Folge uns:
Gekocht, Getestet

I scream ice cream 1: Aprikose-Rosmarin-Eis

Aprikose-Rosmarin-Eis_Rezept Feed me up before you go-go-3

Habt ihr auch eine bucket list mit Dingen, die ihr schon längst mal backen, kochen oder zubereiten wolltet? Wir haben so eine Liste, und die ist mittlerweile ganz schön lang. Neben ganz profanen Zimtschnecken (die wir unfassbarerweise noch nie gebacken haben, obwohl wir allergrößte Fans sind) finden sich darauf mit irgendwas Leckerem gefüllte Ravioli, fruchtig-knusprige Frühstücks-Granola, irgendwas mit Lakritze und natürlich die Backherausforderung schlechthin – Macarons. Anstatt diese Liste peu à peu abzuarbeiten, wird sie aus unerfindlichen Gründen immer länger. Doch letztes Wochenende wurde kräftig in der Küche gewerkelt und experimentiert, und siehe da – gleich zwei Sachen konnten wir von unserer Liste streichen. Ha! Nach ewigem Drumherumschleichen wurden die Themen Eis und Sorbet endlich in Angriff genommen.

Aprikose-Rosmarin-Eis_Rezept Feed me up before you go-go-2

Wieso wir uns da nicht früher herangewagt hatten? 1. fehlte bislang das rotierende Eismaschinchen und 2. möchte man als FoodbloggerIn seine Kreationen auch ablichten. Doch allein der Gedanke, in Windeseile das gerade vor einem zerfließende Eis mit der Kamera einfangen zu müssen, ließ bereits Schweißperlen von unserer Stirn tropfen. Da brauchte es schon eine Extraportion Motivation, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Wie passend, dass gerade Tchibo an die Tür klopfte und fragte, ob wir nicht Lust hätten, ein paar Produkte der neuen Eis-Themenwelt vorab zu testen. Mit Eismaschine, Wassereisbereitern, Waffel-Backförmchen, Eisbecher und Kochbuch bewaffnet konnte die Eis-Mission also beginnen.

Tchibo_Eispaket-1

Zuerst wurde das „Eis – Endlich Sommer“-Buch ausgiebig nach geeigneten Rezepten durchforstet. Ich muss ja zugeben, dass ich zunächst skeptisch war und mir von diesem Büchlein nicht allzu viel erhofft hatte. Aaaber … von der Auswahl der Rezepte bin ich wirklich positiv überrascht – abwechslungsreich, kreativ und lecker klingend. Nachdem der nicht enden wollende Entscheidungsprozess für ein Rezept fast eine Ehekrise ausgelöst hatte, beschlossen wir einfach, gleich drei Eissorten auszuprobieren. Bei der Hitze kann man ja schließlich auch mal eine größere Portion Abkühlung gebrauchen! Die Wahl fiel auf Aprikose-Rosmarin, Quark-Honig und ein Minze-Zitronen-Sorbet. Also Eismaschine ausgepackt, kurz über die monströsen Ausmaße, den hohen Plastikanteil und den noch nicht gefundenen Abstellplatz gestöhnt, und losgelegt. Äh, ach nee. Ganz so schnell ging’s doch nicht, denn die herausnehmbare Gefrierschüssel muss 12 Stunden vor Gebrauch im Eisfach gekühlt werden. Einen halben Tag später standen wir also wieder erwartungsvoll vor dem Maschinchen. Die Zutaten für das Aprikose-Rosmarin-Eis waren verrührt, gut gekühlt und ready to go. Da nicht die ganze Masse in die Maschine passte (sie fasst übrigens 400-500 ml), wurde der Rest in eine Schüssel gefüllt und ins Eisfach geschoben. Super, dachten wir, so hat man gleich die Möglichkeit, das von der Maschine fabrizierte Eis mit der manuellen Variante zu vergleichen. 20-30 Minuten sollte es nach Anleitung dauern, bis die eingefüllte Flüssigkeit die richtige Konsistenz erreicht hat. Doch leider war auch nach 40 Minuten ständigem Getöse der Eismaschine nicht die Spur von Eis erkennbar und nicht mal annähernd Softeiskonsistenz erreicht. Da sich der Motorblock bereits stark erhitzt hatte und mittlerweile selbst die übrige Mischung, die ohne Zwischenstopp in der Eismaschine ins Kühlfach gewandert war, deutlich fester wurde, beschlossen wir, die Masse abzulassen und noch mal in den Gefrierschrank zu stellen. Ob diese misslungene Premiere nun der Maschine, dem Rezept oder dem Aufeinandertreffen von beidem zuzuschreiben war – wir wissen es nicht.

Aprikose-Rosmarin-Eis_Rezept Feed me up before you go-go-1

Nach zusätzlichen vier Stunden im Eisfach passte dann zum Glück alles und geschmacklich war das Eis wirklich top – schön fruchtig und nicht zu süß. Also wurde nichtsdestotrotz fleißig geschlemmt. Und da das Rezept ja offensichtlich auch ganz ohne Eismaschine funktioniert und richtig lecker ist, teilen wir es mit euch.

