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Gebacken

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    Fuck the Backmischung: Schoko-Kokos-Kuchen aka Jamaica-Torte {Zu Gast bei Münchner Küche}

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-2

    Wenn wir zu einem Geburtstag eingeladen sind, bringen wir Kuchen mit. Das gehört sich so, zumindest in unserer Welt. Auch wenn das Geburtstagskind gerade mal zwei wird und Partyhut, Luftschlangen & Co. vermutlich deutlich interessanter findet als ein Stückchen Schokokuchen. Hinter dem Geburtstagskind verbirgt sich die Münchner Küche, der Blog unserer lieben Bloggerkollegin Ines, der gerade zwei Jahre alt geworden ist. Wir freuen uns, dass wir zum Mitfeiern eingeladen wurden und die bereits gut gefüllte Kuchentafel um eine ganz besondere „Torte“ ergänzen dürfen.

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-1

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-3

    „Kindergeburtstag“ lautet das Motto, das sich Ines für ihr Geburtstagsevent ausgedacht hat. Als Kinder der 80er haben wir den Großteil der Geburtstage topfschlagend, eierlaufend oder sackhüpfend verbracht, doch schon damals fand das eigentliche Highlight jeder Party auf der KaffeeKakaotafel statt. Während Steffens Kindergeburtstagserinnerungen von bunten „Törtchen“ (eigentlich Muffins, aber die hatte damals ja noch keiner auf dem Schirm), Fantakuchen und Philadelphiatorte dominiert werden, stapelten sich auf meiner Geburtstagstafel Miniwindbeutel, Rührkuchen mit Schokostückchen und Mandarinen und ein Schokokuchen mit Kokosfüllung, der seine Existenz einer Backmischung zu verdanken hatte. „Jamaica-Torte“ nannte sich die Fertigmischung, die in den 80ern mein Herz eroberte und regelmäßig zum Kindergeburtstag vorbeischaute (was daran Torte sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden). Um genau zu sein, war es die Kokosfüllung, die es mir besonders angetan hatte; auf den Schokoladenkuchen drumherum legte ich dagegen keinen besonders großen Wert (auf die Idee, mir einfach einen Kokoskuchen ohne Schokolade zu wünschen, kam ich merkwürdiges Kind wohl nicht). Aber natürlich kommen wir jetzt nicht mit einem schnöden Fertigkuchen zum Bloggeburtstag, sondern halten es wie das Münchner Café Kubitscheck und sagen „fuck the Backmischung!“. Das Rezept für den Schoko-Kokos-Kuchen findet ihr hier bei Münchner Küche.

    Schoko-Kokos-Kuchen Jamaica-Torte Rezept Feed me up before you go-go-4

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    Saisonfutter: Bärlauch-Pizza mit Tomaten, Rucola, Burrata und Haselnüssen

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-5

    Seit ein paar Jahren bewegen wir uns ab März häufig gebückt durch Wälder und Auen (oder die entsprechenden urbanen Äquivalente). Schuld ist nicht etwa ein jährlich wiederkehrender Hexenschuss, sondern die grünen Bärlauchblätter, die zwischen März und Mai ganze Waldstücke in ihren herrlichen Knoblauchduft einhüllen. Wir haben das Glück, nur ein paar Schritte von einer kleinen Bärlauchoase entfernt zu wohnen, die uns jeden Frühling mit üppigem Vorrat versorgt, sodass wir mit unseren Rezeptideen kaum hinterherkommen. Doch das Bärlauchsammeln bringt so seine Tücken mit sich, spielt man doch auch ein bisschen russisches Roulette mit der Natur. Auch wenn wir mittlerweile recht geübt sind in der Bestimmung des wilden Knoblauchs, bleibt dennoch ab und an ein mulmiges Gefühl, das erst weicht, wenn der zweite Teller Bärlauch-Pasta oder -Pizza gegessen ist und langsam die Gewissheit eintritt, kein Blättchen der giftigen Bärlauch-Doppelgänger erwischt zu haben. Völlig zu Unrecht natürlich, denn beachtet man beim Bärlauchsammeln ein paar Punkte, kann man sich sicher sein, die Nacht nicht in der Notaufnahme verbringen zu müssen.

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-1

    Tipps fürs Bärlauchsammeln:

    • Folgt eurer Nase. Der Bärlauch macht allein schon durch seinen ausgeprägten Knoblauchduft auf sich aufmerksam.
    • Oft wächst er in der Nähe von Flüssen und Bächen, meist in schattigen Gebieten mit feuchtem Boden.
    • Typisch ist auch, dass er in großen Mengen wächst und oft den ganzen Waldboden dicht bedeckt.
    • Achtung! Bloß nicht mit den giftigen Blättern von Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln! Bärlauch erkennt ihr zum einen am Knoblauchgeruch, wenn ihr die Blätter zerreibt, zum anderen wächst er an einzelnen Stängeln aus dem Boden mit jeweils nur einem Blatt (findet ihr eine Pflanze mit zwei Blättern am Stiel, lasst sie unbedingt dort!). Schaut euch vor dem Sammeln noch einmal Fotos von Bärlauch-, Maiglöckchen- und Herbstzeitlosenblättern an. Sie ähneln einander zwar, besitzen aber einige Merkmale, die sie gut voneinander unterscheiden lassen. So ist das Bärlauchblatt z.B. deutlich flacher, weicher und matter als die seiner giftigen Mitstreiter.
    • Sammelt Bärlauch nur, wenn er noch nicht blüht, denn dann schmeckt er einfach viel besser. Die weißen Blüten kündigen schon das bevorstehende Ende der Bärlauchsaison an.
    • Sammelt etwas abseits der Wege, da die Blätter dort weniger Kontakt zu Hunden oder Füchsen haben.
    • Um die Pflanzen nicht zu beschädigen, solltet ihr die Blätter abschneiden, nicht ausreißen, und nur ein bis zwei Blätter pro Einzelpflanze mitnehmen. Dadurch schont ihr den Bestand und die Pflanze kann sich weiterhin vermehren.
    • Falls ihr nicht wisst, wo ihr in eurer Nähe Bärlauch frei pflücken könnt, sucht doch mal bei Mundraub nach eurer Stadt. Dort werden zahlreiche Fundorte aufgelistet.
    • Wascht zu Hause die gesammelten Blätter sorgfältig, am besten mehrmals.
    • Am besten hält sich gesammelter Bärlauch im Kühlschrank in einer Tüte frisch, in die ihr ein paar Spritzer Wasser gebt, sie dann aufpustet und verschließt.

    Wenn ihr jetzt mit den Händen voller Bärlauch in der Küche steht, stellt sich die Frage: Was tun damit? Eines unserer Lieblingsgerichte ist eine ganz simple Pasta mit Bärlauch, grünem Spargel und etwas Schmand. Oder die Kombination mit Kartoffeln, z.B. als Aufstrich oder Paratha. Und ein Glas Bärlauchpesto findet sich im Frühjahr sowieso immer im Kühlschrank. Seit ein paar Wochen essen wir unser Bärlauchpesto am liebsten auf Pizza (oder ist es doch eine Focaccia? Vielleicht Focizza??). Dazu ein cremiger Burrata, ein paar Tomaten, gehackte Haselnüsse und Rucola. Mhhhh! Also, raus vor die Tür und auf zur Bärlauchjagd, bevor die Erntezeit schon wieder vorüber ist (wobei die Pizza bestimmt auch mit einem anderen grünen Pesto gut funktioniert).

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-2

    Bärlauchpesto (für ca. 2 Gläser):

    160 g Bärlauch
    60 g Mandeln
    70 g Parmesan
    ca. 250 ml Olivenöl
    ein paar Spritzer Zitronensaft
    Salz, Pfeffer

    Bärlauch gut waschen, trocken schütteln und grob schneiden. Die Mandeln grob hacken, den Parmesan grob reiben. Bärlauch, Mandeln, Parmesan, Zitronensaft und die Hälfte des Olivenöls in einem Mixer mittelfein pürieren. Das restliche Öl und den Parmesan hinzufügen und noch einmal kurz mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Bärlauchpesto hält sich mit Olivenöl bedeckt und gut verschlossen mindestens drei Wochen im Kühlschrank.

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-6

    Bärlauch-Pizza mit Tomaten, Rucola, Burrata und Haselnüssen (für 2 Personen):

    Für den Teig

    250 g Mehl (Type 405)
    100 ml kaltes Wasser
    60 ml dunkles Weizenbier
    10 g Salz
    3 g frische Hefe

    Für den Belag

    10 Cocktailtomaten
    20 g Haselnüsse
    6 TL Bärlauchpesto
    250 g Burrata
    2 Handvoll Rucola
    Salz, Pfeffer

    1. Da uns der Teig der Sauerkrautpizza mit Bierteig so gut schmeckt, kommt er auch hier wieder zum Einsatz. Dazu 150 g Mehl mit kaltem Wasser, Weizenbier, Salz und der fein zerbröckelten Hefe zu einem glatten, leicht zähen Teig verkneten. 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Anschließend 2 Minuten mit dem Knethaken verrühren und dann nach und nach das restliche Mehl unterkneten. Weitere 2-3 Minuten verkneten und anschließend nochmals 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Danach den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einer Kugeln formen. Die Teigkugel in einen luftdichten Behälter füllen (mindestens doppelt so groß, wie die Teigmenge) und im Kühlschrank 20-24 Stunden gehen lassen.

    2. Am nächsten Tag den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Cocktailtomaten waschen und halbieren, die Haselnüsse grob hacken.

    3. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, halbieren und daraus auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen je einen Pizzafladen formen. Jeweils einen Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Jede Pizza mit je 3 TL Bärlauchpesto bestreichen, sodass der Boden gut bedeckt ist. Die Tomaten mit Schnittfläche nach oben auf dem Boden verteilen. Die gehackten Haselnüsse über den Boden streuen. Ca. 100 g des Burratas abzupfen und auf der Pizza verteilen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Pizzen im Ofen ca. 10-12 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und der Pizzaboden an den Rändern leicht gebräunt ist.

    4. Den Rucola in der Zwischenzeit waschen und trocken schütteln. Sobald die Pizza aus dem Ofen kommt, den restlichen Burrata zerzupfen und sofort mit dem Rucola darauf verteilen.

    Bärlauch-Pizza mit Burrata, Tomaten, Haselnüssen und Rucola + Bärlauchpesto Rezept Feed me up before you go-go-3

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    Blogg den Suchbegriff III {Zusammenfassung des Blog-Events}

    Ich fürchte, wir haben ein Zeitmanagementproblem. Da setzen wir die Zeitspanne von Blogg den Suchbegriff schon so großzügig an und schaffen es trotzdem nicht, mehr als einen Beitrag zu veröffentlichen. Dabei standen noch so viele nette Suchbegriffe auf unserer Liste, die wir gerne umgesetzt hätten. „Trauriges Sushi“ zum Beispiel (vermutlich wäre dabei eine vegetarische Variante herausgekommen). Oder „Mit dem Gogo um die Welt“ (da können wir im Augenblick nur auf unsere Reise-Kategorie verweisen, die übrigens bald um Frankreich erweitert wird). Zu gerne hätte der Mann „Whiskyzimmer einrichten“ in die Tat umgesetzt, was sich jedoch in unserer Zweizimmerwohnung als etwas schwierig erweist. Ein besonderes Highlight heben wir uns für den Winter auf – bis dahin haben wir vielleicht eine Idee, wie sich „perverser Weihnachtsbaum“ foodblogtauglich realisieren lässt.

    Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)

    Wir haben uns jedenfalls riesig über eure großartigen Beitrage zum Blog-Event gefreut. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen! Wahnsinn, was ihr alles umgesetzt habt – wir sind entzückt! Ein paar Geschenke gibt es wie versprochen auch – etwas weiter unten erfahrt ihr, wer sich über einen Gewinn freuen darf.

    Zusammenfassung Blogg den Suchbegriff III

    “Was ist Tapas?”: Offensichtlich hat die Person, die bei Ela von Transglobal Pan Party danach gesucht hat, nicht nur Nachholbedarf in der spanischen Küche, sondern auch in Sachen Grammatik. Gut, dass Ela aufklärt: Salzkartoffeln mit Mojo Verde.
    "Bildgestaltung mit Brot“: "Gruppenbild mit Dame" war gestern, es wird nach Brot verlangt! Julia von Chestnut & Sage greift deswegen in die Mehltüte und zaubert nicht nur Toastbrot, sondern auch ein wunderbares Gif.
    “Pichu häkeln Anleitung”: Schon mal von Amigurumi gehört? Nein? Wir auch nicht! Doch seit Vanessas Pichu Häkelanleitung auf Sternenwind wissen wir, dass es sich dabei um eine japanische Strick- und Häkelkunst handelt und Pichu ein ziemlich niedliches Kerlchen ist.
    “Gugelhupf Geschichte”: Daniela von Danielas Foodblog nimmt ihren Suchbegriff zum Anlass, der Geschichte des Gugelhupfes und seiner Wortherkunft auf den Grund zu gehen. Nebenbei fällt für uns noch ein leckerer Haselnuss-Gugelhupf ab. Mhhh.

    "Mensch, der in einen Riesenburger beißt“, "Peanuts und Kühe“ & "The Presley Big Burger”: Da wir es in dieser Runde nicht geschafft haben, mehr als einen Beitrag zu verbloggen, haben wir kurzerhand gleich drei Suchbegriffe kombiniert und daraus den ultimativen Elvis-Burger gebastelt, den ihr nun bei uns auf Feed me up before you go-go finden könnt.
    “Wofür braucht man Eierbecher?”: Auf diese Frage gibt Vanessa von Sternenwind in gehäkelter Form Antwort, denn bei ihr gibt es gehäkelte Eierbecher aus Papiergarn.
    “Wie heißt das grüne Getränk Vitamine?”: Jaaa, wie heißt das wohl? Zum Glück weiß Alexa von Keks & Koriander ganz genau, was ihre LeserInnen meinen: eine Green Smoothie Bowl. Ganz klar, oder?
    “Kontrollverlust Fun”: Wir sind uns sicher, dass die Suchenden dabei ganz bestimmt den Brownie-Nutella-Milkshake von Unser Meating vor Augen hatten. Was Miriam und ihr Papa da zusammengemixt haben, ist ja auch zum Ausflippen gut!
    “Mực to”: Huch, hängt da ein Fussel auf dem Computerbildschirm? Nach erfolglosen Wegwischversuchen fand Milena von MUC to go heraus, dass sich ihre LeserInnen wohl etwas Vietnamesisches von ihr wünschen. Deshalb nimmt sie uns mit ins Münchner An Nam und zeigt uns, wie man Sommerrollen selber baut.
    “Antonia Späne”: Woher kriegt Antonia Späne? Aus der Kokosnuss vermutlich, dachte sich Anna von Anna Antonia und setzt mit ihrem Schoko-Kokos-Kuchen ihrer Oma ein kleines Denkmal.
    “War Tim Mälzer früher ein Mädchen?”: Der Preis für die witzigste Suchanfrage geht in dieser Runde wohl an Karin von Wallygusto. Ihre Spaghetti mit vegetarischen Fleischbällchen aus Grünkern entschädigen dann auch dafür, dass dieses Geheimnis um Herrn Mälzer wohl niemals gelüftet wird.
    “Giftgrün backen”: Im Frühjahr überhaupt kein Problem! Das beweist Tina von Lunch for One mit ihren Bärlauchwaffeln mit Spinat. Denn doppeltes Grün hält ja bekanntlich besser!
    “Zauberkästen öffnen”: Julia von Kochliebe fiel dazu spontan ein Dessert ein, das sich vor dem Gast wie von Zauberhand öffnet, wenn es auf dem Teller steht: Milchreis-Törtchen mit Rhababerguss.
    “Raumschiff Voyager häkeln”: Wahnsinn, gleich dreimal schwingt Vanessa von Sternenwind für uns die Häkelnadeln. Wir bestaunen demütig das gehäkelte Raumschiff Voyager und hoffen insgeheim, dass in der nächsten Runde mal jemand auf die Idee kommt, bei ihr nach einem "Sternzerstörer" zu suchen.
    “Finger an heißem Karamell verbrannt”: Wenn wir uns die leckeren Kouign Amann mit Sauerteig so anschauen, die Susanna von Mehlstaub & Ofenduft gebacken hat, würden wir dafür locker auch verbrannte Finger in Kauf nehmen!
    “Kuskus-Tier”: Sabines LeserInnen scheinen auf Tiere zu stehen. Nachdem sie uns in der ersten Runde "Blogg den Suchbegriff" schon zeigte, welchen Kuchen Tapire bevorzugen, verfüttert sie diesmal auf Wos zum Essn orientalische Couscous-Bällchen.

    Gewinne, Gewinne!

    Sooo, jetzt gibts Geschenke, denn wir haben mithilfe von random.org folgende Gewinnerinnen ausgelost:

    Aiya Matcha Blogg den Suchbegriff Gewinnspiel Feed me up before you go-go-1

    Das Matcha-Set von aiya geht an Milena von MUC to go

    Spiegelau Perfect Serve Collection Blogg den Suchbegriff Gewinnspiel Feed me up before you go-go-1

    Ein 4er-Set Cocktailgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau geht an Julia von Chestnut & Sage

    Ein 4er-Set Longdrinkgläser der Perfect Serve Collection von Spiegelau geht an Julia von Kochliebe

    Blogg den Suchbegriff Blog-Event Gewinnspiel Feed me up before you go-go-2

    Je ein Exemplar von Malin Elmlids Buch The Bread Exchange, erschienen im Prestel Verlag, geht an Daniela von Danielas Foodblog und Vanessa von Sternenwind.

    Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit euren Preisen! Bitte schickt uns doch eure Adressen, damit ihr eure Gewinnpakete so schnell wie möglich in den Händen halten könnt.

    Noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Sponsoren und ganz besonders allen Teilnehmerinnen für die großartigen Beiträge! Jetzt wünschen wir euch aber erst mal viel Spaß beim Durchklicken und Lesen der Blogposts. Habt einen schönen Sonntag!

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    Osterbäckerei: Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter und Vanille

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-2

    Eigentlich hatten wir nicht vor, in diesem Jahr ein Osterrezept zu veröffentlichen. Eigentlich hatten wir das auch in den letzten Jahren nie vor. Doch dann kam uns Eierlikör dazwischen. Mehrmals. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass wir den Likörklassiker vor nicht allzu langer Zeit für uns entdeckt und ihn mit ein bisschen weißer Schokolade aus Omas Schrankwandbar gerettet haben? Seitdem trinken wir ganz gerne mal ein Schlückchen (oder ertränken Vanilleeis und Waffeln darin). Damit gebacken haben wir allerdings noch nie. Ein Fehler, wie sich letztes Wochenende herausstellte!

    Gemeinsam mit ein paar anderen Foodblogger_innen reisten wir nach Hamburg, um uns mit Patissier Christian Hümbs und Bols Advocaat durch 15 verschiedene Eierlikördesserts zu probieren, denn jede/r hatte die Aufgabe, vor Ort eine Eigenkreation mit Eierlikör zuzubereiten.

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    No-bake-Banoffee-Eierlikör-Cheesecake mit Sesam-Crunch im Glas – was zu Hause noch nach einer ziemlich guten Idee klang und auch beim Probelauf den Geschmackstest bestand, entpuppte sich beim Bols-Event in Hamburg als kleines Dessertmassaker, denn Frischkäse und Sahne mochten sich plötzlich so gar nicht mehr und beschlossen, sich lieber gegenseitig anzuzicken, als sich zu einer festen Crème zu verbinden. Während wir also mit Sahne, Frischkäse, Karamell und Agar-Agar kämpften, holten andere mal eben locker flockig Macarons aus dem Ofen, flambierten Cupcakes oder bereiteten einfach gleich zwei unterschiedliche Nachtische zu.

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    Aber man ist ja schließlich auch bei einem Dessert-Workshop um Neues zu lernen und sich ein paar Tipps und Tricks von den Profis abzuschauen, hust. Glücklicherweise stand uns Christian Hümbs rettend zur Seite (an dieser Stelle nochmals vielen Dank!), sodass wir unser Eierlikördessert durch kleinere Wiederbelebungsmaßnahmen doch noch ganz passabel anrichten konnten und es, wie die anderen Nachtische, noch professionell fotografiert wurde. Geschmeckt hat es dann sogar ganz vorzüglich, auch wenn wir Schwierigkeiten hatten, nach der Vielzahl an anderen tollen Dessertkreationen mehr als zwei Löffelchen zu probieren.

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    Copyright: Bols Advocaat / Olaf Deharde

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    Ganz besonders gut haben uns jedoch die gebackenen Desserts geschmeckt, allen voran die fabelhaften Himbeer-Financiers mit Eierlikörpudding von Christian Hümbs und der leckere Eierlikör-Gugelhupf von Tobi. Da wir in diesem Jahr zu Ostern unsere Familien nicht sehen, haben wir für ein paar kleine Überraschungspäckchen kurzerhand einige Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter, Vanille und Zitrone gebacken (und davon fast ein Drittel selbst gemampft). Eierlikör im Kuchen und Gebäck – wir sind ab sofort die allergrößten Fans! Da sich in unserem Kühlschrank gerade diverse Flaschen Bols Advocaat befinden, war das natürlich der Eierlikör unserer Wahl. In der Tat eignet er sich wirklich prima zum Backen, denn er ist etwas flüssiger als andere Marken, vanilliger im Geschmack und vor allem deutlich milder und nicht so alkoholisch. Schade ist allerdings, dass er nicht ohne einige Zusatzstoffe auskommt und auch seine kräftige Farbe nicht nur dem Eigelb zu verdanken hat. Bleibt zu hoffen, dass Bols beim nächsten Relaunch daran noch etwas feilt.

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-1

    Eierlikör-Madeleines mit brauner Butter und Vanille (für ca. 28 Stück, je nach Größe eurer Madeleine-Form):

    150 g Butter
    2 Eier
    140 g Zucker
    1 Prise Salz
    80 ml Eierlikör
    150 g Mehl
    Abrieb einer halben Bio-Zitrone
    Das Mark einer Vanilleschote
    Etwas Puderzucker zum Bestäuben
    Neutrales Öl zum Einfetten der Form

    1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Madeleine-Form mit etwas Öl einfetten. Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen und leicht köcheln lassen, bis sie sich braun verfärbt. Die Butter dann durch ein Sieb abgießen und kurz etwas abkühlen lassen.

    2. Eier, Zucker und Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Dann nach und nach Eierlikör, Butter, Mehl, Zitronenabrieb und Vanillemark einrühren. Zum Befüllen der Madeleine-Form den Teig am besten in einen Spritzbeutel füllen oder vorsichtig mit einem kleinen Löffel die Förmchen zu drei Vierteln füllen. Im Ofen ca. 10-12 Minuten goldbraun backen. Die Madeleines noch ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

    Eierlikör-Madeleines mit Vanille und Zitrone Rezept Feed me up before you go-go-3

    Ach, und wenn ihr noch auf der Suche nach einem schnellen Drink für die Osterfeiertage seid, empfehlen wir euch die Kombination Eierlikör und Maracujasaft auf Eis. Klingt ungewöhnlich, schlürft sich aber weg wie nix!

    Mit dabei in Hamburg waren übrigens noch folgende Foodblogger_innen:

    Miss Blueberrymuffins Kitchen
    Karens Backwahn
    Sarahs Krisenherd
    Die Jungs kochen und backen
    Backbube
    Der Kuchenbäcker
    Dinchen’s World
    Friede, Freude & Eierkuchen
    Leonor’s Sweet Creations
    Kunterbuntweissblau
    Antonellas Backblog
    Herzstück

    Werbung: Vielen Dank an Bols Advocaat und fischerAppelt für die Einladung nach Hamburg und den tollen Workshop. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Wachmacher aus dem Ofen: Matcha-Mohn-Hefezopf

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    Wenn man uns fragen würde, was wir in den letzten Monaten am häufigsten gebacken haben, wäre das wohl dieser Matcha-Mohn-Zopf. Nach einem (noch etwas skeptischen) Probebacken, eroberte das hübsche Geflecht in Zartgrün unsere Herzen und Mägen im Sturm. Die unserer Kolleginnen und Kollegen dann ein paar Wochen später. Die Kombination aus luftigem Hefeteig und einer beschwipsten Mohn-Vanille-Füllung macht es einem aber auch leicht. Dazu der feinherbe Geschmack von grünem Tee und – ich bilde mir ein, dass er beim Backen nicht gänzlich verfliegt – der kleine Wachmachkick des Matchas.

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    Für diejenigen (wie mich!), die zwar gerne mal mit Matcha kochen oder backen wollen, aber dafür nicht unbedingt ihren wertvollsten Grüntee opfern möchten (kostet ja schließlich ein kleines Vermögen), gibt es von Aiya einen Matcha, der extra für den kulinarischen Einsatz gedacht ist: den Bio-Premium Matcha for Cooking Fuku. Ist der Teig beim Kneten noch intensiv grün, verliert er während des Backens ein wenig an Farbigkeit und der Hefezopf erhält ein zartes Pistaziengrün. Doch eine leichte Matcha-Note schmeckt man auch nach dem Backen noch gut heraus. Wer den japanischen grünen Tee doch lieber in flüssiger Form zu sich nehmen möchte, aber bei der Fülle an unterschiedlichen Matcha-Sorten nicht mehr durchblickt, ist als Einsteiger_in sicherlich mit dem Aiya Bio-Ceremonial Matcha Hikari glücklich zu stimmen. Der intensiv grüne Hikari hat eine recht milde, fruchtige Note mit leichter Süße, die dennoch den typischen herb-grasigen Matcha-Geschmack durchblicken lässt. Am liebsten mag ich ihn als Matcha Latte.

    Habt ihr auch schon mal mit Matcha gebacken? Dann her mit euren Lieblingsrezepten!

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    Matcha-Mohn-Hefezopf (für eine Kastenform):

    Für den Teig

    1/2 Hefewürfel
    120 ml lauwarme Milch
    400 g Mehl + etwas Mehl zum Ausrollen
    75 g Zucker
    1-2 TL Matcha
    1 Prise Salz
    1 Ei
    70 g weiche Butter

    Für die Füllung

    80 g Mohn
    140 g Milch
    30 g Zucker
    20 g Honig
    20 g Butter
    20 g Hartweizengrieß
    1 kleines Ei
    Mark einer Vanilleschote
    1 guter Schuss Amaretto

    1. Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Matcha und Salz vermischen. Ei und Butter dazugeben und die Milch mit der Hefe eingießen. Alles gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann 1 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

    2. Mohn mit Milch, Zucker, Honig, Butter und Hartweizengrieß in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmen, aber nicht richtig kochen lassen.

    3. Wenn die Masse andickt, vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Dann das Ei einrühren und noch einmal kurz erhitzen. Vom Herd nehmen und das Vanillemark und den Amaretto unterrühren. Die Masse vor der Weiterverwendung etwas abkühlen lassen.

    4. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Jetzt geht’s ans Rollen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den aufgegangenen Hefeteig mit einem Nudelholz möglichst rechteckig ausrollen (ca. 30 x 40 cm). Den Teig mit der Mohnmasse bestreichen, dabei rundherum einen schmalen Rand frei lassen. Den Teig von der kurzen Seite her vorsichtig aufrollen. Von beiden Enden ca. 1 cm abschneiden, damit die Rolle gleichmäßig endet. Dann die Teigrolle in der Mitte der Länge nach halbieren, sodass zwei lange Teigstränge entstehen, die jeweils zur Mitte eine offene Seite haben. Die offenen Seiten nach oben drehen und beide Stränge kompakt miteinander verflechten. Den Hefezopf vorsichtig in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform heben und auf mittlerer Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Matcha-Mohn-Zopf mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Den Zopf aus dem Ofen holen und mitsamt des Backpapiers aus der Form heben. Erst wenn er vollständig abgekühlt ist, lässt sich der Zopf problemlos in Scheiben schneiden.

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    Werbung: Vielen Dank an Aiya, die uns verschiedene Matcha-Sorten freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Backen mit Bier: Sauerkrautpizza mit Bierteig

    Sauerkraut-Pizza mit Bierteig Rezept Feed me up before you go-go-1

    Gründe, Bier zu trinken, gibt es ja eine ganze Menge. Zuletzt würden mir da beispielsweise die immer noch anhaltende Freude über den neuen Star-Wars-Film (schon gesehen? Ich bin ja trotz der offensichtlichen Parallelen zu Episode IV-VI ziemlich zufrieden) oder der Frust nach einem nicht ganz so produktiven Tag am Schreibtisch (ich versuche gerade, innerhalb von sechs Wochen auf eine dreistellige Seitenzahl der Doktorarbeit zu kommen) einfallen. Beides verlangt jedenfalls nach nicht ganz alltäglichen Bieren, und ich glaube, dass Bier da immer noch ziemlich unterschätzt wird. Bier gilt mehr als Alltagsgetränk, von dem man eine Menge trinkt, ohne groß darüber nachzudenken, was man gerade in sich hineinschüttet. Eher selten wird sich bewusst für eine besondere Flasche entschieden. Dabei bietet es sich doch bei der Vielzahl an außergewöhnlichen Craft-Bieren an, zum Abendessen mit Freunden mal keine Flasche Wein auf den Tisch zu stellen, sondern einige Flaschen besonderes (und zum Menü passendes) Bier.

    Für den Winter kommen insbesondere Starkbiere infrage, deren kräftige Aromen gut zu deftigem Essen und kalten Temperaturen passen. Zunächst denkt man dabei an Bockbier; viele Brauereien haben gerade auch spezielle Winter- oder Weihnachtsböcke im Programm. Dabei handelt es sich um Biere mit hoher Stammwürze (mindestens 16 oder 18 Grad) und ordentlichem Alkoholgehalt (mindestens 7% sollten schon drin sein), die eher malzig-süß als hopfig-bitter daherkommen. Warm wird einem da auf jeden Fall schnell. Wenn es etwas exklusiver sein soll, darf die Wahl auf einen Eisbock fallen, bei dem durch das Gefrieren und Filtern eines Doppelbocks eine Erhöhung von Stammwürze und Alkohol erreicht wird. Passt jedoch eher zum Nachtisch. Aber natürlich sind auch kräftige Imperial Porters oder Chocolate Stouts als Begleitung winterlicher Gerichte eine Option. Eine zusätzliche Ladung Geschmack (und eine ordentliche Preissteigerung) erreicht man durch die aktuell gerade schwer angesagte Lagerung dieser Biere in ehemaligen Bourbon-, Sherry- oder Weinfässern, wodurch extremst komplexe Getränke entstehen, die einen garantiert in die richtige Stimmung versetzen und es definitiv mit Wein aufnehmen können.

    Ähnlich wie bei der Begleitung von Speisen sieht es beim Kochen mit Bier aus. Auch hier ist Wein üblicherweise die erste Wahl, wobei sich doch auch mit Bieren eine Vielzahl von tollen Gerichten kreieren lassen. Wir werden hier demnächst das Craft Beer Kochbuch mit Rezepten von Stevan Paul vorstellen, der diese Aufgabe ganz hervorragend gelöst hat. Ein Rezept aus dem Buch, das uns besonders gut gefallen hat, ist die Sauerkrautpizza mit Bierteig. Die lange Gehzeit des Teigs fordert zwar etwas Vorausplanung, die sich aber ungemein lohnt! Selbst in unserem schrottigen, halbkaputten Ofen und ohne Pizzastein kam der Teig der Pizza vom Lieblingsitaliener schon ziemlich nahe (nur das über die Fäuste groß ziehen müssen wir noch üben …).

    Sauerkraut-Pizza mit Bierteig Rezept Feed me up before you go-go-4

    Sauerkrautpizza mit Bierteig (für 4 mittelgroße Pizzen):

    Für den Teig

    500 g Mehl (Type 405)
    200 ml kaltes Wasser
    125 ml dunkles Weizenbier
    20 g Salz
    5 g frische Hefe

    Für den Belag

    Ca. 300 g Sauerkraut
    Olivenöl
    1 TL Zucker
    100 g Frischkäse
    120 g Saure Sahne oder Schmand
    1/2 TL Kreuzkümmel
    Salz, Pfeffer
    200 g Romadur (alternativ: Limburger oder Münster)
    1 große rote Zwiebel
    4 TL Pinienkerne
    3 Frühlingszwiebeln

    1. Für den Teig 300 g Mehl mit kaltem Wasser, Weizenbier, Salz und der fein zerbröckelten Hefe zu einem glatten, leicht zähen Teig verkneten. 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Anschließend 2 Minuten mit dem Knethaken verrühren und dann nach und nach die restlichen 200 g Mehl unterkneten. Weitere 2-3 Minuten verkneten und anschließend nochmals 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Danach auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und den Teig mit den Händen zu zwei gleichgroßen Kugeln formen. Die Teigkugeln jeweils in einen luftdichten Behälter füllen (mindestens doppelt so groß, wie die Teigmenge) und im Kühlschrank 20-24 Stunden gehen lassen.

    2. Am nächsten Tag das Sauerkraut etwas ausdrücken und in einer Schüssel mit ca. 1 EL Olivenöl, Zucker und etwas Salz vermischen. Frischkäse und Saure Sahne glatt rühren und mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Romadur in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Die Frühlingszwiebeln abziehen, waschen und in dünne Ringe schneiden.

    3. Den Ofen so heiß wie möglich (220-250°C) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen zu vier Pizzafladen formen. Jeweils einen Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit etwas Frischkäse-Saure-Sahne-Mischung bestreichen. Mit Sauerkraut, Zwiebeln und Romadur belegen. Dann jeweils einen Teelöffel Pinienkerne darauf verteilen und mit ein paar Spritzern Olivenöl beträufeln.

    4. Im Ofen etwa 10-13 Minuten backen, bis der Rand leicht gebräunt und kross ist. Vor dem Servieren mit den Frühlingszwiebeln betreuen.

    Tipp:

    Dazu passen herbere, hopfenbetonte Biere, die mit dem kräftigen Geschmack der Pizza mithalten können, wie z.B. ein gutes Pils oder Kölsch.

    Sauerkraut-Pizza mit Bierteig Rezept Feed me up before you go-go-3

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    Gebacken, Gekocht

    Detox dich doch alleine! Cranberry-Ingwer-Eton-Mess

    Cranberry-Ingwer-Eton-Mess_Rezept_Feed me up before you go-go-3

    Nein, wir starten das neue Jahr hier nicht mit den besten Detox-Tipps, haben keine No-carb-low-carb-paleo-pegan-Superfood-Entgiftungskuren für euch parat, die die feiertagsgeschädigten Hüftpolster zum Schmelzen bringen sollen, und auch sonst fing das Jahr für uns eher mit gutem Käse und einem ausladenden Frühstück, als mit grünen Smoothies und schlechtem Gewissen an. Das neue Jahr soll schließlich lecker beginnen! Und am besten mit Dessert! Mit süßsauren Früchten, cremigem Joghurt, knackigen Baisers und einem Schuss Portwein. Okay, ein bisschen Sahne ist auch dabei.

    So ganz ohne gute Vorsätze kommen wir jedoch auch nicht aus. Endlich wieder Sport, mehr auf wirklich Wichtiges konzentrieren, nicht mehr so viel Arbeit mit nach Hause bringen. Und für den Blog? Endlich ein neues, frischeres Gewand (daran werkeln wir gerade schon eifrig), eine dritte Runde Blogg den Suchbegriff (sammelt schon mal eure skurrilsten Suchanfragen) und vielleicht schaffen wir es ja auch, wieder etwas häufiger zu bloggen. Sich kulinarischen Herausforderungen stellen, könnte ich auch noch auf die Liste setzen und sogar schon abhaken. Denn für mich beginnt das Jahr mit einem Aha-Erlebnis: Eigentlich stehen Baisers und ich gewaltig auf Kriegsfuß. 1000 Mal gerührt, 1000 Mal ist nix passiert, oder so ähnlich. Unzählige Male habe ich die kleinen Eiweißtupfen schon trocken und knackig aus dem Ofen geholt, doch kaum den Rücken zugedreht, verwandeln sich die zickigen Dinger in klebrige Klumpen. Jeeedes Mal. Trotz offensichtlicher Baiser-Legasthenie wollte ich ihnen noch eine allerletzte Chance geben, las mich durch sämtliche „idiotensichere“ Anleitungen und stieß schließlich auf ein Rezept, das gleichzeitig den entscheidenden Hinweis lieferte: Die Baisers nach dem Backen SOFORT in luftdichte und mit Butterbrotpapier ausgeschlagene Dosen packen, da sie sonst zu viel Feuchtigkeit ziehen und klebrig werden. Wie, das ist alles?? Ich komme mir noch blöder vor, weil ich darauf nicht schon eher gekommen bin und die Dinger erst habe abkühlen lassen. Und es funktioniert tatsächlich! Danke, Stefanie! Zur Feier des neu erlangten Backwissens wurden die Baisers gleich zu einem einfachen Dessert verarbeitet, das es ab sofort wahrscheinlich häufiger geben wird: ein winterliches Eton Mess.

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    Cranberry-Ingwer-Eton-Mess (für 4 Portionen):

    Für das Baiser

    1 Eiweiß
    1 Prise Salz
    50 g Zucker
    1 Spritzer Zitronensaft
    Spritzbeutel und -tülle
    ggf. etwas rote Lebensmittelfarbe

    Für die Soße

    200 g Cranberrys
    Saft und Abrieb von 2 Bio-Orangen
    1 TL fein gehackter Ingwer
    100 ml Portwein
    100 g Zucker

    Außerdem

    400 g griechischer Joghurt
    200 ml Sahne

    1. Für das Baiser den Ofen auf 100°C vorheizen. Eiweiß mit Salz mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen, dann den Zitronensaft unterrühren. Die Masse mindestens 10 Min. richtig steif schlagen, bis das Eiweiß glänzt und sehr stabil ist. Eine Tülle in einen Spritzbeutel stecken. Wer mag, kann den Baisers noch ein kleines farbiges Makeover verpassen, indem man mit einem Pinsel etwas Lebensmittelfarbe von unten nach oben auf die Innenseite des Spritzbeutel malt. Das ist wirklich einfach und funktioniert überraschend gut. Eine Videoanleitung dazu findet ihr hier (ab Minute 2:05). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech kleine Baisertupfen spritzen und im Ofen, je nach Größe, ca. 2½ bis 3 Stunden trocknen, bis die Baisers richtig fest und trocken sind. Im ausgeschalteten Ofen noch etwas abkühlen lassen. Danach sofort luftdicht in mit Butterbrotpapier ausgekleideten Dosen verpacken, sonst werden die ausgekühlten Baisers schnell wieder klebrig.

    2. Für die Soße alle Zutaten zusammen in einem kleinen Topf unter Rühren einkochen lassen, bis eine dickliche Masse entstanden ist. Das kann ca. 15 bis 20 Min. dauern. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen.

    3. Die Sahne in einer Schüssel steif schlagen. Wenn die Soße abgekühlt ist, kann nun alles in vier Gläsern geschichtet werden: Zuerst eine Schicht grob zerbröselte Baisers, dann je eine Schicht Joghurt, Sahne und Soße darüber verteilen und wieder von vorne anfangen. Mit einer Schicht Soße enden, mit ein paar ganzen Baisers dekorieren und am besten sofort servieren.

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    Habt ihr auch einen kulinarischen Endgegner, dem ihr euch 2016 stellen möchtet? Wir wünschen euch jedenfalls viel Erfolg bei allen kleineren und größeren Herausforderungen, die das neue Jahr so mit sich bringen wird!

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    Gebacken, Gelesen

    Schwarzes aus dem Ofen: Lakritz-Cantuccini {Buchvorstellung: Lakritz}

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    Hallo, ich heiße Sabrina und ich bin lakritzsüchtig. Die Anzahl derer, die mir auf dieses Bekenntnis ein verständnisvolles „hallo, Sabrina“ entgegnen, ist für gewöhnlich überschaubar. Gleichgesinnte sind rar. In meinem Freundes- und Familienkreis stehe ich mit meiner Sucht fast alleine da. Doch scheinbar gibt es noch mehr von uns Lakritzverrückten, denn das Buch „Lakritz. Süße & herzhafte Rezepte mit dem schwarzen Gold“ wurde sicher nicht nur meinetwegen veröffentlicht (zumindest wäre das dem Verlag zu wünschen).

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    Worum gehts?

    Lakritz. Natürlich! In sämtlichen Formen und Konsistenzen. Die schwedische Köchin und Konditorin Elisabeth Johansson hat über 60 süße und herzhafte Rezepte zusammengetragen, in denen das „schwarze Gold“ eine tragende Rolle spielt. Das trifft sich wunderbar, denn wie auf unserer Über-uns-Seite erwähnt, möchte ich schon seit einer Ewigkeit mal mit Lakritz backen und kochen. Darüber hinaus liefert das kleine Buch einige Infos über Gewinnung und Verwertungsformen der Süßholzwurzel, zu ihren Eigenschaften als Heilpflanze und zur Geschichte ihrer Verwendung in Speisen und Getränken.

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    Aufbau & Optik

    Kompakt und handlich kommt das 144-seitige Buch aus dem Landwirtschaftsverlag daher. Eine übersichtliche Gliederung in die drei Hauptteile „Lakritzfakten“, „Rezepte“ und „Ausprobieren“ hilft dabei, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und im Buch zurechtzufinden. Auf den kurzen Einführungsseiten erfahre ich z.B., dass ich wohl mal Urlaub in Kalabrien machen sollte – dort wächst die Lakritze nämlich wild – und wie die bis zu acht Meter langen Lakritzwurzeln verarbeitet werden. Wer Lakritze selbst ziehen möchte, kann das sogar auf dem heimischen Balkon. Allerdings sollte man Geduld mitbringen, denn bis man die Lakritzwurzel ernten kann, vergehen schon mal drei bis vier Jahre. So geduldig bin ich nicht, also blättere ich weiter zu den Rezepten und komme aus den „aaahs“ und „ooohs“ gar nicht mehr raus, weil ich am liebsten jedes Rezept gleich ausprobieren möchte. Zum Schluss liefert das Buch neben einem kurzen historischen Rückblick auf den Einsatz von Lakritze auch Tipps für Tastings sowie eine Reihe von Bezugsquellen (die auch gleich ausprobiert wurden). Ganz der Lakritzthematik folgend gibt sich auch das Layout des Buchs. Die Farben Schwarz und Weiß dominieren nicht nur die reduzierte Gestaltung, sondern auch die wirklich ansprechenden Food-Fotos. Die dunklen Fotografien von Helén Pe kommen angenehm unüberladen und stimmungsvoll daher. Gefällt! Sehr sogar.

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    Die Rezepte

    Süßigkeiten, Eis, Gebäck, Desserts, Kochen, Getränke – so lautet die Unterteilung der sechs Rezeptkapitel, die schon erahnen lassen, wie vielseitig die schwarze Wurzel einsetzbar ist. In ihren Rezepten zeigt Elisabeth Johansson nicht nur die unterschiedlichen Formen und Konsistenzen, in denen Lakritz beim Kochen und Backen Verwendung finden kann, sondern auch viele verschiedene Geschmackskombinationen, die auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich erscheinen, aber sich als ganz großartig erweisen; z.B. Lakritz und Käse, Kirschen und Lakritz oder – für die Fleischfraktion – Geflügel mit Lakritzglasur. Doch am naheliegendsten ist der Einsatz von Lakritzpulver wohl in süßen Speisen, weshalb der Großteil der Rezepte sich auch auf diesen Bereich konzentriert. Lakritztrüffel, Lakritz-Kirsch-Eis, Lakritzschnecken, Lakritz-Karamell-Törtchen, aber auch Lakritzpasta und Lakritz-Melonen-Schnaps – klingt das nicht toll? Doch gerade bei den herzhaften Speisen hätte ich mir als Vegetarierin auch ein bis zwei Rezepte gewünscht, die ohne Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte auskommen. Dennoch ist meine Nachmach-Liste nach dem Durchblättern monströs lang – ich muss mir nur noch eine/n Willige/n suchen, der meine Lakritzleidenschaft teilt (der Mann rümpft schon die Nase, wenn er das Buch nur auf dem Tisch liegen sieht). Nicht ganz einfach zu finden, sind jedoch die unterschiedlichen Lakritzformen, die in den Rezepten verwendet werden. So benötigt man für manche Gerichte z.B. Lakritzgranulat, Lakritzpulver, Lakritzaroma, Salzlakritzpulver oder Lakritzwurzel, die selbst die Shops, die im Anhang als Bezugsquellen gelistet sind, nicht immer vorrätig haben. Man sollte also beim Ausprobieren etwas erfinderisch sein.

    Ein Rezept, das selbst Lakritzskeptiker überzeugen könnte, sind in jedem Fall die Cantuccini, die ich kürzlich ausprobiert habe. Der Lakritzgeschmack ist fein nuanciert, obwohl ich die Menge des Pulvers und der Lakritzbonbons im Rezept bereits etwas erhöht habe. So ließ sich sogar der Mann bequatschen, diese Variante des italienischen Mandelgebäcks zu probieren (und schien sie gar nicht mal so schlecht zu finden, auch wenn er das als Lakritzverächter niemals zugeben würde).

    Lakritz-Cantuccini Rezept Feed me up before you go-go-3

    Lakritz-Cantuccini (für ca. 50 Stück):

    100 g weiche Butter
    170 g Zucker
    3 Eier
    380 g Mehl
    1 TL Vanillezucker
    1 TL Backpulver
    1 Prise Salz
    2 EL Lakritzpulver
    125 g dunkle Schokolade
    130 g Mandeln
    12 weiche Lakritzbonbons
    3 EL Rohrzucker

    1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Butter, Zucker, Eier, Mehl, Vanillezucker, Backpulver, Salz und Lakritzpulver in einer Schüssel miteinander vermischen. Die Schokolade und die Mandeln grob hacken, die Lakritzbonbons in kleine Stücke schneiden und alles unter den Teig heben.

    2. Den Teig dritteln und jeweils zu einer backblechlangen Rolle formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem Rohrzucker bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 20-25 Min. backen. Aus dem Ofen holen und 10 Min. abkühlen lassen. Den Ofen auf 150°C runterschalten.

    3. Die Stangen schräg in 1-1½ cm dicke Stücke schneiden. Mit einer Schnittfläche nach oben noch einmal aufs Backblech legen und im Ofen weitere 10 Min. trocknen lassen. Den Ofen dann ausschalten, die Cantuccini aber noch 10 Min. drin lassen. Anschließend herausholen, vollständig abkühlen lassen und in einer gut verschließbaren Dose aufbewahren.

    Lakritz-Cantuccini Rezept Feed me up before you go-go-2

    Fazit

    Das perfekte Buch für Lakritzsüchtige und solche, die es werden wollen. Hier sollte für (fast) jeden Geschmack etwas dabei sein: Rezepte mit nur einem Hauch Lakritzgeschmack für Einsteiger_innen, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie sich mit Lakritz anfreunden können, und Gerichte mit ordentlichem Lakritzwumms für Die-hard-Fans. Für mich eindeutig das schönste Buch über Lakritz, das mir bislang begegnet ist! 4,5 von 5 Lakritzschnäpse.

    Cover LakritzElisabeth Johansson; Helén Pe

    „Lakritz. Süße & herzhafte Rezepte“

    LV-Buch, Münster 2014

    € 19,95

    Vielen Dank an LV-Buch, die uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

     

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