einem 8 cm Dessertring (oder einem Glas) 8 Kreise aus der Kartoffelmasse ausstechen. Jeder Kreis sollte etwa 60–70 g wiegen. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigkreise von jeder Seite ca. 3–4 Min. anbraten. Sie sollten schön knusprig sein, damit sie später die Burgerzutaten halten können. Auf Küchenpapier legen und das Fett abtupfen. Abkühlen lassen.

    2. Aus der Mitte des Apfels 4 runde, ½ cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig die Kerne aus der Mitte entfernen. Den Radicchio in mittelfeine Streifen schneiden. Den Gorgonzola in 4 Portionen teilen.

    3. Das Hackfleisch in 4 Portionen zu 90 g teilen und mithilfe des Dessertrings in die passende Form bringen. Das Fleisch etwas fester andrücken, damit es später auf dem Burger nicht auseinanderfällt.

    4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern (aber erst kurz bevor es in die Pfanne kommt) und anschließend nach persönlichem Geschmack und gewünschten Gargrad braten. Gleichzeitig die Apfelscheiben für etwa 2–3 Min. mit in die Pfanne geben, bis sie leicht weich geworden sind. Wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist, das Fleisch aus der Pfanne holen, den Gorgonzola darauf verteilen und 1–2 Min. ruhen lassen.

    5. Die Knödelscheiben jeweils auf einer Seite mit Chutney oder Apfelmus bestreichen. Auf die Unterseite eine Apfelscheibe geben, dann das Fleisch mit dem Käse und den Radicchio daraufsetzen. Mit der zweiten Knödelscheibe abschließen und servieren. Beim Essen gut festhalten, damit nichts rausrutscht.

    Vielen Dank an die netten Mädels von Zweiblick und an Burgi’s für die Einladung und den wirklich schönen Tag! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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