Aprikose-Rosmarin-Eis_Rezept Feed me up before you go-go-4

Aprikose-Rosmarin-Eis (für 6 Portionen):

400 ml Sahne
100 ml Milch
4 Eigelbe
125 g Zucker
500 g Aprikosen
1 EL Zitronensaft
½ Vanilleschote
1 TL fein gehackter Rosmarin

1. Sahne und Milch in einem Topf kurz erhitzen und vom Herd nehmen. Eigelbe mit 100 g Zucker schaumig schlagen und in der heißen Milch cremig rühren. Dann die Masse abkühlen lassen.

2. Die Aprikosen schälen, entkernen und mit dem Zitronensaft, dem restlichen Zucker und dem ausgekratzten Vanillemark pürieren. Den Rosmarin unterrühren. Die Sahnecreme mit der Fruchtmasse mischen, in eine flache Schüssel füllen und im Gefrierfach 5-6 Std. gefrieren lassen (mehrmals durchrühren) bzw. mit der Eismaschine verarbeiten.

Aprikose-Rosmarin-Eis_Rezept Feed me up before you go-go-5

Zwischenfazit

Dicke Minuspunkte gibt es für die Festigkeit der Eismasse. Eine Eismaschine, die es nicht schafft (aus den mitgelieferten Rezepten), Eis zu erzeugen, hat in unserer Küche leider keine Berechtigung. Dafür konnte der Ablasshebel punkten – die Ausgabe klappte überraschend gut, sodass fast nichts mehr in der Schüssel blieb. Nützt aber leider auch wenig, wenn der Rest nicht stimmt.

Umso gespannter waren wir, ob die Maschine auch an unserer zweiten Eissorte Quark-Honig scheitern würde. So viel sei schon mal verraten: es war leeecker und die Maschine hat sich auch etwas besser geschlagen! Ausführlicheres folgt hier in den nächsten Tagen.

Werbung: Vielen Dank an Tchibo, die uns die Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon, wie immer, unberührt.

Print Friendly
Teilen:
Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

11 Kommentare

  • Reply sciencemade

    Hast das Buch ja, Eismaschine nein? Denn son Gefrierfach hab ich auch und das Eis sieht gut aus….
    ist das ein gepunkteter stoffrest? Der sieht toll aus.

    Alles liebe,
    Nova

    9. Juli 2013 at 22:00
    • Reply Kitty Wu

      Bei der 2. Sorte hat es mit der Maschine schon deutlich besser geklappt – eine klare Kaufempfehlung kann ich hier aber dennoch nicht aussprechen, schade eigentlich. Es gibt diese Woche bei Tchibo noch eine andere Eismaschine – ich muss mal eruieren, wie die so abgeschnitten hat. Vom Buch dagegen bin ich ganz angetan, damit kann man nicht viel falsch machen! 😉
      Und ja, der restliche Stoff wurde schon zu Topflappen vernäht 😉

      9. Juli 2013 at 22:56
  • Reply Ilka

    Das ist ja schön, dass das auch ohne Eismaschine funktioniert. Ich frier ja immer alles in Eiswürfelform ein und „mahle“ das dann in meinem Thermomix zu schönem Sorbet. Geht auch 😉
    Liebe Grüße nach München!
    Ilka

    10. Juli 2013 at 8:48
    • Reply Kitty Wu

      Hehe, ja, das funktioniert ohne Eismaschine fast schon besser 😉 Ui, das klingt ja auch nach einer interessanten Methode! Mann muss sich nur zu helfen wissen …

      10. Juli 2013 at 18:54
  • Reply Persis

    Hihi, die Angst, Eis knipsen zu müssen, hat mich bei der Tchibo-Sache zum Smoothie-Paket greifen lassen 🙂 Wenn ich so von den Problemen lese, die manche Tester mit dem Eisbereiter hatten, bin ich im Nachhinein über meine Wahl froh. Wie schade, dass die Eisproduktion nur bedingt klappte. Dem leckeren Resultat sieht man den holprigen Weg jedenfalls überhaupt nicht an 🙂

    10. Juli 2013 at 9:56
    • Reply Kitty Wu

      Ich muss sogar sagen, dass das mit der Eisfotografie letztendlich gar nicht so schlimm war – habe mich total beeilt, weil ich Angst hatte, dass mir gleich alles davonschmilzt, aber das Eis hielt erstaunlich lange. Vielleicht werde ich jetzt größenwahnsinnig und wage mich mal an Eis am Stiel heran … 😉
      Geschmeckt hat das Eis ja zum Glück trotzdem – nur blöd, dass wir jetzt so ein Riesengerät herumstehen haben, das nicht so richtig viel kann.

      10. Juli 2013 at 18:59
  • Reply fleischfee

    Lecker!

    10. Juli 2013 at 19:05
  • Reply zuckerimsalz

    … Hut ab .. vor eurer ehrlichen Meinung … 🙂

    11. Juli 2013 at 8:26
  • Hinterlasse einen Kommentar

    %d Bloggern gefällt das: