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    Wachmacher aus dem Ofen: Matcha-Mohn-Hefezopf

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    Wenn man uns fragen würde, was wir in den letzten Monaten am häufigsten gebacken haben, wäre das wohl dieser Matcha-Mohn-Zopf. Nach einem (noch etwas skeptischen) Probebacken, eroberte das hübsche Geflecht in Zartgrün unsere Herzen und Mägen im Sturm. Die unserer Kolleginnen und Kollegen dann ein paar Wochen später. Die Kombination aus luftigem Hefeteig und einer beschwipsten Mohn-Vanille-Füllung macht es einem aber auch leicht. Dazu der feinherbe Geschmack von grünem Tee und – ich bilde mir ein, dass er beim Backen nicht gänzlich verfliegt – der kleine Wachmachkick des Matchas.

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    Für diejenigen (wie mich!), die zwar gerne mal mit Matcha kochen oder backen wollen, aber dafür nicht unbedingt ihren wertvollsten Grüntee opfern möchten (kostet ja schließlich ein kleines Vermögen), gibt es von Aiya einen Matcha, der extra für den kulinarischen Einsatz gedacht ist: den Bio-Premium Matcha for Cooking Fuku. Ist der Teig beim Kneten noch intensiv grün, verliert er während des Backens ein wenig an Farbigkeit und der Hefezopf erhält ein zartes Pistaziengrün. Doch eine leichte Matcha-Note schmeckt man auch nach dem Backen noch gut heraus. Wer den japanischen grünen Tee doch lieber in flüssiger Form zu sich nehmen möchte, aber bei der Fülle an unterschiedlichen Matcha-Sorten nicht mehr durchblickt, ist als Einsteiger_in sicherlich mit dem Aiya Bio-Ceremonial Matcha Hikari glücklich zu stimmen. Der intensiv grüne Hikari hat eine recht milde, fruchtige Note mit leichter Süße, die dennoch den typischen herb-grasigen Matcha-Geschmack durchblicken lässt. Am liebsten mag ich ihn als Matcha Latte.

    Habt ihr auch schon mal mit Matcha gebacken? Dann her mit euren Lieblingsrezepten!

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    Matcha-Mohn-Hefezopf (für eine Kastenform):

    Für den Teig

    1/2 Hefewürfel
    120 ml lauwarme Milch
    400 g Mehl + etwas Mehl zum Ausrollen
    75 g Zucker
    1-2 TL Matcha
    1 Prise Salz
    1 Ei
    70 g weiche Butter

    Für die Füllung

    80 g Mohn
    140 g Milch
    30 g Zucker
    20 g Honig
    20 g Butter
    20 g Hartweizengrieß
    1 kleines Ei
    Mark einer Vanilleschote
    1 guter Schuss Amaretto

    1. Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Matcha und Salz vermischen. Ei und Butter dazugeben und die Milch mit der Hefe eingießen. Alles gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann 1 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

    2. Mohn mit Milch, Zucker, Honig, Butter und Hartweizengrieß in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmen, aber nicht richtig kochen lassen.

    3. Wenn die Masse andickt, vom Herd nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Dann das Ei einrühren und noch einmal kurz erhitzen. Vom Herd nehmen und das Vanillemark und den Amaretto unterrühren. Die Masse vor der Weiterverwendung etwas abkühlen lassen.

    4. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Jetzt geht’s ans Rollen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den aufgegangenen Hefeteig mit einem Nudelholz möglichst rechteckig ausrollen (ca. 30 x 40 cm). Den Teig mit der Mohnmasse bestreichen, dabei rundherum einen schmalen Rand frei lassen. Den Teig von der kurzen Seite her vorsichtig aufrollen. Von beiden Enden ca. 1 cm abschneiden, damit die Rolle gleichmäßig endet. Dann die Teigrolle in der Mitte der Länge nach halbieren, sodass zwei lange Teigstränge entstehen, die jeweils zur Mitte eine offene Seite haben. Die offenen Seiten nach oben drehen und beide Stränge kompakt miteinander verflechten. Den Hefezopf vorsichtig in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform heben und auf mittlerer Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Matcha-Mohn-Zopf mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Den Zopf aus dem Ofen holen und mitsamt des Backpapiers aus der Form heben. Erst wenn er vollständig abgekühlt ist, lässt sich der Zopf problemlos in Scheiben schneiden.

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    Werbung: Vielen Dank an Aiya, die uns verschiedene Matcha-Sorten freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

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    Backen mit Bier: Sauerkrautpizza mit Bierteig

    Sauerkraut-Pizza mit Bierteig Rezept Feed me up before you go-go-1

    Gründe, Bier zu trinken, gibt es ja eine ganze Menge. Zuletzt würden mir da beispielsweise die immer noch anhaltende Freude über den neuen Star-Wars-Film (schon gesehen? Ich bin ja trotz der offensichtlichen Parallelen zu Episode IV-VI ziemlich zufrieden) oder der Frust nach einem nicht ganz so produktiven Tag am Schreibtisch (ich versuche gerade, innerhalb von sechs Wochen auf eine dreistellige Seitenzahl der Doktorarbeit zu kommen) einfallen. Beides verlangt jedenfalls nach nicht ganz alltäglichen Bieren, und ich glaube, dass Bier da immer noch ziemlich unterschätzt wird. Bier gilt mehr als Alltagsgetränk, von dem man eine Menge trinkt, ohne groß darüber nachzudenken, was man gerade in sich hineinschüttet. Eher selten wird sich bewusst für eine besondere Flasche entschieden. Dabei bietet es sich doch bei der Vielzahl an außergewöhnlichen Craft-Bieren an, zum Abendessen mit Freunden mal keine Flasche Wein auf den Tisch zu stellen, sondern einige Flaschen besonderes (und zum Menü passendes) Bier.

