Folge uns:
Browsing Category:

Geteilt

    Geteilt

    Was lange währt, zieht endlich um! Ein Eigenheim für Feed me up before you go-go {Blogumzug}

    black-and-white-alcohol-bar-drinks_Pexels_klein

    Hoch die Gläser, denn es gibt was zu feiern! Wenn wir uns schon keine Eigentumswohnung in München leisten können, bekommt wenigstens der Blog eine eigene Bleibe spendiert. Höchste Zeit, denn eigentlich war der Blogumzug samt Grundsanierung des Designs schon seit locker drei Jahren geplant. Doch bis dann endlich die ersten Kisten gepackt waren, alle Bilder von den Wänden abgehängt und das neue Zuhause frisch gestrichen war, ist nun doch ein Weilchen vergangen. Deshalb freuen wir uns umso mehr, euch endlich in unserem neuen Heim willkommen zu heißen! Kommt rein, schnappt euch einen Drink, ein Stück Pizza oder etwas Süßes und schaut euch ein bisschen um. Wir hoffen, es gefällt euch hier!

    Was ist hier eigentlich neu?

    So ein Umzug ist ja auch immer eine gute Gelegenheit, mal auszumisten. Wie ihr seht, haben wir ein bisschen entrümpelt, alles etwas übersichtlicher und aufgeräumter gestaltet. Neu ist neben des schnieken Sliders unterhalb des Headers auf der Startseite auch die Einbindung unseres Instagram-Feeds ganz unten auf der Seite. Der Rezeptindex erstrahlt in neuem (und vor allem aktualisiertem) Glanz und wird künftig auch etwas häufiger auf den aktuellen Stand gebracht. Ganz neu ist dagegen die Seite On the Go-Go, auf der ihr eine Übersicht unserer kulinarischen Reisen, Food-Guides und Restauranttipps nach Ländern und Städten geordnet findet. Die Blogroll mit unseren liebsten Bloggerkolleginnen und -kollegen wurde ausgelagert und hat unter Inspiration einen eigenen Bereich bekommen.

    Was tun, um uns weiterhin zu folgen?

    Ganz alleine möchten wir natürlich nicht umziehen. Wenn ihr uns auch weiterhin folgen möchtet (das fänden wir sehr schön) und regelmäßig über neue Beiträge informiert werden wollt, aktualisiert bitte den RSS-Feed in eurem Feed-Reader oder tragt eure Mailadresse im entsprechenden Kästchen in der Sidebar ein, um automatisch eine Mail zu erhalten, sobald ein neuer Blogpost online ist. Vielleicht hakt es an der ein oder anderen Stelle am Anfang noch ein wenig, aber wir versuchen, alles schnellstmöglich auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Bitte hätten wir noch: Falls ihr uns mal in einem Beitrag oder in eurer Blogroll verlinkt habt (vielen Dank dafür!!), wäre es ganz toll, wenn ihr auch dort den Link aktualisieren könntet.

    Und wie geht es hier jetzt weiter?

    Hoffentlich ein bisschen regelmäßiger, als in den letzten Monaten! Wir werden zumindest versuchen, wieder etwas öfter zu bloggen. Sonst bleibt eigentlich alles wie gehabt – oder gibt es etwas, das ihr euch von uns wünscht und worüber ihr hier gerne öfter lesen wollt? Da wir im November unseren vierten Bloggeburtstag dezent unterschlagen haben, werden wir im Februar ein kleines bisschen nachfeiern und die dritte Runde unseres Blog-EventsBlogg den Suchbegriff“ einläuten. Bis dahin habt ein bisschen Nachsicht mit uns, wenn hier in der ein oder anderen Ecke noch gewerkelt und umdekoriert wird. Wir freuen uns jedenfalls, dass ihr hier seid und danken euch sehr fürs Mitlesen, Nachkochen und Kommentieren!

    Das Foto stammt übrigens von Pexels. Auch dafür vielen Dank!
    Follow my blog with Bloglovin

    Teilen:
    Gekocht, Geteilt

    Deutschland isst bunt und bloggt für Flüchtlinge: Joghurt mit Orange, Pflaume und Sesam-Mandel-Krokant

    Joghurt mit Orangen, Pflaumen, Granatapfel und Sesam-Mandel-Krokant Rezept Feed me up before you go-go-1

    In diesem Sommer fällt es nicht leicht, seinen Glauben an das Gute im Menschen zu behalten. Der rassistische deutsche Nazimob, der in Heidenau gerne ein zweites Lichtenhagen angerichtet hätte, AWO-Mitarbeiterinnen, die sich damit brüsten, dass bei ihnen „keiner überleben würde“ und eine Bundesregierung, die es schafft, immer einen Tick zu uneindeutig zu sein, wenn es um die klare Haltung zum gelebten Rassismus der Deutschen geht.

    Auch wenn dementsprechend die Vergleiche mit der Situation Anfang der 90er – als nicht nur Häuser, sondern auch Menschen brannten – schnell bei der Hand sind, sehen wir doch einen deutlichen Unterschied. Die Solidarität der Menschen vor Ort ist viel größer als damals, die Bereitschaft, Flüchtlingen zu helfen, ist auch nach mehreren Monaten ungebrochen. Das Internet mag dafür gesorgt haben, dass die Hassparolen, die früher nur am Küchentisch gerufen wurden, ein viel größeres Publikum erreichen, aber gleichzeitig ermöglicht die totale Vernetzung auch Aktionen, von denen man früher niemals geträumt hätte. Schon im letzten Dezember haben wir auf Initiative von Claudia Kekse für eine Weihnachtsfeier in der Münchner Erstaufnahmeeinrichtung gebacken und mit dem Restaurant Day und der dirtyXbreak mittlerweile schon über 1000€ für Flüchtlingsinitiativen in München spenden können. Da aber z.B. der Krieg in Syrien wohl kaum morgen beendet sein wird, ist Unterstützung weiterhin von Nöten.

    Im Bereich der Foodblogs hat es glücklicherweise immer wieder deutliche Worte gegeben, die gezeigt haben, dass es bei uns eben nicht nur um Rezepte und schöne Bilder geht. Ein Blogevent, das diese Stimmen zusammenfasst, hat Conny vom Blog Seelenschmeichelei ins Leben gerufen: Deutschland isst bunt! Wie absurd Nationalismus gerade in Sachen Ernährung ist, haben wir ja schon im Artikel zu unserem letzten Burgerrezept betont und beteiligen uns deswegen auch gerne an dieser Aktion.

    Auch wenn solche symbolischen Akte wichtig sind, um eine Gegenöffentlichkeit zum in Wort und Tat zündelnden Rassistenpack zu schaffen, braucht es doch mehr. Es braucht z.B. ganz konkret Geld für die Initiativen, die sich vor Ort um Menschen kümmern, die in der Flucht in ein ihnen mehrheitlich unbekanntes Land die letzte Hoffnung gesehen haben. Wer hier helfen möchte, kann das z.B. über die von Paul Huizing, Karla Paul, Nico Lumma und Stevan Paul ins Leben gerufene Spendenaktion tun. #BloggerfuerFluechtlinge nennt sich ihr Aufruf passenderweise, und das ursprünglich gesteckte Ziel von 4000€ wurde mittlerweile schon um das zehnfache überschritten. Aber es wird natürlich kräftig weiter gesammelt und das Geld kommt unterschiedlichen Flüchtlingsprojekten in Deutschland zugute. Wenn auch ihr beim nächsten Einkauf auf die teure Flasche Wein verzichten und stattdessen mit einem Beitrag Menschen, die aktuell vor Krieg und Hunger in unser Land fliehen und auf Hilfe angewiesen sind, unterstützen möchtet, könnt ihr das über diese Seite tun.

    Und weil die ganze angestaute Wut über den empathielosen Teil unserer Gesellschaft natürlich Hunger macht, haben wir noch ein sommerlich buntes Dessert für euch (angelehnt an dieses Rezept).

    Joghurt mit Orangen, Pflaumen, Granatapfel und Sesam-Mandel-Krokant Rezept Feed me up before you go-go-2

    Joghurt mit Orange, Pflaume, Granatapfel und Sesam-Mandel-Krokant (für ca. 3 Portionen):

    Für den Krokant:

    25 g Mandelblättchen
    1 EL schwarzer Sesam
    2 EL brauner Zucker
    ¼ TL Kardamom
    1 Prise Salz

    Für den Joghurt:

    1 Granatapfel
    2 Orangen
    2 Pflaumen
    1 EL brauner Zucker
    400 g Naturjoghurt
    100 g Schmand
    1 Vanilleschote
    1 TL schwarzer Sesam

    1. Für den Krokant Mandeln, Sesam, Zucker, Kardamom und Salz in einer Pfanne vermischen und bei mittlerer Hitze unter Rühren karamellisieren lassen. Auf Backpapier ausstreichen und abkühlen lassen.

    2. Für den Joghurt den Granatapfel halbieren. Aus einer Hälfte die Kerne auslösen, die andere Hälfte mit einer Zitronenpresse auspressen (ja, das funktioniert tatsächlich) und den Saft zur Seite stellen. Eine der Orangen auspressen, die andere filetieren und den übrigen Rest mit den Händen ebenfalls ausdrücken und auffangen. Die Pflaumen waschen und in Spalten schneiden.

    3. Granatapfel- und Orangensaft mit dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und zu einem Sirup einkochen lassen. Den Joghurt mit dem Schmand in einer Schüssel verrühren. Die Vanilleschote aufschneiden, auskratzen und das Mark unter den Joghurt rühren.

    4. Den Joghurt auf Schüsselchen verteilen, Orangenfilets, Pflaumenspalten und Granatapfelkerne darauf anrichten. Über die Orangenscheiben jeweils etwas schwarzen Sesam streuen. Den Sesam-Mandel-Krokant in kleine Stücke brechen und über dem Obst verteilen.

    Deutschlandisstbunt-Signet

    BFF_1508_ButtonBlau3-300x3001

     

    Teilen:
    Deutschland, Gegessen, Gekocht, Gereist, Geteilt, Getestet, München

    Kulinarischen Trends auf der Spur: die AEG Taste Academy

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-1

    Die Art und Weise, wie wir essen und kochen, wie wir mit verschiedenen Zutaten umgehen oder Aromen kombinieren, ändert sich ständig. Die Küche des 19. Jahrhunderts hat nicht mehr viel mit dem zu tun, was heute auf unseren Tellern landet (… worüber wir wohl auch ganz froh sein dürfen). Auch wenn es immer wieder Trends gibt, bei denen den Vorvätern und -müttern verklärt in die Töpfe geschaut wird, so gibt es doch kein Zurück mehr (auch wenn das z.B. in der eigentlich lobenswerten Slow-Food-Bewegung gerne mal vergessen wird). Die schnell fortschreitenden Trends im Blick zu behalten, ist auch für die Profis im Geschäft keine einfache Aufgabe. AEG hat deswegen mit der AEG Taste Academy eine neue Reihe von Kochevents aufgelegt, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen und einen Einblick in das geben, was kulinarisch gesehen gerade der heiße Scheiß ist. Lucki Maurer zeigt unter dem Motto „Nose to tail“, wie verantwortungsbewusster Fleischkonsum aussehen kann, damit Tiere nicht nur fürs Filet gemästet und geschlachtet werden. Bei Heiko Antoniewicz erhält man einen Einblick ins „Flavour Pairing“ und kann miterleben, wie mit modernen Küchentechniken z.B. Grapefruit, Ente und Schokolade zu neuen Geschmacksexplosionen verschmelzen. Der dritte im Bunde, Christian Mittermeier, geht die Sache dagegen etwas allgemeiner an und präsentiert in seinem Kurs verschiedene kulinarische Trends, die eindrucksvoll zeigen, wie moderne Küche aussehen (und schmecken!) kann.

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-3

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-4

    An einem der in diesem Sommer nicht gerade raren Tage mit über 30°C geht es also zu den „Culinary Trends“ in ein Küchenstudio in Laim, wo uns der Sternekoch und Winzer Christian Mittermeier bereits mit zwei Kollegen (und glücklicherweise einem schier unerschöpflichen Vorrat an kühlen Getränken) erwartet und alles für ein fünfgängiges Menü vorbereitet hat. Wer will, darf helfen; nur zuschauen, zuhören und ab und an was aus der Pfanne klauen, geht aber auch in Ordnung. Wem es am Herd zu heiß wird, darf aber auch beim Anrichten helfen und bekommt gleich noch einige gute Tipps, wie das Essen ansprechend auf dem Teller landet.

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-2

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-5

    Die fünf Gänge repräsentierten unterschiedliche Trends und deren Interpretation durch Mittermeier. Er erklärt uns das jeweilige Konzept hinter den Gängen, beginnend mit dem Schwerpunkt „Glokalisierung“. Dahinter verbirgt sich die (nicht nur beim Essen zu beobachtende) Entwicklung, dass die immer weiter fortschreitende Globalisierung mit einer gleichzeitigen Stärkung des Lokalen einhergeht. Für Mittermeier ergibt sich daraus vor allem die Verbindung vieler neuer Möglichkeiten. So geht es ihm nicht darum, das Rad zurückzudrehen und so zu tun, als würden sich alle Probleme in Luft auflösen, wenn wir nur noch rund um unser Haus einkaufen. Denn regional sei nicht automatisch besser und nur noch kleine Händler für die Versorgung zu haben, wäre zwar ein schöner Gedanke, würde den Welthunger aber auch nicht lösen. Deswegen sollte man kein schlechtes Gewissen haben, wenn ab und an doch mal etwas Exotisches wie eine Mango auf dem Speiseplan steht. Vielmehr sollte ein Bewusstsein für die Komplexität von Ernährung im 21. Jahrhundert entstehen und man könne es doch als positive Entwicklung verstehen, dass man heute einen Fisch innerhalb von 24 bis 36 Stunden in jede Küche bekommen kann und sowohl Informationen als auch Auswahl der zur Verfügung stehenden Waren förmlich explodiert sind. Die Herausforderung für KöchInnen – egal ob Profis oder Privatpersonen – ist allerdings, wie mit diesem Überangebot umgegangen werden kann. Mittermeiers Vorschlag, den er im ersten Gang toll umsetzt, ist, das Globale mit dem Lokalen zu verbinden. Zu schauen, was ich in meiner Umgebung bekomme, hier die Augen nach dem Unbekannten, dem Vergessenen offen zu halten und es dann mit Zutaten aus anderen Ländern zu kombinieren. Dass man dabei trotzdem auf faire Produktionsbedingungen, Nachhaltigkeit und ökologische Fragen achtet, ist für ihn selbstverständlich. Wie sich am Abend der AEG Taste Academy zeigt, geht diese Philosophie voll auf, denn die Kombination aus 18 Jahre altem Ochsenschinken aus Spanien, Musmehl von der Schwäbischen Alb (eine in Vergessenheit geratene Zutat aus gedarrten Dinkel- und Weizenkörnern, aus der die Landbevölkerung früher den sogenannten „Schwarzen Brei“ herstellte) und dem kräftigen Weislacker-Käse aus dem Allgäu passt perfekt. „Ein schwäbisches Risotto“, scherzt Mittermeier, bevor er sich schon dem nächsten Gang widmet.

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-6

    Das bestimmende Thema des zweiten Gangs ist „DIY“: Do it yourself. Wer die aktuelle globale Foodie-Szene ein wenig verfolgt, sollte den Trend längst mitbekommen haben. Da wird Ketchup selbst zusammengerührt, in der Garage Craft Beer gebraut und stolz erzählt, wie sehr das eigene Brot dem vom Großbäcker überlegen ist. Auch wenn man hier wohl erneut realistisch bleiben sollte und ich nicht glaube, dass früher, als noch das meiste selbst hergestellt wurde, alles besser war, so ist das doch eine begrüßenswerte Entwicklung. Selbst Senfgurken einzulegen, wie Christian Mittermeier es für sein zweites Gericht getan hat, schärft den Blick für die Einfachheit der Zubereitung und lässt uns beim nächsten Gang in den Supermarkt vielleicht etwas kritischer auf die Zutatenlisten schauen. Wenn es dann auch noch derartig gut schmeckt, wie das von ihm zubereitete Senfgurkentartar mit Salzzitronen, das von einem Stück Lachs gekrönt und von Senfsoße begleitet wird, bekommt man sofort Lust, sich selbst in die Küche zu stellen.

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-7

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-8

    Ein weiterer Trend, der in der aktuellen Sterneküche und insbesondere in Skandinavien am Durchstarten ist, lautet „Fermentation“. Also, chemische Prozesse, die durch Mikroorganismen hervorgerufen werden und bei denen es an allen Ecken kräftig brodelt, blubbert und zischt. Gärungsprozesse seien laut Mittermeier eine gute Option, um Textur und Geschmack von bekannten Lebensmitteln zu verändern. Obwohl die Fermentation aus Haltbarkeitsgründen ganz alltäglich sei – man denke nur an Sauerkraut -, muss darüber hinaus noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden (ganz vorne mit dabei ist übrigens Heimo, der zu unseren dirtyXbreaks auch gerne mal mit einem riesigen Tontopf mit fermentiertem Gemüse anrückt). An diesem Abend gibt es eine Variante von fermentiertem Kohl, die inzwischen auch in Deutschland ziemlich bekannt sein sollte: koreanisches Kimchi, das mit Salz, Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebel oft wochen- oder monatelang fermentiert wird. Dazu werden wieder regionale (Bamberger Hörnla) und globale (Garnelen) Spezialitäten gereicht, die das Kimchi zu einem köstlichen dritten Gang ergänzen.

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-9

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-10

    „Hybrid Food“ lautet das Stichwort für Gang vier, bei dem ich einen alten Bekannten wiedertreffe: den Ramen Burger. Die Burgervariation, bei der das Brötchen durch asiatische Nudeln ersetzt wird, hatte ich im letzten Jahr bereits mutig in Brooklyn probiert, doch Christian Mittermeier bringt uns eine noch wildere Mischung auf den Teller. Statt Rindfleisch verwendet er Pulled Pork, das nach mehreren Stunden im Sous-vide-Bad und im Ofen zur Perfektion gegart wurde und mit einem Mango Relish garniert ist (wer Mango auf dem Burger für eine tolle Idee hält, wird übrigens auch bei uns fündig).

    AEG Taste Academy Culinary Trends Feed me up before you gp-go-12

    Kaum zu glauben, dass nach diesen vier Gängen noch Platz für Nachtisch ist. Doch gerade für das Finale hat sich Mittermeier einen richtigen Knaller überlegt. Unter dem Motto „Misfits“ – Gemüse oder allgemein Produkte, die nicht dem vom Konsumenten gewünschten perfekten Zustand entsprechen -, nehmen er und seine Kollegen sich der Möhre an. Möhre zum Nachtisch? Geht das? Jupp, geht sogar supergut! Die Möhre finden wir in verschiedenen Texturen auf dem Teller: als Panna Cotta, mit Vanille Sous-vide gegart und als Emulsion mit Maracuja. Ganz schön ungewöhnlich und ein toller Abschluss, der zeigt, wie aufregend Kochen sein kann, wenn man mal ein wenig über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausschaut. Wenn die aktuell schon sehr fleisch- und fischlastig ausgerichteten Kurse jetzt noch etwas mehr Alternativen für VegetarierInnen und VeganerInnen anbieten würden, wären wir sicher bald wieder dabei!

    Wer nun auch Lust auf einen solchen Kurs bekommen hat, schaut einfach bei AEG nach, ob die Taste Academy irgendwo in der Nähe haltmacht und darf sich dann auf einen tollen Abend freuen. Und wer noch mehr über die Reihe und das Thema „Culinary Trends“ im Speziellen erfahren möchte, klickt am besten mal rüber zu Stefan oder Tina.

    Werbung: Vielen Dank an AEG für die Einladung zur Taste Academy – wir hatten einen wirklich spannenden und leckeren (wenn auch sehr schweißtreibenden) Abend! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

    Teilen:
    Gelesen, Geteilt

    Blogger schenken Lesefreude: Zu Gast in Marokko {Buchvorstellung & Verlosung}

    Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Granatapfel, Dill Rezept-3-2

    Einem unbekannten Land, einer noch fremden Kultur nähert man sich wohl am einfachsten über das Essen. Wenn man in die Gerüche und Aromen, die ganz eigene Kombination der Lebensmittel und die speziellen Zubereitungstechniken eintaucht, erfährt man idealerweise nicht nur etwas über kulinarische Besonderheiten, sondern tastet sich zugleich an die Menschen hinter den Gerichten und die historischen Einflüsse, die das Land und seine Esskultur geprägt haben, heran.

    Im Callwey Verlag ist gerade ein Buch erschienen, das mich auf schönste Weise ein Land, in dem ich noch nie war, förmlich erschmecken, riechen und spüren lässt: „Zu Gast in Marokko. Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise“ begleitet den australischen Food- und Lifestyle-Fotografen Rob Palmer und seine Frau Sophia – eine gebürtige Marokkanerin – auf ihrer kulinarischen Reise durch das farbenprächtige und kontrastreiche Marokko. Und da heute Welttag des Buches ist, könnt auch ihr die beiden vielleicht schon bald auf ihrer Reise begleiten, denn der Callwey Verlag hat uns freundlicherweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt, das wir an euch verlosen dürfen. … Aber worum gehts eigentlich genau?

    Worum gehts?

    Begleitet von persönlichen Anekdoten, eindrucksvollen Fotografien und landestypischen Gerichten, nehmen uns Rob und Sophia Palmer auf 288 Seiten mit durch die Küchen Marokkos. Ihre Reise beginnt in Marrakesch und führt sie durch moderne Städte und entlegene Dörfer, an die Küste, durch die Wüste und ins Gebirge. Die beiden bieten ihren LeserInnen gleich zwei Perspektiven. Sophia sieht das Land aus einer Innenperspektive – sie spricht die Sprache, kennt die Menschen und viele Gerichte rufen Erinnerungen an ihre Kindheit wach. Dank ihrer Herkunft und familiären Kontakte werden so Einblicke in die marokkanische Esskultur gewährt, die „normalen“ TouristInnen vermutlich verwehrt bleiben. Rob dagegen nähert sich mit neugierigem Blick einer ihm unbekannten Kultur, fremden Sitten und kulinarischem Neuland. Dieser sehr persönliche Ansatz macht das Buch zu sehr viel mehr als einem klassischen Kochbuch – „Zu Gast in Marokko“ ist vielmehr eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch Marokko.

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-7

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-8

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-3

    Aufbau & Optik

    Schon allein Optik und Haptik machen „Zu Gast in Marokko“ zu etwas Besonderem. Die aufwendige Aufmachung sticht sofort ins Auge und begeistert ab dem ersten Moment. So ziert das Cover ein geprägtes Mosaikmuster, das einen dazu verleitet, das Buch auf der Stelle in die Hand nehmen zu wollen. Dazu kommen viele schöne Kleinigkeiten, wie ein tolles strukturiertes Vorsatzpapier, ein extrabreites Lesebändchen und kleine eingeklebte Einlegeblätter mit Exkursen zu persönlicheren Berichten.

    Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf die kulinarische Geschichte des Landes, in dem die vielen verschiedenen Einflüsse benannt werden, die die kulinarische Identität Marokkos bis heute prägen. Darüber hinaus erzählt das Autorenteam von der Entstehung des Buchprojekts, der Herausforderung, die Rezepte zusammenzutragen (denn kaum eine/r möchte zugeben, nach Rezept zu kochen) und von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der MarokkanerInnen. Persönliche Anekdoten, Ausschnitte aus dem Reisetagebuch oder Kindheitserinnerungen verleihen dem Buch einen Reisebericht-Charakter, der sich auch im Anhang fortsetzt. Dort findet sich neben einem Glossar der wichtigsten marokkanischen Lebensmittel und Begriffe gleich noch eine praktische Liste mit Tipps zu Unterkünften. Das ist auch bitter nötig, denn nach dem Durchblättern möchte man am liebsten einen Flug nach Nordafrika buchen! Die stimmungsvollen Fotografien tun ihr Übriges und lassen einen regelrecht die exotischen Düfte auf dem Gewürzmarkt riechen, den Lärm auf dem Basar hören und die Hitze der Wüstensonne auf der Haut zu spüren. Für VegetarierInnen sind manche Bilder allerdings auch eine Herausforderung. Eine Text-/Bildstrecke zur Schlachtung eines Lammes ist nichts für Zartbesaitete, macht das Buch aber authentisch.

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-4

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-1

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-6

    Die Rezepte

    Die marokkanische Küche ist geprägt durch Kolonialismus und Immigration – unterschiedlichste Aromen, Gewürze und Kochtechniken erhielten über Jahrhunderte Einzug in das Land und kreierten eine Küche, die vielfältig, kontrastreich und farbenfroh ist. Diese Vielfalt spiegelt sich natürlich auch in den hier versammelten Rezepten wider. Traditionelle marokkanische Familienrezepte treffen auf moderne Umsetzungen mit internationalem Einschlag: Fenchel-Blutorangen-Salat mit Avocado, Erdbeer-Apfel-Zimt-Suppe, in Honig geröstete Feigen mit Labneh-Mandel-Bällchen, Rindfleisch-Tajine mit Datteln und Walnüssen … Die Rezepte sind nicht nach Vor-, Haupt- oder Nachspeisen gegliedert, sondern folgen der Reise der beiden, zeigen regionale Spezialitäten und Besonderheiten und werden immer mit bestimmten Situationen, Geschichten und Menschen verknüpft. Insgesamt kommt die Auswahl der Rezepte sehr fleisch- und meeresfrüchtelastig daher, was mich als Vegetarierin in diesem Fall jedoch kaum stört, erfährt man doch dazu so viel Hintergründe und Interessantes rund um die Gerichte.

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-5

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-9

    Zu Gast in Marokko Callwey Innenseiten-2

    Fazit

    Wir kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus! „Zu Gast in Marokko“ ist viel mehr als ein Kochbuch. Auf sehr persönliche Weise nimmt das Autorenteam die LeserInnen mit auf eine bunte und spannende kulinarische Entdeckungsreise durch das Land und die Kochtöpfe Marokkos. 5 von 5 Salzzitronen.

    Palmer_Marokko_CallweyRob & Sophia Palmer

    „Zu Gast in Marokko. Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise“

    Callwey Verlag, München 2015

    39,95 €

    ISBN: 978-3-7667-2143-3

    Vielen Dank an den Callwey Verlag, der uns ein Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

    Und so könnt ihr ein Exemplar von „Zu Gast in Marokko“ gewinnen:

    Pünktlich zum 23. April möchten wir als literaturaffiner Haushalt auch in diesem Jahr auf den Welttag des Buches aufmerksam machen. Mit der schönen Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ feiern Dagmar und Christina bereits zum dritten Mal die Lust am Lesen und Blättern. Über 1000 literatur- und buchbegeisterte BloggerInnen verlosen heute im Rahmen dieser Aktion ausgewählte Bücher – von Romanen über Ratgeber bis hin zu Kochbüchern ist dabei so ziemlich alles vertreten. Und auch wir möchten unsere Lesefreude und die Begeisterung für das hier vorgestellte Buch mit euch teilen!

    So könnt ihr teilnehmen:

    Edit 01.05.2015: Wow, so viele Kommentare! Vielen Dank für eure Teilnahme und eure spannenden Antworten! Die Glücksfee (sprich random.org) hat eine Gewinnerin ausgespuckt. Über ein Exemplar von „Zu Gast in Marokko“ darf sich Carolin aus Köln freuen, die folgenden Kommentar hinterlassen hat:

    Alles was in die Richtung “Orientalisch” geht reizt mich momentan sehr. Marokko steht also mit auf der Liste, aber eben auch türkische Küche etc.

    Daumen drücken, das Buch würde meine Sammlung wirklich grandios ergänzen und wäre eine schöne Gelegenheit mal wieder ein paar Freunde zu einem Themenabend einzuladen. :)
    Liebe Grüße aus Köln
    Carolin

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Carolin! Wir wünschen dir viel Freude mit dem Buch und beim Nachkochen! Eine E-Mail wird sich gleich auf den Weg zu dir machen – bitte lass uns deine Adresse zukommen, damit das Buch schon bald den Weg zu dir finden kann!

    Hinterlasst einfach bis Mittwoch, 29.04.2015, 23.59 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem ihr uns verratet, welches Land ihr gerne mal kulinarisch erkunden würdet.

    Mitmachen kann jede/r (mit oder ohne Blog) mit einer Adresse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Bitte hinterlasst im entsprechenden Feld eure E-Mail-Adresse (die ist natürlich nur für uns sichtbar) und einen Namen, damit wir euch kontaktieren können, falls ihr gewonnen habt. Den oder die Gewinner/in werden wir über random.org auslosen und hier am 01.05.2015 verkünden. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

    Wir sind übrigens nicht die Einzigen, die sich in das Buch verliebt haben und es heute verlosen – auch bei Diana von Essen auf den Tisch habt ihr die Chance, das Buch zu gewinnen!

    Falls ihr außerdem noch einen unerlässlichen Buchtipp für uns parat habt, freuen wir uns natürlich auch! In diesem Sinne: keep on reading!

    Teilen:
    Gemixt, Geteilt

    Von Blutorange-Gin-Cocktails und anderen Trinkgewohnheiten

    Bloody Sage Blutorange Salbei Drink-2

    Zitrusfrüchte mit Salbei in Drinks zu kombinieren, scheint wohl gerade das heiße Ding zu sein. War diese Kombination in unserer heimischen „Bar“ vor zwei Wochen doch eher dem Zufall geschuldet (sowohl Blutorangen als auch ein großer Topf Salbei mussten verbraucht werden), taucht sie z.B. auch bei Drinks Tube und auf anderen Blogs auf. Aber die kräuterige Würze und das Fruchtige harmonieren auch einfach zu gut miteinander! Der perfekte Begleiter ist da natürlich Gin, am besten einer, der die Kräuter- und/oder Zitrusaromen unterstützt. Wenn ihr also mal wieder Lust auf einen süßen, aber auch würzigen Cocktail habt oder eure Gäste einfach mit Kräutern im Glas beeindrucken wollt, dann ist unser Bloody Sage genau die richtige Wahl!

    Bloody Sage – ein Blutorange-Gin-Cocktail mit Salbei (1 Tumbler):

    6 cl Gin
    6 cl Blutorangensaft
    2 cl Vanillesirup (Wasser und Zucker zu gleichen Teilen mit einer aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen, bis der Zucker sich auflöst. Anschließend mehrere Stunden ziehen lassen, dann Vanilleschote herausnehmen, den Sirup in ein Fläschchen füllen und im Kühlschrank lagern)
    ca. 12 Salbeiblätter
    Eiswürfel
    + eine Blutorgangenscheibe und ein Salbeiblatt zum Garnieren

    Alle Zutaten in einem Shaker auf Eis shaken und doppelt abgießen (also nicht nur durch ein Barsieb, sondern auch noch durch ein feines Küchensieb). In einem Tumbler auf Eis servieren und mit einem Salbeiblatt und einer Scheibe Blutorange garnieren.

    Bloody Sage Blutorange Salbei Drink-1

    Da es mittlerweile offensichtlich kein allzu großes Geheimnis mehr ist, dass wir alkoholischen Getränken nicht ganz abgeneigt sind, hat uns Heimo, unser Restaurant-Day-Drinks-Spezialist, ein Blogstöckchen ins Glas geworfen, um sich nach unseren Trinkgewohnheiten zu erkundigen. Die beiden Jungs von Bildungstrinken haben sich den charmanten Fragebogen ausgedacht, den wir nach Beantwortung natürlich pflichtbewusst an andere Hobby-AlkoholikerInnen und -MixerInnen weitergeben. Jetzt erst mal die ungeschönte Wahrheit:

    Was ist dein liebster Drink?

    Steffen: Das kann ich nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass es noch so viel zu entdecken gibt, dass ich mich nicht auf irgendwas festlegen kann. Aber mit einem guten Gin Tonic, einem rauchigen Single Malt oder einem kühlen IPA kann man bei mir aktuell nicht viel falsch machen.

    Sabrina: Puuh, schwierig! Ich bin was Drinks angeht ziemlich experimentierfreudig und probiere gerne neue Kombinationen, daher bin ich nicht auf einen bestimmten Drink festgelegt. Bei einem Moscow Mule oder Gin Tonic sage ich aber dennoch nie Nein!

    Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken?

    Steffen: Ich hatte mit elf oder zwölf mal eine Phase, in der ich immer alkoholfreies Bier getrunken habe. Ernsthaftere Kontakte (zumeist mit Bier und Apfelwein) kamen aber erst nach der Konfirmation.

    Sabrina: Wenn ich als Kind bei meinen Großeltern zu Abend gegessen habe, hat mich mein Opa öfter mal an seinem Bier nippen lassen. Fand ich ganz furchtbar, habe es aber immer wieder probiert. Das erste Mal betrunken war ich mit 13 auf einer Silvesterparty. Es gab zu viel zu süßen, zu billigen Sekt. Uäääh! Später bin ich dann, wie es sich für eine hessische Teenagerin gehört, dem Apfelwein verfallen.

    Welchen Drink hast du am meisten bereut?

    Steffen: Zuletzt einen schlechten Gin-Pistazien-Cocktail im Hans im Glück, bei dem der Limettensaft aus der Flasche derart penetrant war, dass jeder andere Geschmack überdeckt wurde. Ansonsten denke ich mit Schrecken an zu viele Wodka-O auf einer Abifeier, an ein paar Weizenkorn zu viel bei einem Grünkohlessen oder die Party, bei der wir anstelle von Tequila irgendwann auf Wodka mit Zitrone und Salz umgestiegen sind. Das ist zum Glück alles sehr lange her und so schlimm wurde es seitdem nicht mehr.

    Sabrina: Jep, da kann ich Steffen zustimmen, denn ich habe ebenfalls den wirklich schlechten Gin-Pistazien-Cocktail probiert. Ansonsten erinnere ich mich an viele rote Körner während des Studiums, die ich spätestens in der Vorlesung am nächsten Morgen bereut habe.

    Bar oder Kneipe?

    Steffen: Als jemand, der vier Jahre in einer Kneipe hinter der Theke stand und vor allem Bier vom Fass und günstigen Schnaps verkauft hat, kann ich nichts Schlechtes über Kneipen sagen. Es kommt wohl auf die Situation an, auch wenn sich das Gleichgewicht inzwischen deutlich in Richtung Bar verschoben hat (man wird halt doch älter).

    Sabrina: Beides zu seiner Zeit!

    Champagner oder Schaumwein?

    Steffen & Sabrina: Öhhhm, Gin? Bier? Wir sind beide keine großen Fans von Champagner, Sekt & Co. Ab und an mal ein Gläschen, mehr muss nicht sein. Aber glücklicherweise lassen sich damit auch tolle Drinks mixen.

    Mit wem würdest du gerne trinken?

    Steffen: Ich hätte wirklich gerne mit Jason Molina getrunken. Allerdings mit dem Ziel, ihn vom Trinken abzubringen, um so zu verhindern, dass er sich zu Tode säuft und dann weiterhin tolle Musik veröffentlicht.

    Sabrina: Mit Ernest Hemingway. Ich hätte da noch ein, zwei Fragen zu seinen Romanen, die sich sicherlich gut bei einem Drink klären ließen.

    Bei wem würdest du gerne trinken?

    Steffen: Bei Simone Caporale in der Artesian Bar in London würde ich gerne mal an der Theke sitzen.

    Sabrina: Nachdem Steffen so davon geschwärmt hat, gerne in Atalay Aktas Schwarzer Traube in Berlin. Ansonsten auch gerne noch mal im The Ides, der Rooftop-Bar des New Yorker Wythe Hotels. Tolle Aussicht, tolle Drinks, tolles Ambiente!

    Wie sieht deine Home Bar aus?

    Steffen & Sabrina: Voll. Unübersichtlich. Die meisten Flaschen drängen sich auf einem Regal im Flur. Whisky und Gin sind eigentlich Stammgäste, sonst variieren die Flaschen nach Gusto. Derzeit wohnen dort elf verschiedene (Single) Malts, vier Sorten Gin, einzelne Flaschen Rum, Grand Marnier, Wermut, Sherry, Kräuter- und Haselnussschnaps sowie einige Bitters. Das sonstige Barzubehör ist über die ganze Wohnung verteilt – wir brauchen dringend eine größere Küche (oder gleich ein ganzes Bar-Zimmer)!

    Beschreib deine Eiswürfel.

    Steffen & Sabrina: Von Ananas bis T-Rex-Knochen ist da so ziemlich alles dabei. Wenn der Drink mal nicht nach Kindergeburtstag im Glas aussehen soll, wartet im Keller noch ein riesiger Sack Eiswürfel von der Tanke. Und ganz neu dazugekommen sind die 6-cm-Kugelformen, die jedem Drink sofort die nötige Seriosität verleihen.

    Ice ice baby-1

    Was ist deine Gin-&-Tonic Empfehlung?

    Steffen: Ich mag Gins, die einen eigenen Charakter haben, wie z.B. die auf Traubenbasis. Sehr erfrischend finde in dieser Richtung die Kombination aus G’vine Floraison und Fentimans Tonic Water.

    Sabrina: Bloß nicht zu süß! Mit den ganzen Elderflower-Tonics kann ich z.B. nichts anfangen. Zu blumig, zu kitschig irgendwie. Ich mag ihn herb und zitruslastig. Als Basis finde ich den Botanic Gin ganz großartig, der mit Botanicals wie Buddhas Hand, Orange, Thymian und Anis aufwarten kann. Dazu etwas Grapefruitzeste und ein herbes Tonic, dann bin ich glücklich!

    Wie bekämpfst du deinen Hangover?

    Steffen & Sabrina: Mit einem umfangreichen und deftigen Frühstück! Huevos Rancheros eignen sich dafür ganz hervorragend. Dazu viel Wasser, ein Sofa und haufenweise DVDs.

    So, und jetzt ihr!:

    Karin & Torsten von Wallygusto

    Julia von Chestnut & Sage

    Ylva von Der Klang von Zuckerwatte

    Britta von Glasgeflüster

    Petra von Der Mut Anderer

    Teilen:
    Gegessen, Gekauft, Gereist, Geteilt, Getestet, Getrunken, New York, USA

    If I can’t eat it here, I won’t eat it anywhere: New York kulinarisch II {Manhattan}

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-4

    Das Jahr ist noch jung und so auch die Planung der Reisen, die uns 2015 erwarten. Die Ruhe der ersten Januartage eignet sich besonders gut für das Sprudelnlassen von Gedanken und das erste Ausformulieren halb garer Ideen. Noch ist Zeit, blickt man doch einem ganzen Jahr entgegen, das mit vielen Eindrücken befüllt werden will. Habt ihr schon Ideen, wohin es euch 2015 treiben wird? Falls New York eines eurer Reiseziele werden soll, sei euch Teil 1 unseres Food-Guides zu New York wärmstens ans Herz gelegt: No eat till Brooklyn: New York kulinarisch I {Brooklyn}. Da wir uns natürlich nicht nur durch Brooklyn, sondern auch einmal quer durch Manhattan gefuttert haben, folgt hier unser zweiter Teil mit kulinarischen Empfehlungen, denen ihr unbedingt nachgehen solltet, wenn ihr mal in New York seid.

    Unsere kulinarischen Tipps für Manhattan:

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-6

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-7

    {The Butcher’s Daughter}

    Frühstück – Lunch – Brunch – you name it. Den Vormittag solltet ihr jedenfalls bei der Metzgerstochter verbringen. Das hippe Café, das sich selbst als „vegetable slaughter house“ bezeichnet, serviert ausgefallene und köstliche vegetarische und vegane Speisen, natürlich alles in Bio-Qualität und von Bauern aus der Region bezogen. Ein Platz auf der gut besuchten Straßenterrasse eignet sich zudem hervorragend, um vorbeieilende Großstädter und New Yorker „cool Kids“ am Nachbartisch zu beobachten. Serviert wird neben kostenfreiem Minz-Wasser ein für amerikanische Verhältnisse extrem guter Kaffee und ein Knaller-Frühstück: Nach einer Scheibe Smashed Avocado Toast mit Avocado, Apfel, Curry, Senfsamen und Limette (7$) und einem Egg Sandwich mit Rührei, Cashew-Käse, Grünkohl und Tomatenmarmelade (10$) wünschen wir uns, hier jeden Morgen frühstücken zu können. Zum Mitnehmen gibt es noch einen Ananas-Basilikum-Smoothie-Popsicle (4$). Ein dickes YUM und Dankeschön an Dani von Flowers on my plate, die uns das Café empfohlen hat! The Butcher’s Daughter // 19 Kenmare Street, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-5

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-14

    {Ess-a-Bagel}

    Etwas klassischer und traditionsbewusster geht es im Ess-a-Bagel zu. Die beiden Filialen in Manhattan zählen zu den besten Bagel-Shops in ganz New York. Auch wenn man beim Eintritt in den Laden nahe des Rockefeller Centers nicht unbedingt das Gefühl hat, gerade ein kulinarisches Frühstücksparadies betreten zu haben, sollte man sich vom rustikalen Flair des Delis, dem leicht muffigen Geruch und den etwas klebrigen Tischen nicht abschrecken lassen. Seit den 70ern werden hier Bagels in Handarbeit produziert, die lange Schlange von Bagelhungrigen, die einmal quer durch den Laden führt, spricht Bände. Einmal angestellt, hat man so immerhin genügend Zeit, sich durch die Vielzahl an Bagel- und Frischkäsesorten zu lesen, die über der Theke angeschrieben stehen. Erstaunlich viele vegane Aufstriche fallen dabei ins Auge, und wer mutig ist (wie Steffen), kann eine der skurrileren Kombinationen probieren, z.B. einen Cinnamon Raisin Bagel mit Banana Walnut Cream Cheese. Es ist früh, meine Experimentierfreude hält sich noch in Grenzen, daher gibt es für mich einen Everything Bagel mit einem Aufstrich aus getrockneten Tomaten. Das Brot ist perfekt, fest und doch luftig, die Bagels riesig und Steffen fast traurig, dass sein Hunger nicht für einen zweiten reicht. Den Bagel mit Oreo Cream Cheese wird er wohl beim nächsten Besuch probieren müssen. Ess-a-Bagel // 831 3rd Avenue, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-8

    {Beyond Sushi}

    Kleiner Hunger zwischendurch? Dann lohnt sich ein Zwischenstopp in einer der drei New Yorker Filialen von Beyond Sushi. Der kleine Laden zeigt, wie kreativ, bunt und lecker veganes Sushi sein kann. Die Auswahl ist riesig, die Kombination der Reisröllchen erfrischend ungewöhnlich. Da wird schwarzer Reis mit Gurke, Tofu und Kiwi gepaart oder die Hand Roll mit Kimchi gefüllt. Wir entscheiden uns für zwei California Rolls und ein paar Nigiri – welche Sorten es genau waren, bekommen wir allerdings nicht mehr zusammen. Irgendwas mit Mango und Pfirsich, der Teller war jedenfalls sehr bunt und das Sushi köstlich! Dazu noch eine Watermelon Lemonade und man fühlt sich bestens gestärkt für die 18 Meilen Bücherregale des nahe gelegenen The Strand Book Stores, den man keinesfalls verpassen sollte! Beyond Sushi // u.a. 229 East 14th Street, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-15

    {Union Square Greenmarket}

    An vier Tagen in der Woche findet direkt am Union Square ein großer Farmers Market statt, bei dem eine Vielzahl an Bauern und Kleinbetrieben aus der Region zusammenkommen, um ihre Bio-Produkte an den/die New YorkerIn zu bringen. Im Gegensatz zum gegenüberliegenden Whole Foods (oder „Whole paycheck market“, wie ihn ein Amerikaner, den wir auf der Reise kennengelernt haben, nannte), bekommt man dort, wie auf fast jedem Farmers Market, für amerikanische Verhältnisse recht günstiges Obst und Gemüse. Die Website zum Greenmarket bietet zudem einen guten Überblick über sämtliche Farmers Markets der Stadt. Union Square Greenmarket // Mo., Mi., Fr. und Sa. am Broadway/17th Street, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-16

    {Küchengeschäfte}

    Wenn man sich schon in der Union-Square-/Flatiron-Gegend aufhält und sich nur annähernd fürs Kochen und Backen (oder einfach nur fürs Essen) interessiert, gibt es dort einige schöne Läden, denen man unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Allen voran Fishs Eddy, deren Shop uns bereits vor vier Jahren (damals noch ohne Foodblog) in Verzückung versetzte. An jeder Ecke stapeln sich hier Teller, Tassen & Co., hübsche Geschirrtücher und andere Props in allen erdenklichen Farben und Formen. Doch Achtung, Augen und Geldbeutel fühlen sich hinsichtlich der immensen Auswahl augenblicklich überfordert! Fast gegenüber liegt das mehrstöckige ABC Carpet & Home – ausgefallene Küchen- und Wohnaccessoires wohin das Auge blickt (leider allerdings auch recht teuer). Bevor man von dort aus direkt auf das Flatiron Building losstürmt, sollte man zunächst einem kleinen, etwas unscheinbaren Laden seine Aufmerksamkeit schenken. Whisk kommt etwas unprätentiöser daher, dafür aber mit einer tollen Auswahl an Küchen- und Barzubehör. Vor allem die kleine, aber überaus feine Backabteilung muss hier erwähnt werden! Um sich professionell auszustatten und in jeder Großküche bestehen zu können, sollte man auch einen Besuch bei Bowery Kitchen Supplies im Meatpacking District einplanen. Zwischen den eng bepackten Regalen voller Töpfe, Pfannen und Schüsseln fällt es schwer, sich in dem großen Laden im Chelsea Market nicht zu verlaufen. Etwas weiter den Broadway hinunter in Richtung SoHo eröffnet sich mit Sur la Table jedem Foodie ein riesiges Küchenparadies, das einen verfluchen lässt, nicht einen komplett leeren Koffer mitgebracht zu haben. Wir müssen uns schwer zurückhalten, aber der Mason Shaker (und diverse andere Kleinigkeiten) MUSS einfach mit! Fishs Eddy // 889 Broadway at 19th Street; ABC Carpet & Home // 888 Broadway at 19th Street; Whisk // 933 North Broadway;  Bowery Kitchen Supplies // Chelsea Market, 75 Ninth Ave; Sur la table // 75 Spring Street, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-3

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-13

    {Dean & DeLuca + Eataly}

    Zwei riesige Feinkostläden, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben dürfen, sind Dean & DeLuca und Eataly. Dean & DeLuca hungrig zu betreten, würde vermutlich dem finanziellen Ruin gleichkommen. Aus jeder Ecke des riesigen Delikatessenshops strömen einem verführerische Düfte entgegen. Hier stapeln sich köstlichste Backwaren, Cookies und Cupcakes, dort wartet eine riesige Brottheke (inklusive dem besten Olivenbrot überhaupt) darauf, bestaunt zu werden, einen Schritt weiter steht man plötzlich vor der gut bestückten Käsetheke und am hinteren Ende des Ladens wird gerade frisches Sushi gerollt. Am besten startet man mit einem Kaffee im Coffeeshop des Feinkostgeschäfts und gönnt sich dabei eine der feinen hausgemachten Pralinen. Am Madison Square Park verbirgt sich hinter den Toren von Eataly ein riesiger italienischer Feinkosttempel. Von frischer Pasta über Pizza, Wein, Focaccia, Panini, Gelato und Kaffee bis hin zu Kochbüchern und Koch- und Weinkursen findet man hier alles, was das italienische Gourmetherz begehrt. Besonders spannend ist, dass hier auch regionale Spezialitäten aus dem ganzen Land angeboten werden, die man in der Regel nur selten außerhalb Italiens findet. Im Frühjahr soll sogar eine Filiale der italienischen Feinkostkette in München eröffnen. Wir sind gespannt! Dean & DeLuca // u.a. 560 Broadway; Eataly // 200 5th Avenue, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-10

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-11

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-12

    {Chelsea Market}

    Ein Pflichttermin für alle essfreudigen Touristen ist auch der Chelsea Market. In der ehemaligen Keksfabrik (hier wurden die Oreo-Kekse erfunden!) im Meatpacking District hat sich eine riesige Markthalle etabliert, die den ehemaligen Industrie- und Rotlichtbezirk in eines der angesagtesten Viertel der Stadt verwandelt hat. Seit 2009 grenzt hier außerdem die High Line an, ein Park, der auf einem Abschnitt der ehemaligen West Side Freight Line – einer Hochbahntrasse, die die verschiedenen Fabriken miteinander verband – angelegt wurde und sich zu einer der beliebtesten Attraktionen der Stadt gemausert hat. Doch bevor man es sich dort auf einer der Holzliegen gemütlich macht oder die Füße in einem der Wasserläufe kühlt, lohnt sich ein ausgiebiger Spazier- und Shoppinggang durch die vielen kleinen Läden des Markets. Bei Foods of New York Tours hatten wir bereits vor der Reise eine Foodtour gebucht, bei der wir nicht nur den Markt, sondern auch Teile des ihn umgebenden Meatpacking Districts kennenlernen durften. Höchst empfehlenswert sind die Touren mit Darrell – ein wahnsinnig lustiger Broadway-Schauspieler, der nicht nur in kürzester Zeit all unsere Namen beherrscht, sondern offensichtlich auch mit allen Händlern im Markt befreundet ist. Dementsprechend kommt er zwischen den regulären Stopps immer wieder mit neuen Kleinigkeiten an, die wir natürlich alle probieren müssen. So kommen wir z.B. in den Genuss von Rindertatar mit Schalotten und Chili (für vegetarische Alternativen wird stets gesorgt), einem köstlichen Kale Salad, kleinen Meat Pies, saftigen Grilled Cheese Sandwiches mit Feigensoße, einer frisch aus dem Ofen kommenden Blätterteigfrittata, köstlichen Cupcakes und selbst gemachten 9$-Bio-Schokoriegeln. Fast alles wird direkt vor Ort produziert, sodass man an vielen Stationen direkt in die Küchen schauen kann und zusieht, wie Fleischstücke zerteilt, riesige Berge Brotteig geknetet oder Süßigkeiten zubereitet werden. Wie schon bei unserer Foodtour in Miami erfahren wir neben all den Köstlichkeiten auch viel zur Geschichte und Kultur des Viertels und fühlen uns nach drei Stunden in jeder Hinsicht glücklich gesättigt. Chelsea Market // 75 9th Avenue, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-17

    {Magnolia Bakery}

    Ein Geheimtipp ist die kleine Bäckerei im schicken Greenwich Village natürlich längst nicht mehr. Spätestens seit Sex & the City wird die Magnolia Bakery von Cupcakesüchtigen und Serienjunkies überrannt. Doch der Hype um das niedliche Café ist nicht unbegründet. Wir sind nicht die Einzigen, die mit sabberndem offenem Mund die bunte Auslage bestaunen und wie gebannt der Dekoration von Torten und Cupcakes zusehen, die noch immer ganz frisch im hinteren Teil des Geschäfts zubereitet werden. Entgegen Majas dringender Empfehlung, dort den Banana Pudding zu probieren, entscheiden wir uns für einen Peanut Butter Icebox Cake und einen Mini Red Velvet Cheesecake – beide sehen einfach zu gut aus, um sie in der Auslage liegenzulassen. Der Peanut Butter Cake entpuppt sich als pure Dekadenz: Peanut Butter meets Karamell meets unglaubliche Cremigkeit. Ganz schön mächtig, aber auch ganz schön lecker! Und auch der Red Velvet Cheesecake überzeugt, supercremig und einfach perfekt. Eins ist klar: Beim nächsten New-York-Besuch MÜSSEN wir zurückkommen, um den Bananenpudding zu probieren! Magnolia Bakery // 401 Bleecker Street, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-9

    {Big Gay Ice Cream Shop}

    Wer sich in der Magnolia Bakery zurückhalten kann (wir leider nicht!) und noch etwas Platz im Magen hat, sollte ihn mit einer der spannend klingenden und hoch gelobten Eissorten des Big Gay Ice Cream Shops füllen. Leider können wir uns aufgrund akuter Völleritis nicht selbst von den Eiskreationen des bunten Shops im West Village überzeugen, doch die zufriedenen Gesichter, denen wir beim Vorbeilaufen vor dem Ice Cream Shop begegnen, sprechen Bände. Der Laden wird jedenfalls vorgemerkt für den nächsten New-York-Besuch – Sorten wie „Salty Pimp“ und „Mexcian Affogayto“ wollen schließlich probiert werden! Big Gay Ice Cream Shop // u.a. 61 Grove Street, New York.

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-1

    {Greenwich Village Literary Pub Crawl}

    Wer schon immer mal wissen wollte, wo sich Dylan Thomas zu Tode gesoffen hat oder welcher Pub im Kampf gegen die Diskriminierung Homosexueller eine gewichtige Rolle spielte, liegt mit dem Literary Pub Crawl genau richtig. Die dreistündige Walking Tour führt durch die berühmtesten und berüchtigsten Bars der Künstlerviertel Greenwich Village und East Village. Bei einem (oder zwei oder drei …) Pint(s) erzählen die Tour Guides – zwei junge Theaterschauspieler – von literarischen Persönlichkeiten des Viertels, versteckten Orten und vergessenen Anekdoten. Die perfekte Tour für trinkfeste Literaturnerds und alle, die einen etwas anderen Blick auf New York erhaschen möchten. Greenwich Village Literary Pub Crawl // 20$ pro Person; Treffpunkt: samstags, 13 Uhr, White Horse Tavern, 567 Hudson Street, New York. 

    Manhattan-Kulinarisch-Reiseführer-NewYork-Feed-me-up-before-you-go-go-2

    Teilen:
    Gebacken, Gekocht, Gemixt, Geteilt

    Don’t look back in anger: Foodblogbilanz 2014

    Berge Schnee Bayern-1

    Das Jahr endet in Weiß. Doch bevor wir in München gänzlich im Schnee versacken (viel fehlt ja nicht mehr …), folgt hier ein schneller Blick zurück. Für einen ausführlicheren Jahresrückblick wie es ihn im letzten und auch vorletzten Jahr an dieser Stelle gab, fehlt leider – wie so oft in den letzten Monaten – die Zeit. Doch ganz darauf zu verzichten, wäre zu schade, lesen wir doch selbst die Rückblicke auf anderen Blogs so gerne. Sabines Idee, einen Fragebogen zur #Foodblogbilanz14 zusammenzustellen, kommt da wie gerufen. Wenn ihr ähnlich neugierig seid wie wir, lohnt sich ein Blick auf Sabines Blog Schmeckt nach mehr, denn dort findet man nicht nur ihre eigene Bilanz, sondern auch Verlinkungen auf weitere Rückblicke.

    1. Was war 2014 dein erfolgreichster Blogartikel?

    Das beliebteste Rezept aus diesem Jahr ist die Zucchini-Pizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse. Das Rezept stammt aus dem schönen Kochbuch „Ducasse Nature„, das in diesem Jahr auf Deutschlandreise ging und auch Station bei uns in München machen durfte. Die meisten Klicks erzielte in diesem Jahr allerdings ein Beitrag, der bereits 2012 erschienen ist: unsere Willy-Wonka-Spiralkekse.

    Ducasse_Zucchinipizza mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse-1

    2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

    Besonders gefreut hat uns dieses Jahr, dass unser Blog-Event „Blogg den Suchbegriff“ so rege Teilnahme erhielt und im Zuge dessen so unglaublich tolle und kreative Beiträge entstanden sind. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für eure Teilnahme an unserer ersten und zweiten Runde. Wer weiß, vielleicht hält 2015 ja eine dritte Runde bereit …

    Unser Artikel No eat till Brooklyn: New York kulinarisch I {Brooklyn} steht stellvertretend für die kulinarischen Reiseberichte, die wir hier immer mal wieder veröffentlichen. So ein Artikel ist wie ein Tagebuch der Reise und wir sind uns sicher, dass wir uns dank dieser Liste auch in einigen Jahren noch gut an unsere Tage in New York erinnern werden.

    Da Burger seit den ersten Artikeln hier eine wichtige Rolle spielen, darf dieser Post natürlich nicht fehlen: der vegetarische Burger mit Mango-Tomaten-Koriander-Salsa. Zum einen handelt es sich um ein Rezept, an dem wir recht lange getüftelt haben, zum anderen ist es eng mit der Burger-Session beim großartigen Foodbloggercamp verbunden.

    3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

    Die Aktion „Tierfreitag“ verdient vollste Aufmerksamkeit. Die Idee dazu stammt von Katharina Seiser, die den Tierfreitag nach ihrem veganen Selbstversuch (im Übrigen auch sehr lesenswert!) ins Leben gerufen hat. Auf der Website www.tierfreitag.com sammelt sie alle eingereichten Beiträge zu tierfreien (sprich veganen) Rezepten, die ohne jegliche Ersatzprodukte auskommen, sowie vorbildliche Tierhaltungsprojekte und Bauernhöfe vorstellen.

    Der nächste Blogbeitrag, der uns in diesem Jahr besonders in Erinnerung geblieben ist, ist eigentlich eine Beitragsserie. In ihrer sechsteiligen Reihe „Wie ein Kochbuch entsteht“ gewährt Sabine Schlimm (ja, das ist auch die, die sich diesen Fragebogen ausgedacht hat) spannende Einblicke in das Making-of ihres Kochbuchs „Seelenfutter vegetarisch“. Da die Hälfte von uns tagtäglich selbst mit der Entstehung von Büchern beschäftigt ist, wurde die Serie natürlich mit besonderer Freude verfolgt.

    Zu guter Letzt hat uns ein Beitrag von Claudia begeistert (und zum Backen animiert). Mit der Aktion Cookies 4 Care hatte sie im Dezember dazu aufgerufen, für jugendliche Flüchtlinge in München Plätzchen zu backen. Am Ende sind über 2000 Stück zusammengekommen, die bei einer Weihnachtsfeier in der Münchner Erstaufnahmeeinrichtung verteilt werden konnten.

    4. Welches der Rezepte, die du 2014 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

    Ha, diese Frage lässt sich ohne großes Überlegen beantworten, denn das Bananen-Dattel-Porridge mit Honig und gerösteten Mandeln hat es uns wirklich angetan. Unzählige Male landete es auf dem Frühstückstisch und in unseren Mägen.

    Bananen_Dattel_Porridge_Rezept-1

    5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2014 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

    Ein Blog-Problem, das eigentlich schon vor Monaten Jahren hätte gelöst werden müssen, aber konstant von uns verschleppt wird, ist die dringliche Notwendigkeit eines neuen Blog-Designs. Mal sehen, ob 2015 endlich kreative Impulse (und Zeit) mit sich bringt. Was uns außerdem beschäftigt hat? Die krampfhafte Verbissenheit, mit der manche BloggerInnen ans Werk gehen. Es tut manchmal durchaus ganz gut, sich selbst (und andere) nicht allzu ernst zu nehmen, nicht jedem vorgegebenen Trend hinterherzuhechten und sich von jeglichen Blogzwängen und -verpflichtungen freizumachen! Wir wären jedenfalls froh, wenn es in der „Szene“ 2015 wieder etwas entspannter zugehen würde.