    Für den Winter kommen insbesondere Starkbiere infrage, deren kräftige Aromen gut zu deftigem Essen und kalten Temperaturen passen. Zunächst denkt man dabei an Bockbier; viele Brauereien haben gerade auch spezielle Winter- oder Weihnachtsböcke im Programm. Dabei handelt es sich um Biere mit hoher Stammwürze (mindestens 16 oder 18 Grad) und ordentlichem Alkoholgehalt (mindestens 7% sollten schon drin sein), die eher malzig-süß als hopfig-bitter daherkommen. Warm wird einem da auf jeden Fall schnell. Wenn es etwas exklusiver sein soll, darf die Wahl auf einen Eisbock fallen, bei dem durch das Gefrieren und Filtern eines Doppelbocks eine Erhöhung von Stammwürze und Alkohol erreicht wird. Passt jedoch eher zum Nachtisch. Aber natürlich sind auch kräftige Imperial Porters oder Chocolate Stouts als Begleitung winterlicher Gerichte eine Option. Eine zusätzliche Ladung Geschmack (und eine ordentliche Preissteigerung) erreicht man durch die aktuell gerade schwer angesagte Lagerung dieser Biere in ehemaligen Bourbon-, Sherry- oder Weinfässern, wodurch extremst komplexe Getränke entstehen, die einen garantiert in die richtige Stimmung versetzen und es definitiv mit Wein aufnehmen können.

    Ähnlich wie bei der Begleitung von Speisen sieht es beim Kochen mit Bier aus. Auch hier ist Wein üblicherweise die erste Wahl, wobei sich doch auch mit Bieren eine Vielzahl von tollen Gerichten kreieren lassen. Wir werden hier demnächst das Craft Beer Kochbuch mit Rezepten von Stevan Paul vorstellen, der diese Aufgabe ganz hervorragend gelöst hat. Ein Rezept aus dem Buch, das uns besonders gut gefallen hat, ist die Sauerkrautpizza mit Bierteig. Die lange Gehzeit des Teigs fordert zwar etwas Vorausplanung, die sich aber ungemein lohnt! Selbst in unserem schrottigen, halbkaputten Ofen und ohne Pizzastein kam der Teig der Pizza vom Lieblingsitaliener schon ziemlich nahe (nur das über die Fäuste groß ziehen müssen wir noch üben …).

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    Sauerkrautpizza mit Bierteig (für 4 mittelgroße Pizzen):

    Für den Teig

    500 g Mehl (Type 405)
    200 ml kaltes Wasser
    125 ml dunkles Weizenbier
    20 g Salz
    5 g frische Hefe

    Für den Belag

    Ca. 300 g Sauerkraut
    Olivenöl
    1 TL Zucker
    100 g Frischkäse
    120 g Saure Sahne oder Schmand
    1/2 TL Kreuzkümmel
    Salz, Pfeffer
    200 g Romadur (alternativ: Limburger oder Münster)
    1 große rote Zwiebel
    4 TL Pinienkerne
    3 Frühlingszwiebeln

    1. Für den Teig 300 g Mehl mit kaltem Wasser, Weizenbier, Salz und der fein zerbröckelten Hefe zu einem glatten, leicht zähen Teig verkneten. 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Anschließend 2 Minuten mit dem Knethaken verrühren und dann nach und nach die restlichen 200 g Mehl unterkneten. Weitere 2-3 Minuten verkneten und anschließend nochmals 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Danach auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und den Teig mit den Händen zu zwei gleichgroßen Kugeln formen. Die Teigkugeln jeweils in einen luftdichten Behälter füllen (mindestens doppelt so groß, wie die Teigmenge) und im Kühlschrank 20-24 Stunden gehen lassen.

    2. Am nächsten Tag das Sauerkraut etwas ausdrücken und in einer Schüssel mit ca. 1 EL Olivenöl, Zucker und etwas Salz vermischen. Frischkäse und Saure Sahne glatt rühren und mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Romadur in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Die Frühlingszwiebeln abziehen, waschen und in dünne Ringe schneiden.

    3. Den Ofen so heiß wie möglich (220-250°C) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen zu vier Pizzafladen formen. Jeweils einen Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit etwas Frischkäse-Saure-Sahne-Mischung bestreichen. Mit Sauerkraut, Zwiebeln und Romadur belegen. Dann jeweils einen Teelöffel Pinienkerne darauf verteilen und mit ein paar Spritzern Olivenöl beträufeln.

    4. Im Ofen etwa 10-13 Minuten backen, bis der Rand leicht gebräunt und kross ist. Vor dem Servieren mit den Frühlingszwiebeln betreuen.

    Tipp:

    Dazu passen herbere, hopfenbetonte Biere, die mit dem kräftigen Geschmack der Pizza mithalten können, wie z.B. ein gutes Pils oder Kölsch.

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    Detox dich doch alleine! Cranberry-Ingwer-Eton-Mess

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    Nein, wir starten das neue Jahr hier nicht mit den besten Detox-Tipps, haben keine No-carb-low-carb-paleo-pegan-Superfood-Entgiftungskuren für euch parat, die die feiertagsgeschädigten Hüftpolster zum Schmelzen bringen sollen, und auch sonst fing das Jahr für uns eher mit gutem Käse und einem ausladenden Frühstück, als mit grünen Smoothies und schlechtem Gewissen an. Das neue Jahr soll schließlich lecker beginnen! Und am besten mit Dessert! Mit süßsauren Früchten, cremigem Joghurt, knackigen Baisers und einem Schuss Portwein. Okay, ein bisschen Sahne ist auch dabei.

    So ganz ohne gute Vorsätze kommen wir jedoch auch nicht aus. Endlich wieder Sport, mehr auf wirklich Wichtiges konzentrieren, nicht mehr so viel Arbeit mit nach Hause bringen. Und für den Blog? Endlich ein neues, frischeres Gewand (daran werkeln wir gerade schon eifrig), eine dritte Runde Blogg den Suchbegriff (sammelt schon mal eure skurrilsten Suchanfragen) und vielleicht schaffen wir es ja auch, wieder etwas häufiger zu bloggen. Sich kulinarischen Herausforderungen stellen, könnte ich auch noch auf die Liste setzen und sogar schon abhaken. Denn für mich beginnt das Jahr mit einem Aha-Erlebnis: Eigentlich stehen Baisers und ich gewaltig auf Kriegsfuß. 1000 Mal gerührt, 1000 Mal ist nix passiert, oder so ähnlich. Unzählige Male habe ich die kleinen Eiweißtupfen schon trocken und knackig aus dem Ofen geholt, doch kaum den Rücken zugedreht, verwandeln sich die zickigen Dinger in klebrige Klumpen. Jeeedes Mal. Trotz offensichtlicher Baiser-Legasthenie wollte ich ihnen noch eine allerletzte Chance geben, las mich durch sämtliche „idiotensichere“ Anleitungen und stieß schließlich auf ein Rezept, das gleichzeitig den entscheidenden Hinweis lieferte: Die Baisers nach dem Backen SOFORT in luftdichte und mit Butterbrotpapier ausgeschlagene Dosen packen, da sie sonst zu viel Feuchtigkeit ziehen und klebrig werden. Wie, das ist alles?? Ich komme mir noch blöder vor, weil ich darauf nicht schon eher gekommen bin und die Dinger erst habe abkühlen lassen. Und es funktioniert tatsächlich! Danke, Stefanie! Zur Feier des neu erlangten Backwissens wurden die Baisers gleich zu einem einfachen Dessert verarbeitet, das es ab sofort wahrscheinlich häufiger geben wird: ein winterliches Eton Mess.

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    Cranberry-Ingwer-Eton-Mess (für 4 Portionen):

    Für das Baiser

    1 Eiweiß
    1 Prise Salz
    50 g Zucker
    1 Spritzer Zitronensaft
    Spritzbeutel und -tülle
    ggf. etwas rote Lebensmittelfarbe

    Für die Soße

    200 g Cranberrys
    Saft und Abrieb von 2 Bio-Orangen
    1 TL fein gehackter Ingwer
    100 ml Portwein
    100 g Zucker

    Außerdem

    400 g griechischer Joghurt
    200 ml Sahne

    1. Für das Baiser den Ofen auf 100°C vorheizen. Eiweiß mit Salz mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen, dann den Zitronensaft unterrühren. Die Masse mindestens 10 Min. richtig steif schlagen, bis das Eiweiß glänzt und sehr stabil ist. Eine Tülle in einen Spritzbeutel stecken. Wer mag, kann den Baisers noch ein kleines farbiges Makeover verpassen, indem man mit einem Pinsel etwas Lebensmittelfarbe von unten nach oben auf die Innenseite des Spritzbeutel malt. Das ist wirklich einfach und funktioniert überraschend gut. Eine Videoanleitung dazu findet ihr hier (ab Minute 2:05). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech kleine Baisertupfen spritzen und im Ofen, je nach Größe, ca. 2½ bis 3 Stunden trocknen, bis die Baisers richtig fest und trocken sind. Im ausgeschalteten Ofen noch etwas abkühlen lassen. Danach sofort luftdicht in mit Butterbrotpapier ausgekleideten Dosen verpacken, sonst werden die ausgekühlten Baisers schnell wieder klebrig.

    2. Für die Soße alle Zutaten zusammen in einem kleinen Topf unter Rühren einkochen lassen, bis eine dickliche Masse entstanden ist. Das kann ca. 15 bis 20 Min. dauern. Dann zur Seite stellen und abkühlen lassen.

    3. Die Sahne in einer Schüssel steif schlagen. Wenn die Soße abgekühlt ist, kann nun alles in vier Gläsern geschichtet werden: Zuerst eine Schicht grob zerbröselte Baisers, dann je eine Schicht Joghurt, Sahne und Soße darüber verteilen und wieder von vorne anfangen. Mit einer Schicht Soße enden, mit ein paar ganzen Baisers dekorieren und am besten sofort servieren.

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    Habt ihr auch einen kulinarischen Endgegner, dem ihr euch 2016 stellen möchtet? Wir wünschen euch jedenfalls viel Erfolg bei allen kleineren und größeren Herausforderungen, die das neue Jahr so mit sich bringen wird!

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    Gebacken, Gelesen

    Schwarzes aus dem Ofen: Lakritz-Cantuccini {Buchvorstellung: Lakritz}

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    Hallo, ich heiße Sabrina und ich bin lakritzsüchtig. Die Anzahl derer, die mir auf dieses Bekenntnis ein verständnisvolles „hallo, Sabrina“ entgegnen, ist für gewöhnlich überschaubar. Gleichgesinnte sind rar. In meinem Freundes- und Familienkreis stehe ich mit meiner Sucht fast alleine da. Doch scheinbar gibt es noch mehr von uns Lakritzverrückten, denn das Buch „Lakritz. Süße & herzhafte Rezepte mit dem schwarzen Gold“ wurde sicher nicht nur meinetwegen veröffentlicht (zumindest wäre das dem Verlag zu wünschen).

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    Worum gehts?

    Lakritz. Natürlich! In sämtlichen Formen und Konsistenzen. Die schwedische Köchin und Konditorin Elisabeth Johansson hat über 60 süße und herzhafte Rezepte zusammengetragen, in denen das „schwarze Gold“ eine tragende Rolle spielt. Das trifft sich wunderbar, denn wie auf unserer Über-uns-Seite erwähnt, möchte ich schon seit einer Ewigkeit mal mit Lakritz backen und kochen. Darüber hinaus liefert das kleine Buch einige Infos über Gewinnung und Verwertungsformen der Süßholzwurzel, zu ihren Eigenschaften als Heilpflanze und zur Geschichte ihrer Verwendung in Speisen und Getränken.

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    Aufbau & Optik

    Kompakt und handlich kommt das 144-seitige Buch aus dem Landwirtschaftsverlag daher. Eine übersichtliche Gliederung in die drei Hauptteile „Lakritzfakten“, „Rezepte“ und „Ausprobieren“ hilft dabei, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und im Buch zurechtzufinden. Auf den kurzen Einführungsseiten erfahre ich z.B., dass ich wohl mal Urlaub in Kalabrien machen sollte – dort wächst die Lakritze nämlich wild – und wie die bis zu acht Meter langen Lakritzwurzeln verarbeitet werden. Wer Lakritze selbst ziehen möchte, kann das sogar auf dem heimischen Balkon. Allerdings sollte man Geduld mitbringen, denn bis man die Lakritzwurzel ernten kann, vergehen schon mal drei bis vier Jahre. So geduldig bin ich nicht, also blättere ich weiter zu den Rezepten und komme aus den „aaahs“ und „ooohs“ gar nicht mehr raus, weil ich am liebsten jedes Rezept gleich ausprobieren möchte. Zum Schluss liefert das Buch neben einem kurzen historischen Rückblick auf den Einsatz von Lakritze auch Tipps für Tastings sowie eine Reihe von Bezugsquellen (die auch gleich ausprobiert wurden). Ganz der Lakritzthematik folgend gibt sich auch das Layout des Buchs. Die Farben Schwarz und Weiß dominieren nicht nur die reduzierte Gestaltung, sondern auch die wirklich ansprechenden Food-Fotos. Die dunklen Fotografien von Helén Pe kommen angenehm unüberladen und stimmungsvoll daher. Gefällt! Sehr sogar.

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    Die Rezepte

    Süßigkeiten, Eis, Gebäck, Desserts, Kochen, Getränke – so lautet die Unterteilung der sechs Rezeptkapitel, die schon erahnen lassen, wie vielseitig die schwarze Wurzel einsetzbar ist. In ihren Rezepten zeigt Elisabeth Johansson nicht nur die unterschiedlichen Formen und Konsistenzen, in denen Lakritz beim Kochen und Backen Verwendung finden kann, sondern auch viele verschiedene Geschmackskombinationen, die auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich erscheinen, aber sich als ganz großartig erweisen; z.B. Lakritz und Käse, Kirschen und Lakritz oder – für die Fleischfraktion – Geflügel mit Lakritzglasur. Doch am naheliegendsten ist der Einsatz von Lakritzpulver wohl in süßen Speisen, weshalb der Großteil der Rezepte sich auch auf diesen Bereich konzentriert. Lakritztrüffel, Lakritz-Kirsch-Eis, Lakritzschnecken, Lakritz-Karamell-Törtchen, aber auch Lakritzpasta und Lakritz-Melonen-Schnaps – klingt das nicht toll? Doch gerade bei den herzhaften Speisen hätte ich mir als Vegetarierin auch ein bis zwei Rezepte gewünscht, die ohne Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte auskommen. Dennoch ist meine Nachmach-Liste nach dem Durchblättern monströs lang – ich muss mir nur noch eine/n Willige/n suchen, der meine Lakritzleidenschaft teilt (der Mann rümpft schon die Nase, wenn er das Buch nur auf dem Tisch liegen sieht). Nicht ganz einfach zu finden, sind jedoch die unterschiedlichen Lakritzformen, die in den Rezepten verwendet werden. So benötigt man für manche Gerichte z.B. Lakritzgranulat, Lakritzpulver, Lakritzaroma, Salzlakritzpulver oder Lakritzwurzel, die selbst die Shops, die im Anhang als Bezugsquellen gelistet sind, nicht immer vorrätig haben. Man sollte also beim Ausprobieren etwas erfinderisch sein.

    Ein Rezept, das selbst Lakritzskeptiker überzeugen könnte, sind in jedem Fall die Cantuccini, die ich kürzlich ausprobiert habe. Der Lakritzgeschmack ist fein nuanciert, obwohl ich die Menge des Pulvers und der Lakritzbonbons im Rezept bereits etwas erhöht habe. So ließ sich sogar der Mann bequatschen, diese Variante des italienischen Mandelgebäcks zu probieren (und schien sie gar nicht mal so schlecht zu finden, auch wenn er das als Lakritzverächter niemals zugeben würde).

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    Lakritz-Cantuccini (für ca. 50 Stück):

    100 g weiche Butter
    170 g Zucker
    3 Eier
    380 g Mehl
    1 TL Vanillezucker
    1 TL Backpulver
    1 Prise Salz
    2 EL Lakritzpulver
    125 g dunkle Schokolade
    130 g Mandeln
    12 weiche Lakritzbonbons
    3 EL Rohrzucker

    1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Butter, Zucker, Eier, Mehl, Vanillezucker, Backpulver, Salz und Lakritzpulver in einer Schüssel miteinander vermischen. Die Schokolade und die Mandeln grob hacken, die Lakritzbonbons in kleine Stücke schneiden und alles unter den Teig heben.

    2. Den Teig dritteln und jeweils zu einer backblechlangen Rolle formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem Rohrzucker bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 20-25 Min. backen. Aus dem Ofen holen und 10 Min. abkühlen lassen. Den Ofen auf 150°C runterschalten.

    3. Die Stangen schräg in 1-1½ cm dicke Stücke schneiden. Mit einer Schnittfläche nach oben noch einmal aufs Backblech legen und im Ofen weitere 10 Min. trocknen lassen. Den Ofen dann ausschalten, die Cantuccini aber noch 10 Min. drin lassen. Anschließend herausholen, vollständig abkühlen lassen und in einer gut verschließbaren Dose aufbewahren.

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    Fazit

    Das perfekte Buch für Lakritzsüchtige und solche, die es werden wollen. Hier sollte für (fast) jeden Geschmack etwas dabei sein: Rezepte mit nur einem Hauch Lakritzgeschmack für Einsteiger_innen, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie sich mit Lakritz anfreunden können, und Gerichte mit ordentlichem Lakritzwumms für Die-hard-Fans. Für mich eindeutig das schönste Buch über Lakritz, das mir bislang begegnet ist! 4,5 von 5 Lakritzschnäpse.

    Cover LakritzElisabeth Johansson; Helén Pe

    „Lakritz. Süße & herzhafte Rezepte“

    LV-Buch, Münster 2014

    € 19,95

    Vielen Dank an LV-Buch, die uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

     

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    Macht hoch das Türchen: Glühwein-Brownies mit Roter Bete {Türchen #1 im kulinarischen Adventskalender}

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    Der 1. Dezember. Für mich früher ein magisches Datum, denn es bedeutete nicht nur, dass endlich das voller Spannung erwartete erste Päckchen des gemeinsam mit meiner Mutter gebastelten Adventskalenders geöffnet werden durfte, sondern markierte auch den Beginn einer ganz besonderen Zeit. Eine Zeit, die begleitet wurde von einem ganz besonderen Geruch, einer ganz besonderen Stimmung und einem besonders wohligen Gefühl in der Magengegend, das auch heute noch – zumindest für ein paar Sekunden – hervorgekitzelt werden kann, wenn die Gedanken in die Vergangenheit abschweifen und mich für einen klitzekleinen Moment wieder in diese Zeit versetzen. Wann genau dieses Gefühl abhanden kam, weiß ich gar nicht so genau – vermutlich irgendwo zwischen pubertärer Rebellion, stressigem Job und in alle Himmelsrichtungen verstreuter Familie. In den letzten Jahren gab es deswegen kaum Platz für Vorweihnachtliches – der Kopf zu voll, die Gedanken überall, nur nicht bei Plätzchen, Weihnachtsdeko & Co., und die Vorfreude auf gemütliche Feiertage verschluckt von der Vorstellung stundenlanger Autofahrten und durchgetaktetem Familienhopping. Doch dieses Jahr ist alles anders. Stressfrei. Verpflichtungsfrei. Und vielleicht sogar entspannend. Wir drücken auf Pause und igeln uns ein. Und sagen JA zur Adventszeit, JA zum Vorweihnachtskitsch und JA zu zu viel Glühwein! Auch in Kuchenform.

    JA sagen wir übrigens auch zum Adventskalender (okay, zu dem haben wir eigentlich noch nie NEIN gesagt …). Und als große Fans des täglichen Türchenöffnens freuen wir uns außerordentlich, dass unsere Glühwein-Brownies in diesem Jahr Zorras kulinarischen Adventskalender eröffnen dürfen. Wie in jedem Jahr lässt die Adventskalenderqueen auf ihrem Kochtopf 25 Foodblogger_innen ein Türchen befüllen und wie immer gibt es dabei grandiose Preise zu gewinnen. Also, klickt euch unbedingt durch die kommenden 24 Rezepte und vergesst nicht, am Gewinnspiel teilzunehmen!

    Wir wünschen euch einen guten Start in die Adventszeit (und lasst euch ja nicht stressen)!

    Glühwein-Brownies mit Roter Bete Rezept Feed me up before you go-go-2

    Glühwein-Brownies mit Roter Bete (für eine 30 x 30 cm-Brownie-Backform):

    200 g dunkle Schokolade
    100 g Butter
    200 g gekochte Rote Bete*
    70 g Mandeln
    150 g Zucker
    4 Eier
    50 ml Glühwein**
    Das Mark einer halben Vanilleschote
    150 g Mehl
    ½ TL Backpulver
    2 TL Zimt
    ¼ TL gemahlener Ingwer
    ¼ TL Kardamom
    1 Msp. Piment
    1 Prise Salz
    Puderzucker

    1. Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen. Die Rote Bete grob raspeln (dabei die Handschuhe nicht vergessen!) und die Mandeln grob hacken. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

    2. In einer Schüssel den Zucker mit den Eiern schaumig schlagen. Anschließend die Schokoladen-Butter-Mischung, den Glühwein und das Vanillemark unterrühren. Das Mehl mit Backpulver, Gewürzen und Salz vermischen und unter die Masse rühren. Zum Schluss Rote Bete und Nüsse unterheben.

    3. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownie-Backform füllen und im Ofen auf der mittleren Schiene des Ofens ca. 30 Min. backen, bis die Oberfläche gebräunt, der innere Kern aber noch etwas matschig ist. Abkühlen lassen und mit etwas Puderzucker bestreuen.

    *Wer Angst vor Roter Bete hat, den kann ich beruhigen: Man schmeckt sie (fast) nicht heraus, aber sie macht die Brownies wunderbar saftig und verleiht ihnen einen hübschen, dunklen Rotschimmer. Mit frischer Roter Bete schmecken die Brownies übrigens viel besser, als mit den vakuumierten Knollen aus dem Supermarkt! Die frischen Knollen einfach abwaschen, die Blätter abschneiden und dann je nach Größe 40-50 Min. mit Wasser bedeckt kochen lassen. Anschließend schälen.

    **Den Glühwein könnt ihr ganz einfach selbst machen: Dazu Rotwein nach Belieben mit Zimt, Kardamom, Nelken, Ingwer, Sternanis, Vanille, Orangenschale und etwas Zucker aufkochen und dann eine Stunde ziehen lassen, bevor man ihn durch ein Sieb abgießt.

    Glühwein-Brownies mit Roter Bete Rezept Feed me up before you go-go-3

    Kulinarischer Adventskalender 2015 - Tuerchen 1

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    Ein letztes Stück vom Sommer: Lavendel-Cheesecake mit weißer Schokolade

    Lavendel-Cheesecake mit weißer Schokolade Rezept Feed me up before you go-go-2

    Der Sommer beschert uns einen letzten Besuch, bringt Sonnenstrahlen und blauen Himmel mit. Ein letztes Aufbäumen, bevor der Herbst in ein paar Tagen sich auch schwarz auf weiß im Kalender breitmacht. Schließlich will sich der Sommer in guter Erinnerung behalten und die Vorfreude auf das nächste Jahr wecken. Und wie es sich gehört, wenn Besuch vorbeischaut, haben wir Kuchen gebacken. Einen sommerlichen Käsekuchen, der perfekt zu den letzten warmen Tagen passt – ganz luftig und cremig, mit feinem Lavendelaroma. So ähnlich muss wohl Südfrankreich schmecken – nach Kräutern und Blumen, dazu eine leichte Brise vom Mittelmeer und das Summen der Bienen. Merkt man, dass wir schon wieder urlaubsreif sind?? Genießt die letzten Sommertage und habt ein schönes Wochenende!

    Lavendel-Cheesecake mit weißer Schokolade Rezept Feed me up before you go-go-1

    Lavendel-Cheesecake mit weißer Schokolade (für eine Springform mit ∅ 23 cm):

    Für den Boden:

    75 g Butter + etwas mehr zum Einfetten der Form
    75 g Vollkornbutterkekse

    Für die Masse:

    3 EL getrocknete Lavendelblüten + etwas mehr für die Deko
    50 g Schmand
    200 g weiße Schokolade
    200 g Mascarpone
    200 g Ricotta
    200 g Frischkäse
    1 EL Zucker
    2 Eier
    Optional: 1 Msp. violette Lebensmittelfarbe

    1. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit etwas Butter einfetten. Für den Boden die Butter in einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen. Die Kekse in einer Küchenmaschine oder einem Plastikbeutel fein zerkleinern. Keksbrösel und Butter gründlich vermischen, auf dem Boden der Springform verteilen und fest andrücken. Ca. 1 Std. in den Kühlschrank stellen.

    2. Die getrockneten Lavendelblüten mit dem Schmand in einen kleinen Topf geben, gut verrühren und leicht erwärmen (nicht kochen!). Vom Herd nehmen und ca. 1 Std. ziehen lassen.

    3. Den Ofen auf 150°C vorheizen. Die weiße Schokolade im Wasserbad vorsichtig zum Schmelzen bringen. Mascarpone, Ricotta und Frischkäse in einer Schüssel gut verrühren. Die geschmolzene Schokolade und den Zucker unterrühren. Dann die Eier einzeln hinzufügen und gut verrühren. Die Lavendel-Schmand-Masse einrühren. Wenn ihr dem Kuchen auch optisch einen Lavendelton verleihen wollt, rührt einfach einen kleinen Spritzer violette Lebensmittelfarbe unter den Teig. Auf den Geschmack hat das keinerlei Einfluss, sieht aber nett aus. Jetzt die Masse in die Springform füllen, glatt streichen und im Ofen auf mittlerer Schiene insgesamt ca. 45 Min. backen. Nach 30 Min. den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu braun wird. Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen noch 1 Std. ruhen lassen. Dann am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit ein wenig Lavendelblüten dekorieren.

    Das Rezept ist angelehnt an den Lavendel-Käsekuchen von Marian Keyes.

    Lavendel-Cheesecake mit weißer Schokolade Rezept Feed me up before you go-go-3

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    Zuckerschock auf Amerikanisch: Salted Caramel Brownies nach Jamie Oliver

    Salted Caramel Brownies Jamie Oliver Rezept-1

    Nachdem wir euch zuletzt mit unserem Rezept für Dulce de leche-Donuts schon eine der amerikanischen Süßspeisen schlechthin präsentiert haben, bleiben wir thematisch in den USA und widmen uns diesmal einer weiteren Institution der nordamerikanischen Küche: Brownies. Die quadratischen schokoladigen Glücklichmacher sind ein schönes Beispiel dafür, wie sich ein Gericht über die ganze Welt verbreiten und einen Platz in den Kochbüchern und Mägen unzähliger Länder erkämpfen kann. Laut der Oxford Encyclopedia of Food and Drink in America (ja, da gibt es einen eigenen Artikel zu Brownies – hätte ich mich mal lieber auf Food bzw. Culinary History spezialisiert!!) sind Brownies gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA entstanden, und auch wenn sich die ursprünglichen Rezepte stark von den heutigen Varianten unterscheiden, so zeichneten sich die Küchlein schon damals durch viiiiiiel Schokolade und eine schlotzige Konsistenz aus. Heute ist die Zahl der Varianten unüberschaubar, und ich bin mir sicher, dass wir auch auf unserer derzeitigen Reise entlang der amerikanischen Nordostküste mehr als einmal der Versuchung nicht widerstehen können werden. Die Kombination aus noch leicht flüssigem Teig und cremiger Schokolade ist aber auch viel zu verführerisch!

    Schön ist auch, dass der Brownie dank seinem simplen Grundgedanken ziemlich anpassungsfähig und offen für kulinarische Trends ist und deswegen seinen Siegeszug rund um die Welt ohne Probleme überstanden hat. So hat sich Jamie Oliver (von dem auch unser bisheriges All-time-favorite-Brownie-Rezept stammt) dann einfach den nach wie vor anhaltenden Salzkaramell-Hype geschnappt und ihn mit den kleinen Schokoküchlein vereint. Das trifft genau unseren Geschmack (und auch den unserer KollegInnen, denn die Brownies wurden uns schon mehrfach aus den Händen gerissen). Falls ihr euch also mit jemandem gut stellen wollt, schnappt euch eine Rührschüssel, rennt in die Küche und fangt an zu backen! Es lohnt sich!

    Salted Caramel Brownies Jamie Oliver Rezept-3

    Salted Caramel Brownies (für eine 30 x 30 cm-Brownie-Backform):

    Für das Salzkaramell

    40 ml Schmand
    Mark einer halben Vanilleschote
    16 g gesalzene Butter
    2 Prisen (Meer)Salz
    60 g Zucker
    40 g Zuckersirup oder Agavendicksaft
    Ggf. etwas Puderzucker

    Für den Teig

    250 g dunkle Schokolade
    225 g Butter + etwas mehr zum Einfetten der Form
    180 g Zucker
    4 große Eier
    150 g Mehl

    1. Für das Salzkaramell Schmand, Vanillemark und -schote, 8 g Butter und eine ordentliche Prise Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Mischung sollte gerade anfangen, Blasen zu werfen. Vom Herd nehmen, anschließend Zucker und Zuckersirup/Agavendicksaft in einem zweiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat und goldbraun karamellisiert. Die Vanilleschote aus dem anderen Topf entfernen. Das Karamell in die Schmand-Mischung rühren, die restliche Butter hinzufügen und alles auf dem Herd noch einmal kurz erwärmen und durchrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Einen Teller mit Backpapier auslegen, die Karamellmasse darauf gießen und glatt streichen. Das restliche Salz darüberstreuen und im Kühlschrank ca. 20 Min. fest werden lassen.

    2. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Für den Teig zunächst die Schokolade grob hacken. Dann 225 g Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf zerlassen und die Schokolade einrühren und schmelzen lassen. Vom Herd nehmen. In einer Schüssel Zucker mit den Eiern mit einem Handrührer verquirlen, dann das Mehl hinzufügen und gut durchrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Jetzt die lauwarme Schokoladen-Mischung einrühren.

    3. Eine Backform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit etwas Butter einfetten und den Teig hineingießen. Das Karamell aus dem Kühlschrank holen und zu ¾ löffelweise auf dem Teig verteilen und mithilfe eines Löffelstiels vorsichtig in den Teig hineindrücken. In den Ofen schieben und auf mittlerer Schiene ca. 25 Min. backen. Der Teig sollte am Rand gerade durch, aber in der Mitte noch etwas klebrig sein. In der Form abkühlen lassen, dann herausholen. Die Brownies mit dem restlichen Salzkaramell beträufeln, ggf. mit etwas Puderzucker bestäuben und in Quadrate schneiden.

    Salted Caramel Brownies Jamie Oliver Rezept-2

    Wir versuchen in den nächsten Tagen mal herauszufinden, ob das Brownie-Gen auch den KanadierInnen vererbt wurde. Falls ihr für uns noch Tipps für Québec und Montreal habt, immer her damit!

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    Grüße aus dem Donut-Paradies! Dulce de leche-Donuts mit gerösteten Mandeln

    Dulce de leche Donuts mit gerösteten Mandeln Rezept-1

    Ich bin mit einem Donut-Junkie verheiratet. Wie sich das äußert? Erweiterte Pupillen, sobald im Umkreis von 100 Metern das D-Wort fällt. Niemals nie (wirklich NIE!) nur an einem Donut-Laden vorbeigehen können. Zwanghaftes vor-jeder-Reise-in-Google-Maps-sämtliche-Donuts-Shops-markieren-Müssen. Und manchmal werden eben auch Unterkünfte ausgesucht, weil sie so schön praktisch in Laufnähe des besten Donut-Bäckers der Stadt liegen. Alles schon erlebt.

    Nun sitzen wir seit einigen Tagen an DER Donut-Quelle schlechthin – hier in den USA lauern die fettigen leckeren Teigkringel an beinahe jeder Ecke. Wie fast schon zu erwarten, vergingen auch unsere ersten drei Tage in Boston nicht ohne den Duft frisch gebackener Donuts (und ich wage kaum daran zu denken, wie viele in den nächsten zwei Wochen noch folgen werden …). Auch wenn wir mit der bisherigen Ausbeute ganz zufrieden sein können, so ist uns doch ein Exemplar, dem wir letztes Jahr auf unserer Ostküsten-Reise begegnet sind, ganz besonders in Erinnerung geblieben: Nach einem etwas nervenaufreibenden Start in den Urlaub, zauberte der Mann an unserem ersten Morgen in New York plötzlich den perfekten Donut aus der Tasche. Noch warm, superfluffig und nicht zu süß. Der Dulce de leche-Donut von Dough muss seitdem als Maßstab aller Teiglinge herhalten. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis wir uns selbst an ihm versuchen würden. Das Ergebnis? Lecker!! Aber an die Fluffigkeit der Dough-Donuts ist einfach kein Herankommen. Dafür ist unsere gebackene Variante ein kleines bisschen hüftenfreundlicher, als ihr frittiertes Vorbild. Ist doch auch was!

    Dulce de leche Donuts mit gerösteten Mandeln Rezept-3

    Dulce de leche-Donuts mit gerösteten Mandeln (für ca. 5-6 Donuts):

    Für den Teig

    Etwas Pflanzenöl zum Einfetten der Form
    100 g Mehl
    1 TL Backpulver
    1 Prise Salz
    3 EL Butter
    1 Ei
    60 g brauner Zucker
    1 EL Dulce de leche
    60 ml Milch
    ½ TL Vanilleextrakt

    Für die Glasur

    30 g Mandelblättchen
    60 g brauner Zucker
    3 EL Butter
    1 EL Dulce de leche
    30 ml Milch
    50 g Puderzucker

    1. Den Backofen auf 175°C vorheizen. Eine Donut-Form mit etwas Öl einfetten. Mehl, Backpulver und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen.

    2. In einem kleinen Topf die Butter auf dem Herd zum Schmelzen bringen. Kurz etwas abkühlen lassen, dann in einer zweiten großen Schüssel zusammen mit dem Ei mit einem Handrührer cremig schlagen. Braunen Zucker, Dulce de leche, Milch und Vanilleextrakt einrühren. Die Mehlmischung nach und nach dazugeben und alles vorsichtig verrühren.

    3. Den Teig jeweils zu ¾ in die Donut-Formen füllen und im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 15 Min. backen, bis kein Teig mehr bei der Stäbchenprobe kleben bleibt. Aus dem Ofen nehmen und die Donuts in der Form etwas abkühlen lassen. Dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

    4. Für die Glasur die Mandelblättchen in einer Pfanne anrösten. Den braunen Zucker mit der Butter in einem kleinen Topf karamellisieren lassen. Dulce de leche und Milch hinzufügen, gut verrühren und kurz aufkochen lassen. Den Puderzucker einrieseln lassen und gut verrühren. Die obere Seite der Donuts kopfüber in die Glasur tunken und auf ein Kuchengitter setzen. Danach sofort mit den Mandelblättchen bestreuen. Die Glasur fest werden lassen und sich dann auf die Donuts stürzen!

    Dulce de leche Donuts mit gerösteten Mandeln Rezept-2

    Welche Formen nehmt ihr zum Backen von Donuts? Ich habe zum ersten Mal eine Silikonform verwendet und war ganz begeistert, wie einfach sich die Donuts herauslösen lassen.

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