    Ein Koch-Problem, das sich pünktlich zum Jahresende ankündigte, ist unser kränkelnder Backofen, der wohl beschlossen hat, dass wir ihn zu viel beanspruchen. Überall brechen Plastikteile ab und die Tür hält inzwischen nur noch dank einer Mutter, die dort eigentlich nichts zu suchen hat. Nachdem wir gerade dabei sind, den ebenfalls zickenden Kühlschrank auszutauschen, wird bald also auch ein neuer Backofen einziehen müssen. Falls ihr einen ultimativen Tipp habt (oder uns irgendjemand sponsern möchte …), immer her damit! 😉

    6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

    Das lässt sich nicht so einfach beantworten, denn wenn ein Foodblog eine Sache mit sich bringt, ist es das Eintauchen in unzählige neue kulinarische Welten. Ganz vorne mit dabei war dieses Jahr alles, was mit Cocktails und Spirituosen zu tun hat. Wir haben uns intensiv mit Whisky, Gin und Bier beschäftigt, die Hausbar ist ums Doppelte gewachsen und wir nennen inzwischen drei Cocktailshaker unser Eigen (von Barlöffeln, Handzitruspressen und speziellen Zangen ganz zu schweigen). Steffen durfte sogar bei einer Buchvorstellung unzählige BesucherInnen mit Rum-Cocktails abfüllen – die berufliche Zukunft abseits der Geschichtswissenschaft scheint also gesichert. Auch 2015 werden uns diese Themen sicher noch beschäftigen, haltet einfach mal nach #Alkoblogger Ausschau.

    Was feste Nahrung angeht, haben wir erstmals mit Barba di frate gekocht, haben mit etwas Verspätung Chia-Samen entdeckt (und inzwischen mehrere Packungen verbraucht) und wie bereits erwähnt, ist Porridge von unserem Frühstückstisch nicht mehr wegzudenken. Wir haben Eierlikör vom Ruf des Omagesöffs befreit und Sabrina hat gelernt, dass Artischocken nicht nur sauer, sondern auch ziemlich lecker sein können.

    7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

    Na, wenn das mal keine Frage für uns ist! Über mangelnde lustige und skurrile Suchbegriffe können wir uns tatsächlich nicht beklagen, was letztendlich sogar dazu geführt hat, unser Blog-Event „Blogg den Suchbegriff“ ins Leben zu rufen. Unser Highlight aus diesem Jahr bleibt jedoch “wer Chocolate Chip Cookies baken kann, kann auch Crystal Meth kochen”.

    8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?

    Für 2015 wünschen wir uns in jedem Fall ein neues Layout. Das muss einfach passieren. Darüber hinaus natürlich weiterhin so tolle LeserInnen und den Austausch mit anderen BloggerInnen, auch wenn wir es leider nicht zum nächsten Foodbloggercamp nach Reutlingen schaffen werden. Ach ja, Sabrina möchte endlich mal ein Rezept mit Lakritz veröffentlichen. Am besten dann, wenn Steffen gerade mal nicht hinschaut.

    Und was wünscht ihr euch für 2015? Gibt es irgendwas, was ihr auf dem Blog häufiger sehen möchtet (oder eher weniger)? Wir wünschen euch einen fulminanten Start ins neue Jahr und sagen DANKE für ein wunderbares 2014 mit euch!

    Sabrina & Steffen

    Teilen:
    Deutschland, Gekocht, Gereist, Geteilt, Getestet, München

    Knödel me up before you go-go oder Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-2

    Wenn man gebeten wird, sich ein Rezept mit Knödelteig zu überlegen, denken bestimmt nicht viele Menschen an Burger. Aber anscheinend ist mein Gehirn inzwischen so gepolt, dass ich einfach IMMER an Burger denken muss. Bleibt nur, das Beste daraus machen, und das ist in diesem Fall ein Knödelburger – eine köstliche Kreation aus Kartoffelknödelteig, süßem Apfelchutney, gepaart mit den kräftig-herben Noten von Gorgonzola und Radicchio. Ein kleines, mächtiges Monster also, das aber definitiv süchtig macht!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-3

    Aber warum überhaupt Knödelteig? Burgi’s, ein bayrischer Knödelteighersteller, hat kürzlich einige FoodbloggerInnen nach München eingeladen, um dort gemeinsam einen Tag zu verbringen und tief in die Welt der Knödel einzutauchen. Im Vorfeld wurden wir außerdem gebeten, uns ein Knödelrezept zu überlegen, das für die Veranstaltung extra auf eine Rezeptkarte gedruckt wurde. Der Knödelburger war also geboren. Die „KnödelexpertInnen“ bei Burgi’s fanden diese Idee wohl ebenfalls ganz spannend und zu unserer Freude wurde der Burger als eines von vier Rezepten zum Nachkochen während des Knödelevents ausgewählt. Denn das war die erste knödelige Herausforderung an diesem Tag: gemeinsam mit den übrigen BloggerInnen fürs Mittagessen sorgen. Während Sabrina sich an den leckeren Kürbisknödeln von Karin von Wallygusto versuchte, machte ich mich mit zwei Foodbloggerkolleginnen daran, mit den Knödelburgern in Massenproduktion zu gehen. Spontan haben wir dafür ein Chutney kreiert und mit Kürbis verfeinert, was super ankam. Am Ende wurden um die 20 Burger produziert, die allerdings schneller verputzt waren, als man Kartoffelknödelteig hätte sagen können. Doch zum Glück gab es ja noch weitere Knödelleckereien und außerdem hatte die Küche vom Wirtshaus in der Au noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet: eine riesige Nachtischplatte, die das Kind am Nachbartisch vor Neid fast zum Weinen gebracht hätte. Tja, FoodbloggerIn müsste man sein. Falle es euch also demnächst mal dorthin verschlagen sollte: lasst unbedingt genügend Platz für den Nachtisch!

    Knödelburger Hamburger Burgis Knödel-4

    Der Tag endete natürlich nicht beim Nachtisch. Wir erfuhren im Pschorr am Viktualienmarkt einiges über Fleisch und die Vorteile von geeisten Biergläsern, wurden im Gesellschaftsraum mit köstlichen Apfelstrudel-Martinis verwöhnt (das Rezept hätten wir wirklich gerne mitgenommen!) und durften an einer Bierverkostung mit der Biersommelière Sandra Ganzenmüller teilnehmen. Kaum zu glauben, dass noch Platz im Magen war, als wir am Abend noch einmal zum Pschorr zurückkehrten und den Tag ausklingen ließen. Und weil Karin, Petra und wir immer noch nicht genug hatten, ging es noch auf einen Absacker ins Jaded Monkey, eine recht neue kleine Bar hier in München, in der man in (äußerst) schummriger Atmosphäre ausgefallene Cocktails schlürfen kann.

    Falls ihr euch auch ein wenig Knödelglück nach Hause holen möchtet, kommt hier das Rezept für den ultimativen Knödelburger. Die Burger lassen sich übrigens leichter essen, als man denken würde – einfach gut festhalten! 😉

    Knödelburger Hamburger Burgis Kartoffelknödel-1

    Knödelburger mit Gorgonzola, Radicchio und Apfelchutney (für 4 Burger):

    750 g Burgis Bayerischer Knödelteig original
    Speiseöl
    1 Apfel
    ½ Kopf Radicchio
    4 EL Gorgonzola
    360 g Rinderhack
    4 EL Apfelchutney (Alternativ: Apfelmus oder ein anderes Fruchtchutney)

    1. Die Knödelmasse ½ cm dick ausrollen und mit einem 8 cm Dessertring (oder einem Glas) 8 Kreise aus der Kartoffelmasse ausstechen. Jeder Kreis sollte etwa 60–70 g wiegen. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigkreise von jeder Seite ca. 3–4 Min. anbraten. Sie sollten schön knusprig sein, damit sie später die Burgerzutaten halten können. Auf Küchenpapier legen und das Fett abtupfen. Abkühlen lassen.

    2. Aus der Mitte des Apfels 4 runde, ½ cm dicke Scheiben schneiden. Vorsichtig die Kerne aus der Mitte entfernen. Den Radicchio in mittelfeine Streifen schneiden. Den Gorgonzola in 4 Portionen teilen.

    3. Das Hackfleisch in 4 Portionen zu 90 g teilen und mithilfe des Dessertrings in die passende Form bringen. Das Fleisch etwas fester andrücken, damit es später auf dem Burger nicht auseinanderfällt.

    4. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch salzen und pfeffern (aber erst kurz bevor es in die Pfanne kommt) und anschließend nach persönlichem Geschmack und gewünschten Gargrad braten. Gleichzeitig die Apfelscheiben für etwa 2–3 Min. mit in die Pfanne geben, bis sie leicht weich geworden sind. Wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist, das Fleisch aus der Pfanne holen, den Gorgonzola darauf verteilen und 1–2 Min. ruhen lassen.

    5. Die Knödelscheiben jeweils auf einer Seite mit Chutney oder Apfelmus bestreichen. Auf die Unterseite eine Apfelscheibe geben, dann das Fleisch mit dem Käse und den Radicchio daraufsetzen. Mit der zweiten Knödelscheibe abschließen und servieren. Beim Essen gut festhalten, damit nichts rausrutscht.

    Vielen Dank an die netten Mädels von Zweiblick und an Burgi’s für die Einladung und den wirklich schönen Tag! Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

    Teilen: